Donnerstag, 13. Juli 2017

[ebook] 6.Buch im Juli: Ein Leben im Zeichen der Buschbohne von Elisabeth Duncan



Das Buch "Das Leben im Zeichen der Buschbohne" wurde von Elisabeth Duncan verfasst und erschien 2017.


Marietta lebt ihr Leben, wie es gerade kommt. Als sie schließlich von ihrem Freund Thorsten verlassen und die WG aufgelöst wird, in der sie seit Jahren lebt, beginnt sie ihr Leben doch zu überdenken, denn ohne wirkliche Ausbildung, nur mit Matura und keinerlei Ambitionen irgendwas zu machen, scheint ihr Leben in einer Sackgasse zu stecken. Ihre Mutter überredet sie schließlich doch zu einem Studium, doch ein Fest bei Lucius, dem Waldschrat, verändert ihr Leben scheinbar wieder von Grund auf.


Der Autorin gelingt es ein wichtiges Thema, trotz allem sehr gut rüber zu bekommen. Denn jeder stand schon einmal vor dem Problem, was mache ich mit meiner Zukunft. Was mache ich? Lebe ich in den Tag hinein, oder suche ich mir meinen Traumjob, meine Traumwohnung und meinen Traumpartner und verbringe so mein restliches gut abgesichertes Leben? Vieles wird in diesem Buch kritisch hinterfragt, denn scheint es doch so frei zu sein, sein Traumleben, hat man sich trotzdem irgendwelchen Regeln oder Personen gebeugt, die einem sagten, was richtig ist.
Mit einer gehörigen Portion Kritik an das Leben und an passgenaue Menschen erlebt man in diesem Buch so manche kritische, aber auch schöne Situationen, die ab und zu trotz aller Ausweglosigkeit immer einen Funken Mut und Leichtigkeit beinhalten.
Marietta ist der Inbegriff eines lockeren, nichts überdenkenden jungen Erwachsenen, der alles mit einer Ruhe angeht, die man selbst nicht versteht. Aber je länger man das Buch liest, desto eher versteht man ihr Verhalten, ihre Intension warum sie ihr Leben nicht einem Diktat von oben herab unterstehen will. Denn man sieht es ja, dass es auch anders gehen kann, auch wenn es nicht gerne gesehen und nicht immer leicht ist.
Die Sprache und die Wortwahl sind klar, flüssig und locker leicht zu lesen, sodass man das Buch innerhalb weniger Stunden verschlungen hat. Man kann mit der Protagonistin auf eine Reise gehen, die einem oft zum Nachdenken, ja auch zum Umdenken anregt. Oft denkt man sich, eigentlich hat Marietta recht, warum machen wir das eigentlich alle so, warum nicht mal anders gedacht? Man kann mitfühlen, lachen, weinen, nachdenken und sich ärgern mit den Entscheidungen.


Jeder, der gerne Geschichten liest, die einmal anders, jenseits des Mainstream sind, ist mit dieser Geschichte super beraten. Ich kann es nur von ganzem Herzen empfehlen und ich hoffe, dass ich schon sehr bald wieder etwas von der Autorin zu lesen bekomme.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen