Montag, 8. März 2021

[Autoreninterview] Wolfgang Schwerdt

Autoreninterview
Wolfgang Schwerdt

Natürlich möchte ich als erstes wissen, mit wem meine Leser und ich es zu tun haben. Könntest du dich in eigenen Worten kurz vorstellen?
Ich heiße Wolfgang Schwerdt und gehöre bereits zu den etwas älteren Schriftstellersemestern, meinen Lebensunterhalt hatte ich vor dem offiziellen Ruhestand vor allem als freier Journalist bestritten und mich dabei auf die Themen Kulturgeschichte, Seefahrt und Umwelt konzentriert. Ach ja, und wer es noch nicht geahnt hat, ich habe eine Schwäche für Katzentiere aller Art.
Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich vermute mal über das Lesen, denn ich habe seit meiner Kindheit Bücher aller Art geradezu verschlungen und wollte weder Lokomotivführer noch Pilot, sondern eher Kapitän, vor allem aber Journalist werden.
Welche Bücher sind bis jetzt von Dir erschienen? Könntest du sie uns in max. 5 Sätzen beschreiben?
Es sind insgesamt mehr als 20 Bücher, Print, ebook, Verlag und Selfpublishing erschienen, viele davon Sach-/Fachbücher zu Kulturgeschichte und Seefahrt, aber auch die historischen Katzenromane, ein wenig Fantasy sowie Märchen und Sagen (mit viel Katz dabei)
Arbeitest du gerade an einem neuen Werk?
Eigentlich gerade an mehreren. Schließlich warten Schiffskater Pixie ebenso wie Schiffskater Rotbart jeweils auf ihren dritten Band, ein paar wissenschaftliche Beiträge zum Artensterben stehen aus und das eine oder andere der alten Bücher wollen eigentlich auch gründlich überarbeitet werden.
Wenn du Freizeit zur Verfügung hast, was machst du am liebsten?
Wandern, fotografieren, ein wenig digital art und Schiffsmodelle bauen.
Hast du auch Lieblingsbücher und einen Lieblingsautoren, mit denen du gerne einmal die eine oder andere Lesestunde verbringst?
Üblicherweise lese (und rezensiere) ich ja vor allem Sach- und Fachbücher, die zu den Inhalten meiner eigenen Bücher passen. Da spielen die Autoren nur eine untergeordnete Rolle. Bei den wenigen Romanen, zu deren Lektüre mir die Zeit bleibt, greife ich immer wieder gern auf die wunderbaren Bücher der leider verstorbenen Andrea Schacht zurück. Und dann gibt’s da noch mit Björn Larsson einen Autor, der mich vor allem mit seinen Werken „Long John Silver“ und „Der keltische „ Ring“ beeindruckt hat.
Kannst du uns deinen Schreib- und Arbeitsplatz beschreiben oder zeigen, wo du am liebsten schreibst und deine Ideen verwirklichst?
Na ja, es ist eine unaufgeräumte 12qm Butze mit viel Bücherregal, Schreibtisch voller Bücher und Papier (damit Autor immer etwas zum Suchen hat!), PC und Laptop (falls PC mal wieder updaten muss), Materiallager etc.. Hier kann ich übrigens sogar meinen Greenscreen für meine Youtube-Lesungsvideos aufspannen. Also arbeiten lässt es sich da schon.
Wie können wir uns einen ganz normalen Tag bei dir vorstellen?
Gar nicht, kann ich mir nämlich auch nicht. Ich gehöre nicht zu den diszipliniertesten und strukturiertesten Autoren, zumal ich festgestellt habe, dass es wenig Sinn macht, zu schreiben, wenn gerade nichts fließt. Also jeder Tag verläuft ein wenig anders, sowohl hinsichtlich der Aktivitäten als auch der zeitlichen Abläufe. Und wenn es fließt, geht’s auch schon mal rund um die Uhr mit dem Schreiben.
Was ist dein Lieblingsgenre beim Lesen, welches beim Schreiben?
Tatsächlich lese ich sehr gerne gut geschriebene Fachbücher, aber natürlich stehen auch immer wieder Katzenromane, Katzenkrimis auf meinem literarischen Speiseplan.
Hast du ein Lieblingszitat, nach welchem du in deinem Leben handelst? Und hast du ein Zitat aus einem deiner Bücher, welches deine Arbeit am besten beschreibt?
Ein wirklich passendes Zitat fällt mir für mich nicht ein, am ehesten vielleicht die eine oder andere Schiffskatzenweisheit meiner Protagonisten der Rotbartsaga wie z.B.: „Wer fauchen muss, hat schon verloren“, oder „Schnurren ist die höchste Form der Diplomatie“ oder „Wer sich nur auf seine Augen verlässt, wird zeitlebens blind sein.“
Hast du ein Lieblingsland und warum?
Nein, dazu gibt es zu viele spannende Länder. Einen besonderen und positiven Bezug habe ich allerdings zu Schottland, wo ich vor vielen vielen Jahren zusammen mit meiner Frau das eine oder andere wunderbare Abenteuer bestanden habe.
Bist du ein kritikfähiger Mensch oder wie gehst du mit Kritik im Allgemeinen um?
Ich kann Kritik durchaus vertragen, wenn sie eine echte Auseinandersetzung mit dem kritisierten Sachverhalt erkennen lässt. Für mich hat eine solche Kritik immer auch Lernpotenzial. Allerdings spielt hierbei natürlich auch die Form der Kritik eine Rolle „kritische“ Pöbelei wird entweder hart gekontert (z.B. auf FB) oder ignoriert (z.B bei Pseudorenzensionen) .
Warum hast du dich entschieden Selfpublisher zu werden und nicht zu einem Verlag zu gehen?
Ich habe ja schon einige Bücher im Verlag publiziert, das ist aber zumindest für die Bücher, die ich schreibe nicht unbedingt zielführend. Ich liebe es auch, meine Bücher zu gestalten und die Publikationsprozesse in eigener Hand zu haben. Und wenn ich dann sehe, dass sich mein persönlicher Aufwand hinsichtlich Korrektorat, Lektorat und Marketing auch im Verlag kaum noch von dem Aufwand als Selfpublisher unterscheidet, ist es wenig nachvollziehbar, weshalb ich mich nur wegen eines Verlagslabels mit lächerlichen Tantiemen abspeisen lassen und dafür auch noch Rechte abgeben sollte. Wie gesagt, das gilt für meine Genres bzw. Bücher, für andere mag es sich anders gestalten und auch für mich könnte es unter Umständen die eine oder andere Ausnahme geben.
Gibt es etwas, was du meinen Lesern noch mit auf den Weg geben möchtest?
Immer mal das Genre wechseln.

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