Montag, 10. Mai 2021

[Reiheninterview] "Wedding Games"-Reihe von June Reeler

   


Reihenvorstellung

Heute treffe ich mich mit June Reeler, um mit ihr über ihre Reihe „Wedding Games“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass du heute Zeit hast, um mit mir über deine Reihe zu reden.
Freut mich, dass ich in deinem Blog darüber sprechen darf. Vielen Dank.
Kannst du uns deine Reihe, bestehend aus den Teilen „Wedding Games: Wer sich traut“, „Wedding Games: Black Satin“, „Wedding Games: Die Anmut des Lichts“ und „Wedding Games: Die Braut“ mit wenigen Worten vorstellen?
Alles dreht sich um die Männer einer einflussreichen Organisation. Es geht ihnen darum, ihren Einfluss auf der Welt auszuweiten. Die Männer sind allesamt sehr anziehend und natürlich haftet ihnen etwas Mystisches, etwas Düsteres an. Sie spielen mit den Frauen und scheinen wenig verbindlich zu sein. Doch es wären keine Fantasy Romance-Romane, wenn es nicht die Eine geben würde, die ihr Interesse langfristig weckt. Von der aufgeweckten Journalistin Emma, über das vermeintlich toughe Callgirl Satin bis hin zu der feurigen Italienerin Lucia schaffen die unterschiedlichsten Frauentypen mit Stärke und Sexyness diesen machtvollen Männern etwas entgegenzusetzen. Dabei gibt es immer jede Menge Wortwitz und heftigen Schlagabtausch.
Deine Charaktere wachsen mit ihren Aufgaben, entwickeln sich weiter, bestehen so manche Situation. Fällt es dir leichter sie durch einfache, lustige oder durch schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Jede Story ist für mich ein großes Ganzes. Das Leben hält für jeden von uns diese Zeiten bereit und so ist es immer ein Komplettpaket aus guten und schlechten Zeiten, ehe sich die Story für mich rund anfühlt. Wenn eine dieser Zeiten/Stimmungen fehlen würde, würde für mich etwas an der Story fehlen. Grundsätzlich glaube ich, dass ich dazu neige, jede Situation immer irgendwie komplex zu gestalten mit etwas Besonderem darin, denn einfacher Smalltalk fällt mir auch im normalen Leben schwer. Wenn ich beim Schreiben merke, dass mich bestimmte Stellen im Buch langweilen, ändere ich sie sofort ab und reichere sie an. So wie ich auf jeder Seite Spaß beim Schreiben/Korrigieren etc. haben will, so möchte der Leser auf jeder Seite unterhalten werden. Das ist meine Maxime.
Hast du Lieblingsstellen in deiner Reihe, die du uns gerne vorstellen würdest?
Eine Stelle liebe ich tatsächlich besonders, sie steht sinnbildlich für die gesamte Reihe. Bei dieser fragte Emma Macarius:
»Kannst du mir versprechen, dass du niemals etwas Böses getan hast?«
Macarius presste die Lippen aufeinander. Traurig schüttelte er seinen Kopf. »Das kann ich nicht.«
Wie viel echte June steckt in deinen Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?
Bestimmte Handlungsweisen, Konstellationen oder Gedanken sind sicherlich ähnlich. Wir alle teilen bestimmte Gedanken, Gefühle, Lebenssituationen und Wünsche. Ich hoffe, dass sich jeder Leser an bestimmten Stellen in meinen Büchern wiederfinden kann. Bei »Aubreys Song« geht es zum Beispiel um die Verarbeitung eines Verlustes nach einer Trennung oder einem Unglück. Eine Leserin schrieb mich dazu einmal an und bedankte sich. Sie hatte das Buch zweimal gelesen, weil sie so viele für sich hilfreiche und stärkende Passagen darin fand. Das war einer jener Momente, in denen ich glücklich und dankbar bin, dass ich diesen Job ausüben darf.
Wenn ich deine Protagonisten, Antagonisten oder auch Nebencharaktere fragen würde. Wie würden sie dich beschreiben?
