Mittwoch, 28. April 2021

[Autoreninterview] Stephanie Weichhold

Autoreninterview
Stephanie Weichhold

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Sehr gerne 😊 Ich bin Stephanie Weichhold, arbeite als Erzieherin und schreibe bereits seit dem Grundschulalter. Mein Lieblingsgenre ist definitiv Fantasy. Ich liebe es, in ferne Welten reisen zu dürfen. Ich lebe in Sachsen, zusammen mit meinem Mann und unseren vier Katzen.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich erinnere mich noch gut daran, dass wir einen Aufsatz schreiben sollten. Die Lehrerin sagte, er solle ca. 200 Wörter umfassen. Ich schrieb über 1000 Wörter. Es hat mir einfach Spaß gemacht und seit dem liebe ich es.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Da gibt es viele. Beispielsweise meine Tessa Reihe. In dieser Geschichte geht es um ein junges Mädchen, welches im Heim aufwächst, keine Freunde hat, da sie anders ist, als die meisten Mädchen. Irgendwann kommt ein weiteres Mädchen hinzu und sie freunden sich an. Als sie dann auch noch einen geheimen Gegenstand finden, beginnt die Reise. Plötzlich findet sie sich in einem ganz anderen Land wieder und muss ihre Familie, von der sie nichts wusste, vor einem bösen Magier retten.
Eine weitere Reihe ist meine Kinderbuchreihe Im Auge des Wolfes. Dort geht es um ein Mädchen namens Naya, das einen besonderen Freund hat. Sie soll für den König einige Aufgaben erfüllen, aber ihre eigentliche Aufgabe ist von viel größerer Bedeutung.
Des Weiteren habe ich zwei Einzelbände verfasst: Aurelia Die Sternenflüsterin. Sie muss einen Fluch brechen, um etwas zurück holen zu können, was sie schmerzlich vermisst und Kalinew Das Schicksal der schwarzen Elfe. Auch Hier geht es um ein Mädchen (Elara) welches mit einem Fluch zu kämpfen hat. Wenn sie sich verliebt, wird sie sterben.
Und dann gibt es noch meine Reihe: Die Legende der mystischen Krieger. Diese sind in Besitz magischer Waffen und Rüstungen. Gemeinsam müssen sie in fremden Welten gegen allerlei Bösewichte kämpfen.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja und wieder ist die Hauptrolle einem Mädchen gewidmet. Sie muss schreckliche Dinge erleben und aus ihrer Heimat flüchten. Mehr kann ich dazu aber noch nicht verraten, ohne zu viel zu sagen.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Ganz klar: Schreiben. Ich liebe es einfach. Wenn ich nicht schreibe, besuche ich Konzerte, reise gerne mit meinem Mann, Koche gerne oder bin im Garten aktiv.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Harry Potter ist natürlich mein Favorit, aber vor ein paar Jahren habe ich den Sternensandverlag für mich entdeckt. Dort gibt es so viele Schätze zu entdecken, dass man kaum mehr hinterherkommt, was das Lesen betrifft.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Am liebsten Schreiben – hm, eigentlich überall, Hauptsache ich fühle mich gut. Mein absoluter Lieblingspatz mit der meisten Inspiration ist aber ganz klar das Kölner Rheinufer mit dem wundervollen Dom in der Nähe. Irgendwie fasziniert mich diese Kulisse immer wieder neu.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Was ist normal? Das gibt es bei mir nicht. Manchmal wache ich nachts auf und muss an den Laptop oder mir zumindest irgendwo Notizen machen, da ich etwas geträumt habe oder beim Aufwachen einen interessanten Schatten gesehen habe. Hauptsächlich besteht meine Tagesaufgabe aber darin, Geschichten zu erfinden. Schreibend oder gedanklich. Als Autorin „arbeitet“ man quasi immer.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Fantasy und Fantasy
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Ignore your moods (Ignoriere deine Launen) und Put the hours in. Fans von Jimmy Kelly werden diese Sprüche kennen. Er hat sie bei seinen Vorträgen gesagt und ich habe sie verinnerlicht. Wenn man etwas erreichen will, sollte man alles dafür tun, damit dies auch gelingt. Im Allgemeinen kann ich seine Vorträge wärmstens empfehlen, auch wenn man kein Fan ist.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Irland und Spanien – das eine wundervoll grün, das andere hat die schönste Sprache der Welt und als drittes Land Iran. Ich war noch nie dort, aber die Familie meines Mannes lebt dort und deren Fotos sind ein Traum. Eines Tages werde ich aber ganz sicher dort hin reisen.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Kritik ist immer gut, wenn sie sachlich geäußert wird. Vor ein paar Jahren hatte ich mit bösen Kritiken zu meinen Büchern zu kämpfen, die aber keineswegs gerechtfertigt waren und noch dazu kam, dass ich genau wusste, dass diese Personen die Bücher nie erworben oder gelesen haben. Ich musste lernen, solche Angriffe nicht an mich heranzulassen. Mittlerweile kann ich damit ganz gut umgehen.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Ich wollte meine Geschichten mit anderen teilen und möglichst viel selbst bestimmen. Außerdem macht es mir sehr viel Spaß, mein Buch rundum wachsen zu sehen. Ich würde aber niemals nein sagen, wenn sich die Chance bietet, bei einem Verlag zu veröffentlichen.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Allgemein gesagt und nicht nur auf meine Werke bezogen: Gebt jedem Buch eine Chance, bewertet sachlich und kritisiert so, dass der Autor auch daraus lernen kann. Halbherzige Rezensionen, wie man es von vielen bereits gehört hat, bringen niemandem etwas. Zudem steht hinter jeder Geschichte auch ein Mensch, der jede Menge Herzblut in seine Werke steckt.

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