Mittwoch, 17. März 2021

[Protagonisteninterview] Imur aus "Diener des Ordens 1 - Das Zweigesicht" von C. Gina Riot



Protagonisteninterview


Ich treffe mich heute mit Imur aus dem Buch „Diener des Ordens – Das Zweigesicht“ von C. Gina Riot.

Hi, schön, dass du heute Zeit findest ein wenig mit mir über das Buch zu sprechen.
Ich war etwas überrascht, dass Ihr mich ausgerechnet hier treffen wolltet, doch zugleich schmeichelt Ihr mir, holdes Weib. Ein wenig Zeit kann ich Euch bieten, doch dann schlage ich mein Nachtlager auf. Nachtlager … an diesen Baumstamm werde ich meine müden Knochen legen.
Wie geht es dir heute?
Den Umständen entsprechend. Ich befinde mich mitten im Wald. Wir Zwerge sind an Gebirge und Fels gewöhnt. Dieser Wald engt mich ein. Und die Nebelgestalten jagen mir einen Schauder über den Rücken. Müde bin ich, doch der Wein ist ein treuer Gefährte. Wollt Ihr?
Würdest du dich meinen Lesern vorstellen?
Ich bin Imur aus dem Geról und ein Diener des Ordens, der dazu auserkoren wurde, gen Westen zu reisen. Vor langer Zeit kam ich aus dem Nordosten nach Wristangul. Habe ich Euch eigentlich schon von der Schlacht um Tarum Geról erzählt? Das würde den Rahmen sprengen, wohl wahr. Theologisch bin ich bewandert. Ich kenne viele Bräuche, Riten und Götterkulte der Erdenwelt, doch ich selbst habe keinen Gott, dem ich die Treue schwor.
Kannst bzw. darfst du uns verraten, wie du zu der Aufgabe gekommen bist, die du zu erfüllen hast?
Das war der Wille Aamhirs. Im Saal der wachenden Augen wurde ich dazu auserkoren, das Schicksal zu erfüllen. Gemeinsam mit dem Vaagtonhischen Krieger Neoron und der schönen Vahlagden, Lady Tikuur zogen wir von Wristangul los. Und wohin hat es uns gebracht? Ins Land der Nebelgestalten! Ich kann es nicht erwarten, aus diesen Wäldern endlich entflohen zu sein.
Was ist dein höchstes Lebensziel?
Ein Zwerg lebt für die Schlacht und na ja … das Festmahl danach. Seit ich dem Orden hier in Wristangul angehöre, empfinde ich es als meine Pflicht, die dreckigen Uszmiten aus diesem Land zu vertreiben und den Erben Ebrahims auf dem Thron sitzen zu sehen. Vor über 300 Jahren ist Ebrahim gefallen und der Erbe ist unauffindbar. Der Orden hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich den Intrigen im Rat, der Bedrohung des Reichs der Uszmiten zu stellen und den wahren Erben Wristanguls zu finden.
Wurdest du schon öfter vom Orden auf eine Mission gesendet? Und darfst du uns verraten, wie diese lautet?
Missionen gab es schon viele, doch ich konzentriere mich lieber auf die Geschehnisse dir vor mir liegen. Der Wille Aamhirs ist geheimnisvoll. Keiner von uns weiß, was wir zu tun haben, sind wir erst im Reich der Uszmiten angelangt.
Welche Stolpersteine und Hoppalas würdest du gerne aus deinem Leben eliminieren?
Die Uszmiten! Wer braucht sie schon, die dreckigen Uszmiten?
Wenn du einen Wunsch frei hättest, wie würdest du ihn verwenden?
Einen Wunsch? Ihr seid mir geschickt worden, um mir Wünsche zu erfüllen? Wenn das so ist, wünsche ich mir, endlich aus dem Land der Nebelgestalten zu entschwinden und ein Festmahl mit Met und Wein und Bier und Fleisch. Dann erzähle ich Euch in aller Ruhe die legendäre Schlacht um Tarum Geról, als wir die Uszmiten in die Flucht geschlagen haben.
Kannst du uns schon ein wenig verraten, was noch so passieren wird?
Wenn ich das nur wüsste. Der Auftrag Aaamhirs ist verschleiert. Womöglich weiß noch nicht einmal der Priester des Ordens selbst, was wir im Westen zu suchen haben. Ein langer Weg liegt noch vor uns und dieser ist tückisch. Mögen wir die Nacht überstehen. Mit diesen Nebelgestalten ist nicht zu scherzen.
Wer begleitet dich auf deine Mission und wer ist dir von deinen Begleitern am liebsten?
Ich reise mit Neoron, Sohn des Neuron, Wächter des Ordens, einem Vaagtonhischen Krieger, der mir nicht besonders wohlgesonnen ist. Vor Jahrhunderten verlor er seine Mutter in der Schlacht um Siebenstein und Tarum Geról, als wir Zwerge einfielen. Ich selbst war an dieser Schlacht nicht beteiligt, denn mein Leben dauert erst fünfzig Jahre an, aber der Krieger überdauerte die Gezeiten und ist dreihundert Jahre älter. Nun schreibt er mir eine Erbschuld zu. Lästig, sage ich Euch. Doch mit der Priesterin der Vahlagden, Lady Tikuur, verbindet mich eine besondere Freundschaft, die schwer in Worte zu fassen ist. Sie ist weise, liebreizend und gütig. Doch da wir gerade davon sprechen … wo ist Lady Tikuur?
Herzlichen Dank für deine Zeit.
Zeit … möge sie verstreichen und mir den rechten Weg weisen. Nun, was ist mit dem Wunsch, den Ihr mir anbotet? Oh, eine rhetorische Frage … schade. Doch es war mir eine Ehre, mit Euch zu sprechen. Wenn wir den Auftrag Aamhirs erfüllt haben, würde ich mich freuen, Euch wiederzusehen. Gehabt Euch wohl!

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