Emma: Sie ist eine coole Freundin.
Macarius: Sie ist eine tolle Mutter und warmherzige Frau.
Feliz: Sie wirkt interessant und geheimnisvoll, stark und selbstbewusst, so wie ich Frauen mag. Die Zukunft auf dieser Welt gehört den Frauen und feministischen Männern. (Denn Feliz, der in Verdacht steht, der Leibhaftige höchstselbst zu sein, bezeichnet sich als Feminist.)
Wann stand die Idee eine Reihe zu schreiben? Stand es von vornherein fest, dass es ein Mehrteiler wird, oder haben die Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?
Der erste Band stieg von 0 auf 40 in die Top 100 der Amazon Kindle-Charts ein. Ich konnte es gar nicht fassen. Als dann die erste Aufregung nach einigen Tagen vorüber war, stand für mich fest, dass ich einen Nachfolgeroman schreiben würde. Obwohl der erste Band eine in sich abgeschlossene Geschichte mit Happy End ist, hatte ich schon beim Schreiben einige mögliche Anknüpfungspunkte für einen Folgeband gelassen. Dazu waren mir die Charaktere auch viel zu sehr ans Herz gewachsen. Ich wollte sie nicht gehen lassen. Sie sind wie eine kleine Familie in meinem Kopf. Zwischendrin brauche ich immer mal wieder etwas Ruhe vor ihnen, so wie man es auch bei richtigen Familien kennt, aber die Liebe wird immer andauern und es wird noch weitere Bände geben.
Wann kamen die Titel? Standen die im Vorfeld schon fest, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
Meistens habe ich im Vorfeld eine Idee, worum es gehen soll und daran richte ich auch den Titel aus. Oft ist es dann so, dass ich einige Titelmöglichkeiten aufschreibe und die ein bis zwei Tage ruhen lasse. Wie sich zeigt, habe ich dann immer eine Präferenz, die es schlussendlich auch auf das Cover schafft.
Wer ist denn der Coverdesigner?
Ich habe schon mit verschiedenen Coverdesignern weltweit zusammengearbeitet, aus Australien, Großbritannien, aus den USA, Österreich und auch Deutschland. Ich finde es immer wundervoll zu sehen, wie dieser kreative Flow in der Zusammenarbeit entsteht und im Endeffekt etwas Großartiges dabei herauskommt. Die Coverdesigner, mit denen ich bisher zusammenarbeiten durfte, sind allesamt äußerst professionell und sehr talentiert.
Bist du mit deinen Covern zu 100% zufrieden, oder würdest du nachträglich noch etwas ändern wollen?
Nein, allesamt wunderschön. Jedes einzelne ist treffend und macht mich sehr dankbar und stolz.
Zum Abschluss würden mich noch deine Lieblingszitate aus den Büchern interessieren.
Ich möchte mit einem leidenschaftlichen Zitat von Marcellus enden, welcher der Protagonist des vierten Bandes ist und ein wahrhaftiger Bad Boy. Wirklich. Er ist gekränkt, gefährlich, richtig düster und schlimmer als alle anderen. Ich liebe dieses Zitat sehr, weil man regelrecht spürt, wie die Funken sprühen zwischen ihm und Lucia, welche zu dem Zeitpunkt noch vor dem Altar mit einem anderen Mann steht. Sie steht also vorn in der Kirche, während er einer der Gäste ist, und er denkt:
Du stehst vorn am Altar und senkst schüchtern deinen Blick. Doch du bist keine fromme Braut, Lucia, keine unberührte italienische Katholikin, mit deinem Kreuz um dem Hals und deinem madonnenhaften Gesicht.
Du blendest sie alle mit deiner Schönheit und deiner Unschuld. Sie mögen dich vergöttern, aber ich werde dich beherrschen.
Danke für das Gespräch.
Von Herzen gern. Vielen Dank, dass ich noch einmal durch das Interview die Gelegenheit hatte, durch meine Bücher zu reisen.

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