Samstag, 10. April 2021

[Reiheninterview] Nina Glück Reihe von Zoe Zander

   

Reihenvorstellung 

Heute treffe ich mich mit Nina Glück und ihrer Autorin Zoe Zander, um mit ihnen über die Reihe „Nina Glück“ zu sprechen.

Hallo, danke, dass ihr heute Zeit habt, um mit mir über die Reihe zu reden.
“Hallo und vielen Dank für diese Möglichkeit.“
Könnt ihr uns die Reihe, bestehend aus den Teilen „Nina Glück 1 – Glück auf Probe“, „Nina Glück 2 – Glück am Abgrund“, „Nina Glück 3 – Glück und Pech“ und „Nina Glück 4 – Glück im Spiel“ mit wenigen Worten vorstellen?
Zoe: Auch eine Kommissarin hat ein Privatleben und verfügt über eine Vergangenheit. Gerade diese holt Nina öfters ein, als ihr lieb ist und erschwert ihr die Arbeit. 
Nina: Ich muss mich beweisen, aber nicht als Polizistin, sondern als Mutter. Ich liebe meinen Sohn über alles – ebenso liebe ich meinen Beruf und gebe echt alles, um den Opfern zur Gerechtigkeit zu verhelfen. Doch manchmal hilft wahrlich nur Glück, um einen Fall zu lösen. Oder, um mich vor Schaden zu bewahren, wenn ich mir im Übereifer mal selbst das Bein stelle. Neben Mutter und Polizistin bin ich aber auch eine Frau. Und wie jede schon mal im Leben, treffe auch ich nicht immer die beste Wahl. Meine Vorlieben sind nicht jedermanns Sache, aber was ich nicht ausstehen kann, sind Lügner. Die hatten bei mir schon immer schlechte Karten und das lasse ich sie auch deutlich spüren.
Du als Charakter wachst mit deinen Aufgaben, entwickelst dich weiter, bestehst so manche Situation. Was glaubst du? Fällt es der Autorin leichter dich durch einfache, lustige oder durch schwierige, düstere Zeiten und Situationen zu führen?
Als wäre der Alltag einer Alleinerziehenden nicht schon schwer genug. Natürlich bevorzuge ich einfach gestrickte Aufgaben. Aber Zoe zeigt mir deutlich, dass sich einfache Dinge rasch zu einer Katastrophe entwickeln können. Dafür wiederum komplizierte Angelegenheiten wie von Zauberhand auf einfachstem Wege eine Lösung finden. Aber ich habe den Eindruck, als bevorzugte sie es, meinen Alltag gehörig auf den Kopf zu stellen. Manchmal möchte ich echt das Handtuch werfen. Und manchmal ihr direkt ins Gesicht.
Habt ihr Lieblingsstellen in der Reihe, die ihr uns gerne vorstellen würdest?
Zoe: Nina trägt ihr Privatleben nicht auf der Zunge. Sie versteck ihre masochistische Neigung nicht, aber sie hat bestimmt nicht damit gerechnet, sich outen zu müssen, um am Arbeitsplatz einen Konflikt aufzuklären. 
Nina: Das einzig Gute an meinem Ex ist unser gemeinsamer Sohn. Es kostete mich oftmals den letzten Nerv. Dennoch versuche ich mir die Wut und Verzweiflung nicht anmerken zu lassen, um Ben aus dem andauernden Rosenkrieg rauszuhalten. Lange Zeit hielten mir beide vor, ich hätte unsere Familie zerstört. Als mir dann Ben eines Tages gestand, dass er mit seinem Vater nie wieder etwas zu tun haben will, war ich erschrocken. Lange Jahre habe ich insgeheim darauf gehofft, dass es mal so weit kommen würde und dann, als es überraschend so weit war, fühlte es sich mehr nach Niederlage als nach Sieg an. Es war ein bewegender Moment, der mir viel zum Nachdenken gegeben hat.
Jetzt eine Frage direkt an die Autorin: Wie viel echte Zoe steckt in den Büchern oder dem ein oder anderen Charakter?
Gerade in der Glück-Reihe steckt mehr von mir als in jedem anderen meiner Bücher und Charaktere. Nina hat einiges erreicht und vor allem Schritte gewagt, zu denen ich noch nicht bereit bin.
Wie würdest du als Protagonist die Autorin beschreiben?
Nina: Ich merke, wie Zoe immer wieder versucht, mit den gängigen Vorurteilen aufzuräumen. Es gibt kaum eine Sparte im Alltag, die nicht davon betroffen wäre. Das Spannende ist, dass sie sich selbst immer wieder dabei erwischt, nicht ganz vorurteilsfrei zu sein.
Weißt du, Nina, wann die Idee stand eine Reihe zu schreiben? Stand es von vornherein fest, dass es ein Mehrteiler wird, oder haben deine Protagonisten ein Eigenleben entwickelt?
Dass Nina mehr als nur einen Fall zum Lösen bekommen würde, stand relativ schnell fest. Lange Zeit war nur eine Trilogie geplant, aber dann erkannte ich, dass Nina als Charakter sehr viel Potential in sich trägt. Man darf sich auf weitere Teile freuen. Vielleicht sogar bis in den zweistelligen Bereich.
Wann kamen die Titel? Standen die im Vorfeld schon fest, oder entwickelten sie sich im Laufe des Schreibprozesses?
Es war/ist unterschiedlich. Manchmal war der Titel die Grundlage der Geschichte, manchmal muss die ganze Story erst niedergeschrieben werden, um den Titel festsetzen zu können.
Wer ist denn der Coverdesigner?
Die Autorin Jeanette Peters
Bist du mit den Covern zu 100% zufrieden, oder würdest du nachträglich noch etwas ändern wollen?
Wir diskutieren manchmal lange, bis ein Cover steht. Es wird erst veröffentlicht, wenn ich zu 100% zufrieden bin.
Zum Abschluss würden mich noch eure Lieblingszitate aus den Büchern interessieren.
(Glück auf Probe) „Du bist eine Polizistin. Ich vertraute darauf, dass du mit Verbrechern klar kommst und dann muss ich erfahren, dass du dich von deinem Freund grün und blau schlagen lässt.“ 
(Glück am Abgrund) „Ich weiß, dass ich neben Iris nicht die Einzige bin, mit der du deine Freizeit verbringst. Das ist kein Thema für mich. Ich will jedoch meine Freizeit sonst mit keinem anderen teilen. Keinen einzigen der schönen Momente. Ich will nicht überlegen, bevor ich sage: „Erinnerst du dich …“ Ob die Erinnerung tatsächlich mit dir, oder dem anderen zu tun hat. Ich will nicht meine Gefühle teilen.“ 
(Glück und Pech) „Glaubst du, dass es gesund ist, mit vierzehn ein Kind zu bekommen?“ 
(Glück im Spiel) „Vielleicht hat dieser Gott bei Chantals Zeugung einen schlechten Tag gehabt? Die zwei Hände voll Oberweite waren bestimmt nicht als modisches Accessoire gedacht.“
Danke für das Gespräch.
Wir haben zu danken.

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