Donnerstag, 10. Juni 2021

[Buchvorstellung einmal anders] Kong-Fu Mama von Petra Liebkind



Buchvorstellung einmal anders

Heute treffe ich mich mit der Autorin Petra Liebkind, um mit ihr über ihr Buch „Kung-Fu Mama“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit gefunden hast, um für dein Buch zu antworten.
Danke Claudia, dass Du einen so spannenden Bücherblog schreibst und meine „Kung-Fu-Mama“ liest!
Kannst du uns dein Buch in möglichst wenig Sätzen beschreiben?
Die amüsante Geschichte rund um Marlene Stern und ihrem kleinen Buben Steffi zeigt wie stark Alleinerziehende sein müssen: der Ex-Partner nervt und die Lehrerin meint, sie dürfe sich in die Kindererziehung einmischen. Natürlich ist auch das Geld knapp, der Job öde und als wäre das nicht genug, fühlt sich Marlene schrecklich einsam. Aber manchmal werden Märchen war – man muss bloß die kleinen Wunder im Alltag zulassen! Und schon kribbeln Schmetterlinge im Bauch und man findet sich mitten im tollsten Ballsaal der Welt wieder. :)
Deine Charaktere erleben ja so einiges. Fällt es dir leichter sie durch einfache, schöne, lustige oder schwierige, düstere, traurige Zeiten und Situationen zu führen?
Natürlich durchlebe ich alle Höhen und Tiefen gemeinsam mit meinen Figuren. Ich fühle mit Marlene, mit Steffi, Charly und Liwei in gleicher Weise. Das ist ja gerade das Faszinierende am Schreiben! Du liebst die Guten und die weniger Guten, weil du ihre verstecktesten Geheimnisse kennst und weißt, warum sie so geworden sind.
Hast du eine Lieblingsstelle, die du uns gerne vorstellen würdest?
Eine komische Stelle aus dem Kung-Fu-Training vielleicht? Marlene ist hier beim Stretching gemeinsam mit Liwei, dem chinesischen Trainer – sie soll mit den Fingerspitzen zu den gegrätschten Beinen wippen. Liwei zieht an ihrem Arm…
»Locker atmen.« Liwei sprach leise und erhöhte den Zug. Das sagte sich einfach.
Das Wort »locker« traute sie sich nicht mal denken. Nie wieder Brokkoli vor dem Training! Dies könnte der peinlichste Tag ihres Lebens werden, und da gab es wahrlich mächtig Konkurrenz. Mochte dieser Chinese vielleicht ein beinharter Shaolin sein, aber der Brokkoli würde sogar ihn umwerfen. Stur starrte sie in die dunklen Mandelaugen, ein Duell auf Leben und Tod – von ihrer Seite jedenfalls. Liwei schien nicht den geringsten Verdacht zu hegen, in welcher Gefahr er schwebte. Je länger sie starrte, desto mehr mochte sie dieses Gesicht. …
Wie viel echte Petra steckt in dem Buch oder auch in dem ein oder anderen Charakter?
Wir können nicht schreiben, ohne uns zu verraten. Natürlich sind die Figuren und die Handlung erfunden, aber was wir erfinden, sagt doch etwas über uns aus, richtig? :)
Wie würden dich deine Charaktere beschreiben?
Marlene, Charly und Liwei sind sich endlich einig. Nach einem High Five verkündet Marlene: »Petra, du gibst einfach niemals auf! Du hast unbeirrt an „Kung Fu Mama“ geglaubt, wolltest einen tollen Verlag und sieh uns jetzt an – wir sind im PIPER-Verlag erschienen!«
Sie werfen mit Konfetti um sich. Ich atme das Zeug beim Lachen ein und ersticke beinahe! Liwei umschlingt mich im Heimlich-Griff und rettet mein Leben. Hach, er duftet so gut - das könnt ihr Euch nicht vorstellen! :)
Wann kam die Idee zum Titel? Stand der schon im Vorfeld fest oder hat er sich im Laufe des Schreibprozesses verändert?
Das wirst du jetzt nicht glauben – aber vor 8 Jahren hatte ich bereits diesen Titel im Kopf und die Geschichte hat sich allmählich daraus entwickelt.
Bist du zu 100% zufrieden mit dem Cover oder würdest du nachträglich gerne etwas ändern wollen?
Das Cover ist perfekt – Martina Frank, die Graphikerin, hat Marlene und Steffi genau richtig getroffen. Ich war sofort begeistert!
Zum Abschluss würde mich noch dein Lieblingszitat aus dem Buch interessieren.
Das ist leicht, Claudia, diese Zeilen hier habe ich mir echt von der Seele geschrieben: „…Glücksmomente verteilte das Leben als kleine Zuckerl, ganz sporadisch – genug, damit man weitermachen wollte, zu wenig, um sich daran gewöhnen zu können. Diabetes bekam man davon jedenfalls keinen. …“ :)
Danke für das Gespräch.
Herzlichen Dank an dich und deine LeserInnen für das Interesse.

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