Montag, 5. April 2021

[Autoreninterview] Maria Anders

Autoreninterview
Maria Anders

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Hallo, mein Name ist Maria Anders und ich lebe in Berlin. Ich arbeite zurzeit hautberuflich im kaufmännischen Bereich und nebenberuflich als Autorin. Ich habe zwei Kinder, einen Hund und eine Katze und einen großen Schrebergarten.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich bin in der Elternzeit zum Schreiben gekommen. Erst habe ich Kindergeschichten geschrieben, dann 2011 einen ersten Roman. Weil ich mich danach schreibtechnisch schulen und weiterbilden wollte, habe ich an kurzen Lehrgängen teilgenommen und über eine Fernuniversität ein Journalismus-Studium absolviert. Erst danach fing ich an, weitere Romane zu schreiben.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Ich arbeite an zwei sehr unterschiedlichen Kinder- und Jugend-Fantasyreihen. Nämlich an „Nathan und der Kobold Tengu“ und an „Fry Fern“. Von beiden Reihen sind bislang jeweils zwei Bücher erschienen. In den beiden Koboldromanen geht es neben einem lustigen Koboldabenteuer auch nach London (Band 1) und Paris (Band 2). „Fry Fern“ ist eine Urban-Fantasyreihe, die sich an Kinder ab 10 Jahren richtet. Der Hauptprotagonist Fry ist ein adoptierter Junge, der zu seinem 12. Geburtstag ein Amulett geschenkt bekommt, das von seinen richtigen Eltern stammt. Wenig später erfährt er, dass sein richtiges Zuhause der Wetterplanet Lyrios ist.
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, ich arbeite sogar an mehreren Werken. Allein in diesem Jahr plane ich, vier weitere Bücher zu veröffentlichen. Doch diese vier Bücher werden alle im Genre: Romance oder Fantasy Romance angesiedelt sein. Ich werde sie unter meinem Pseudonym Tara Princeley veröffentlichen.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
In meiner Freizeit schaue ich Fantasy-Filme oder bin in meinem Garten, wo ich auch Gewächshäuser und Hochbeete habe und jedes Jahr eine Menge Obst und Gemüse ziehe. Da der Garten sehr groß ist, hat er natürlich auch eine Laube und Ruhezonen, wo man sich super entspannen kann.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Ich lese sehr viel. Auf alle Fälle auch täglich. Am liebsten lese ich Fantasyromane (mit einem Schuss Romance) oder Liebesromane, und zwar hauptsächlich von meinen vielen Facebook-Kolleginnen, mit denen ich vernetzt bin. Ich habe daher in meiner Facebook-Freundesliste nur Autoren oder Blogger. Durch diese Vernetzung sitze ich sehr gut am Schuss und bekomme Neuveröffentlichungen sofort mit.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Zum Schreiben brauche ich entweder totale Ruhe oder: Im Hintergrund muss leise ein Film laufen; allerdings muss es ein Film sein, den ich fast schon auswendig kenne, so dass er mich nicht vom Schreiben abhält. Ich brauche aber diese vertrauten Töne im Hintergrund, um arbeiten zu können. Ansonsten werde ich schneller müde. Witzigerweise könnte ich aber nie in einem Café oder draußen in meinem Garten schreiben (höchstens an meinem massiven Eckbanktisch innen in der Laube ).
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Um 8 Uhr fange ich an zu arbeiten, gegen 14:30 Uhr habe ich Feierabend. Und um 20:00 Uhr beginne ich mit dem Schreiben. Am Wochenende schreibe ich zweimal jeweils zwei Stunden irgendwie über den Tag verteilt, so wie es gerade passt.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Fantasy, Fantasy Romance, Romance lese ich in allen Kategorien. Meistens Young Adult oder Urban Fantasy. Was ich verabscheue ist Gewalt oder Gruseliges. Daher lese ich keine Krimis oder Gruselbücher. Da ich erst seit 2017 aktiv schreibe (also regelmäßig mindestens zwei Stunden täglich) bin ich eigentlich noch eine junge Autorin. Ich werde also bestimmt noch weitere Genre ausprobieren. Begonnen habe ich mit Kinder- und Jugendbüchern. Jetzt bin ich bei Young Adult angelangt. Mal schauen, wie es nächstes Jahr weitergeht. Vielleicht schreibe ich dann auch mal einen Cosy Crime.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
„Glaube kann Berge versetzen“ ist ein guter Spruch oder „In der Ruhe liegt die Kraft“. Letzteres lernt man vor allem auch durchs Schreiben.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ob Deutschland mein Lieblingsland ist, weiß ich nicht, aber vor allem ist meine Heimatstadt Berlin die Stadt, die ich liebe. Ich habe hier alles, was ich brauche. Berlin ist eine schöne Stadt mit einem guten Klima, mit vielen Seen und Waldstücken. Trotzdem pulsiert hier auch das Hauptstadtleben, wann immer man sich das wünscht. Ich bemerke bei mir aber eine wachsende Tendenz, dass die Protagonisten in meinen Büchern immer öfter besonders schöne Orte im Ausland ansteuern. Sei es London oder Paris, Tirol oder Neuseeland. Gerade Bücher machen es doch möglich, dass man „in ihnen“ verreisen kann.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Kritik hat immer ihre Berechtigung, aber sie sollte sachlich bleiben. Da ich ein ehrgeiziger Mensch bin, lerne ich gerne immer etwas dazu. Ich unterstütze auch gerne andere Kolleginnen durch Testlesen oder zur Rücksprache, und nehme das von denen auch gerne an. Ich finde, Kritik und Austausch unter schreibenden Menschen ist eine sehr wichtige Sache. Mir persönlich ist aber vor allem konstruktive Kritik wichtig, , dass ich die Kritik so weitergebe, dass der Betroffene etwas Positives dadurch erfährt.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Als Selfpublisher bin ich unabhängig und kann meine Werke dann veröffentlichen, wenn ich das möchte. Bei Verlagen muss man manchmal bis zu zwei Jahren warten. Ich schließe aber nicht aus, irgendwann auch wieder mit einem Verlag zusammenzuarbeiten. Aber in den nächsten zwei Jahren wohl eher nicht.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Lest Bücher! Lest ganz viele Bücher! Am besten täglich! Und verschenkt Bücher an eure Kinder und an eure besten Freunde! Ich selbst liebe Bücher, seit ich denken kann. Bücher waren oft meine besten Freunde, meine Seelentröster, meine Wissensgeber. Sie haben mich unterhalten, mich in fremde Welten und Zeiten entführt, mich stets auf neue Ideen gebracht und mich ermutigt oder sogar zum Lachen gebracht, wenn das „reale Leben“ mal zu trostlos geworden war. Bücher, auch gerade die gedruckten, muss es immer geben 😊 !!!

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