Dienstag, 27. April 2021

[Autoreninterview] Anders Alborg

Autoreninterview
Anders Alborg

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Von Hause aus bin ich Naturwissenschaftler, hatte schon immer Spaß am Spiel mit der Sprache in Wort und Schrift, und habe dann ein „zweites Leben“ begonnen als Autor, der seiner Fantasie jetzt vollkommen freien Lauf lassen kann.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich habe schon immer gerne geschrieben, habe mich in meinem „ersten Leben“ „warm geschrieben“ mit Fachpublikationen, nebenbei Kurzgeschichten und Essays verfasst, auch populärwissenschaftliche Ratgeber, und dann mit mehr Zeit habe ich mich meiner literarischen Liebe, dem Thriller, zugewandt.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
„Das Unikat“ Am Rande einer Tagung wird der Klonexperte Dr. Simon Haydeck von einem steinreichen Amerikaner angesprochen, den nur die wirklich ausgefallenen Dinge der Welt interessieren. Haydecks Neugierde und die unstillbare Sehnsucht, endlich den Olymp der Wissenschaften zu erklimmen, überspielen seine moralischen Bedenken. In einer als Landgut getarnten hypermodernen Forschungsstätte in Brandenburg wird ihm die Leitung eines gentechnischen Experiments übertragen, das an den Grundfesten des Lebens rüttelt. Aber sein Projekt weckt auch Begehrlichkeiten bei den wirklich Mächtigen dieser Welt, und er und seine Assistentin und Freundin Miriam werden in einen Strudel eskalierender Ereignisse gerissen, bis es nahe der Insel Usedom zum Showdown kommt. „Das Unikat-Flucht ins Leben“ zeigt Miriams und Simons Flucht mit dem geheimnisvollen Klon um die halbe Welt, während ihnen eine skrupellose Geheimorganisation und einer der gefährlichsten Militärapparate der Gegenwart schon auf den Fersen sind. Die biologische Zeitbombe tickt immer schneller, als die bei den Klon-Experimenten veränderten Gene beginnen, alle kalkulierten Grenzen zu überschreiten. , „Das Walhalla Projekt“ – wird ja von den Figuren erklärt?
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Ja, es wird diesmal ein Thriller, der nur in Berlin und seinem Umland spielt, dazu quasi in „Echtzeit“.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Musik als Gitarrist in einer Rockband (wenn es denn wieder Auftritte gibt), Tanzen, Sport auf dem Wasser und auf oder im Schnee.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Wenn ich dafür Zeit hätte, bin ich meistens selbst im Schreibfieber. Ich lese so Vieles gerne, Schätzing, Juli Zeh, Dan Brown
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Am liebsten bin ich mit Klemmbrett oder Laptop draußen in der Natur, lass mich inspirieren und versuche, so viel wie möglich davon aufzuschreiben und zu skizzieren. Und dann kommt die Realisierung am Computer.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Normale Tage habe ich nur sehr selten – ich folge meinem Gefühl, was meine Kreativität angeht und die Fähigkeit, sie in Texte umzusetzen, dann schreibe ich bis zur Ermüdung, fehlt die Inspiration, tue ich die handwerklichen Dinge, Recherche, Planung, Formatierungen etc. und dann sind ja auch die Social Media zu bedienen, oder Anfragen aller Art
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Beim Schreiben der Thriller, beim Lesen bin ich nicht so festgelegt, Hauptsache es ist gut geschrieben und die Story packt mich. Das kann auch mal Fantasy sein oder SF.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Aus dem Walhalla Projekt: Man muss eben wissen, wie weit man zu weit gehen darf.
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Ich mag verschiedene Länder, und sie verändern sich ja auch stetig. Vor Jahrzehnten war ich in Burma, heute Myanmar, ein Land, in dem damals die Zeit stehengeblieben war, und war unglaublich fasziniert von den Menschen und ihrer Lebensweise.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ja, nur durch fundierte Kritik kann ich mich weiter entwickeln; es darf allerdings auch begründetes Lob sein. Gut oder schlecht hilft mir nicht, ich möchte wissen, was ist missverständlich und warum, wie hätte die Leserschaft das lieber, passt die Figurenentwicklung, das Timing, die Wortwahl.
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Durch den Ausfall der Leipziger Buchmesse sind meine guten persönlichen Verlagskontakte sehr zäh geworden oder gar weggefallen, und ich wollte mein aktuelles Buch jetzt ohne weiteres Warten herausbringen, um mich an das nächste zu machen.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Gebt eure Freude am Lesen auch an andere weiter, die sich damit nicht so beschäftigen, weckt bei ihnen den Hunger auf spannende und gut geschriebene Bücher!

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