Freitag, 7. Mai 2021

[Autoreninterview] June Reeler

Autoreninterview
June Reeler

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Mein Name ist Juliane Vogler. Ich habe Psychologie studiert und arbeite als Autorin und Journalistin in Berlin. Unter dem Pseudonym June Reeler veröffentliche ich Romane.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Meine Deutschlehrerin, vor der alle in der Schule einen Heidenrespekt hatten, weil sie so streng war und weil sie einen Doktortitel hatte, lobte mein Talent zu schreiben. Rückblickend glaube ich, dass dieses Kompliment die Weichen für meine Liebe zum Schreiben gestellt hat.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Meine Fantasy Romance-Bestseller-Reihe »Wedding Games« dreht sich um Luzifer (so mutmaßt die Presse jedenfalls, keiner weiß, ob er es wirklich ist …) und seine Anwälte, die natürlich allesamt ziemlich mysteriös, machtvoll, manchmal witzig und heiß sind. Außerdem habe ich noch fünf weitere Geschichten veröffentlicht, die im Bereich Romantik anzusiedeln sind. Insgesamt würde ich in Bezug auf meine Bücher sagen: Psychologie meets Belletristik. Meine Protagonisten schicke ich durch die Höhen und Tiefen des Lebens. Bestimmt verfluchen sie mich dafür, doch am Ende lohnt sich für sie die Auseinandersetzung mit sich selbst, weil sie gleichermaßen Liebe und Selbstliebe finden.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, ich schreibe gerade an einer modernen und leicht verrückten Romcom-Geschichte, welche die Herausforderungen der Frauen von heute aufgreift, zwischen der Sehnsucht nach Liebe und der Autonomie, die sie nicht aufgeben wollen, zwischen Romantik und sexuellen Abenteuern, zwischen dem Wunsch nach einer Familie und der Angst, beruflich den Anschluss zu verpassen. Außerdem warten Band 5 der Wedding Games-Reihe und ein psychologischer Ratgeber auf mich. Momentan bin ich allerdings journalistisch in so viele Arbeitsprojekte eingebunden, dass ich einfach nicht die Zeit finde, an meinen Büchern zu arbeiten. Aber bald geht es hoffentlich weiter.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Ich lese sehr gern und koche gemeinsam mit meinem Sohn. Viel zu häufig nehmen wir uns vor, gesunde asiatische Gerichte zu kochen, und landen dann doch wieder bei den kalorienreichen Klassikern wie Pizza & Co.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Aktuell lese ich das Buch von Michelle Obama, das mich sehr beeindruckt. Es gibt zu viele großartige Persönlichkeiten und Talente auf der Welt, als dass ich einen Lieblingsautoren benennen könnte.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Mein Mitbewohner hat mir einen wunderbaren Schreibtisch aus Holz gebaut. Dort sitze ich am liebsten, schreibe und blicke zwischenzeitlich herunter auf den Trubel der Berliner City.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Kaffee, erst einmal Kaffee. Dann lese ich etwas Meditatives und mache Yoga. Wenn nicht gerade eine Corona-Pandemie die Welt in Atem hält, bringe ich meinen Sohn zur Schule. Sollten es meine Termine erlauben, laufe ich gern bei vormittäglichem Sonnenschein durch den Berliner Kiez (Prenzlauer Berg etc.) nach Hause, ehe ich mich an meinen Schreibtisch setze und arbeite. Später hole ich meinen Sohn wieder ab, wir verbringen Zeit miteinander und manchmal arbeite ich danach noch etwas, bis die Abendzeit eingeläutet wird.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Ich lese gern Geschichten, Biografien, Fachbücher, Sachbücher, die mich persönlich weiterbringen, aus denen ich etwas für mein Leben mitnehmen kann. So versuche ich es auch, bei meinen Artikeln und Büchern zu halten. Ich möchte meinen Lesern immer etwas Ermutigendes mit auf den Weg geben. Wir teilen alle die gleichen Probleme und Zweifel miteinander, wir sind alle nur Menschen. Niemand muss sich über den anderen erheben. Jeder Mensch trägt seine eigene Geschichte mit sich und hat Respekt verdient.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Da gibt es mehrere, zwei fallen mir gerade ein:
Du kannst noch so oft an einer Olive zupfen, sie wird deshalb nicht früher reif. (Toskanisches Sprichwort)
Wir werden nicht weniger enttäuscht sein, nur weil wir glauben, darauf vorbereitet zu sein. (Das sagt Ophelia über den Schmerz der Zurückweisung in meinem Buch »Manhattansommertage«)
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Jedes Land auf der Welt hält unterschiedliche Eindrücke und seine ganz eigene Kultur bereit. Das finde ich faszinierend. Insgesamt zieht es mich eher in die wärmeren Gefilde als in den Norden. Ich brauche Sonne auf meiner Haut.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich übe mich darin, mit Kritik umzugehen. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, sie ließe mich unberührt.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Im psychologischen Fach- und Sachbuchbereich habe ich bei großen Verlagen Beiträge publiziert. Hinsichtlich der Romane habe ich mich gleich dafür entschieden, Selfpublisher zu sein. Mir gefiel das Gefühl der Kontrolle über meine Bücher.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Ich lade euch herzlich in meine Geschichten ein. Euch erwarten andersartige, spannende Storys voller Gefühl, Leidenschaft, Witz und Psychologie.

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