Mittwoch, 28. März 2018

[49/2018] Dreizehn von Mario Steinmetz



Das Buch "Dreizehn" wurde von M.H. Steinmetz verfasst und erschien 2018 im Papierverzierer Verlag.

Detective Sergeant Ethan Ward steht vor einem nicht ganz alltäglichen Fall. Es scheint, als hätte ein Geist alle Opfer umgebracht, denn es gibt keine Einbruchsspuren, nur grässlich zugerichtete Leichen mit mystischen Schriftzeichen überseht. Gemeinsam mit der Graphologin Natascha Horvat versucht er das Rätsel zu lösen, welches irgendwie mit der auf Foulness Island liegenden Courtsend Psychiatrie, die von Jewgeni Sergejewitsch Botkin, unter fragwürdigen Bedingungen, geführt wird.

Dem Autor gelingt es dem Begriff Horror eine ganz neue Bedeutung zu geben. Man kann sich der kaltblütigen Faszination der Brutalität und Ermordungen nicht entziehen. Man fliegt über Seite und Seite, will wissen, was als nächstes geschieht. Wenn man einen möglichen Täter gefunden hat, passiert meist etwas total unerwartetes.
Protagonisten wie Ethan Ward und Natascha Horvat sind mir sofort ans Herz gewachsen. Jeder aus einem anderem Grund. Während Ethan Ward an einem eigenen blutrünstigen Verlust zu kämpfen hat und dadurch scheinbar immer die besonders schwierigen Fälle im New Scotland Yard erhält. Fällt Unidozentin Natascha Horvat eher durch ihre verschrobene Art auf. Sie scheint etwas verpeilt, aber wenn sie sich einmal in eine Sache verbissen hat, dann bringt sie auch Ergebnisse. Die Insassen der psychiatrischen Klinik haben einen besonderen Reiz, während ich mit den Behandlungsmethoden eines Botkin gar nicht übereinstimmte, aber es perfekt zur Geschichte passt.
Der Schreibstil und die Wortwahl sind flüssig. Einmal mit der Geschichte begonnen, muss man einfach immer weiter lesen, denn man will einfach wissen, welche Bösartigkeiten und Irrsinn sich durch die Protagonisten verbreiten. Es gibt Wendungen, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen und welche, wo man denkt, es geschieht diesem Mann ganz zurecht. Weiter so. Wer allerdings mit Horror und blutigen Szenen nicht gut umgehen kann, dem sei von dem Buch abzuraten. Denn eines braucht man bei manchen Szenen tatsächlich. Einen sehr guten Magen. Doch wer wirklich blutigen Horror liebt, der wird dieses Buch einfach lieben.

Jeder, der gerne Horrorbücher liest muss einfach dieses Buch lesen. Und ich hoffe, dass noch viele solche folgen werden.

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