Freitag, 25. Juni 2021

[Autoreninterview] Junia Swan

Autoreninterview
Junia Swan


Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Oh, das ist schwerer als gedacht. Ehrlicherweise schreibe ich lieber Romane, als mich vorzustellen. 😉 Aber ich tue dir gerne den Gefallen: Ich bin seit 23 Jahren mit dem gleichen Mann verheiratet, Mutter von drei Kindern und Besitzerin einer süßen Dackeldame, die sich momentan allerdings mehr wie ein Wildschwein verhält und den Garten umgräbt. Ich lebe in der Nähe von Salzburg in einer Kleinstadt mit italienischem Flair und habe das gewaltige Tennengebirge fast direkt vor der Nase. Meine Zeit teile ich auf zwischen meiner Familie, dem Schreiben und der wundervollen Arbeit, Menschen dabei zu helfen, ihre Berufung zu finden und darin zu leben.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich habe immer schon geschrieben – es fühlt sich an, als wäre das Schreiben zu mir gekommen. Zuerst waren es Gedichte, dann Kurzgeschichten. Mit 16 habe ich mich an meinen ersten Roman gewagt.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Meine Liebesromane befassen sich mit unterschiedlichen Themen. Einfache Lösungen, stereotype Charaktere langweilen mich, deshalb geht es bei mir teilweise turbulent zu. Es ist mir wichtig herauszuarbeiten, dass es für jedes Problem eine Lösung gibt und dass es für einen Neubeginn nie zu spät ist.
Ich habe mittlerweile über 30 Bücher geschrieben, sie hier aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Aber ihr findet die meisten davon auf meiner Homepage.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja. Immer. Nach dem Buch ist vor dem Buch.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Schreiben, Stand-Up-Paddeln, über Gott und die Welt nachdenken, Gemeinschaft mit Freunden haben
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautor, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Mit Hilary Mantel verbringe ich sogar mehrere Stunden – sie schreibt sehr dicke Wälzer. Außerdem lese ich gerne Romane von Martin Suter und Andreas Eschbach. Mein Lieblingsbuch ist allerdings die Bibel – es gibt kein Buch, das es mit ihr aufnehmen könnte, keines das so alt und trotzdem in der heutigen Zeit so relevant ist.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Am liebsten schreibe ich im Sonnenschein auf der Terrasse, den Laptop auf dem Schoß und das Plätschern unseres kleinen Fischteichs im Ohr. Im Winter lungere ich auf dem Sofa im Wohnzimmer vor dem Kamin herum. Ich habe auch einen Schreibtisch hinter einem Bücherregal, das das Wohnzimmer von meinem Arbeitszimmer abtrennt. Dort ist es zwar ergonomischer aber nicht so gemütlich.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Ich bin kein Frühaufsteher, deswegen beginnt mein Tag eher gemütlich. Mein Mann kümmert sich um unsere achtjährige Tochter, sodass ich etwas länger schlafen kann. Nach der Morgenhygiene lese ich in der Bibel, um danach zu frühstücken, oder umgekehrt. Auf diese Weise gestärkt, starte ich den Computer, werfe einen Blick auf mein Smartphone, beantworte anfällige E-Mails oder Nachrichten. Dann kommt der Haushalt dran, oder ich schreibe / korrigiere – je nach Wochentag. Zweimal in der Woche bin ich fürs Homeschooling unserer Tochter verantwortlich. Oft treffe ich im Laufe des Tages Freunde oder muss diversen Erledigungen nachgehen. Bei mir ist immer alles in Bewegung, kein Tag gleicht dem anderen.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Am liebsten schreibe ich Liebesromane mit Tiefgang, da wahre Liebe selten und überaus kostbar ist. Ich lese gerne Romane, die mich herausfordern und zum Nachdenken bringen. Dabei bewege ich mich nicht in einem speziellen Genre, sondern lese Querbeet.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
„Wie man mit den Verwundungen, die einen im Laufe des Lebens ereilen, umgeht, ist erheblich entscheidender, als die Umstände, die dafür verantwortlich sind. Denn der Umgang damit entpuppt sich als Antwort auf die Frage nach der Zukunft.“ (Das Zitat stammt, etwas abgewandelt, aus „Das Lied der Engel“.)
„Niemand liebt mehr als einer, der sein Leben für die Freunde hingibt.“ (Die Bibel) Nach dieser Art der selbstlosen Liebe strebe ich und versuche aus ihr heraus in meinem Alltag zu reagieren und zu handeln.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ja, Italien. Ich liebe die Häuser, das Meer, die Sonne, die Menschen. Aber auch meine Heimat Österreich, in der ich sehr gerne lebe.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich finde ernstgemeinte und respektvoll vorgebrachte Kritik sehr wichtig. Wenn ich spüre, dass mein Gegenüber ehrlich mit mir umgeht, nehme ich sie gerne an. Kritik, die aus Neid oder Missgunst vorgebracht wird, verletzt mich. Aber ich lerne immer besser, damit umzugehen.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Weil ich aus Freude schreibe und nicht unter Druck und ich außerdem gerne die Rechte an meinen Werken behalte. Allerdings durfte ich auch schon Erfahrungen mit dem DP Verlag sammeln, der mich, mit der Frage, ob ich eines meiner Bücher bei ihnen veröffentlichen möchte, angeschrieben hat. Ich bin Immer offen für neue Erfahrungen, deshalb ist „Die venezianische Schwester“ dann in diesem Verlagshaus erschienen.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ja. Ich möchte einer jeden von euch sagen, dass ihr wertvoll seid. Schmeißt euch nicht irgendeinem Typen vor die Füße, sondern wartet auf den Mann, der euch schätzt und sorgsam mit eurem Herzen umgeht. Der Richtige wird euch respektvoll behandeln und mehr in euch sehen, als das Abenteuer für eine Nacht. Eine jede von euch ist kostbar – vergesst das nicht!

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