Sonntag, 18. Juni 2017

[ebook] 15.Buch im Juni: Drei Väter sind dann doch zu viel von Franziska Erhard

Das Buch "Drei Väter sind dann doch zu viel" wurde von Franziska Erhard verfasst und erschien in der 1. Auflage 2015. Mittlerweile erschien 2016 bereits die 2. Auflage.

Greta steht vor einem Problem, sie ist schwanger und hat die Auswahl zwischen zwei möglichen "Erzeugern", Marten oder Anton. Zusätzlich bietet sich überraschend Gregor an, der den offiziellen Vater und Freund spielen möchte. Wie weit kann man ein Netz auf Lügen und Halbwahrheiten bauen?

Die Autorin schafft es einen sofort mitten in die Geschichte hineinzuziehen. Die Geschehnisse sind oft so aufgebaut dass man sie auch in der Wirklichkeit so erleben könnte. Die Protagonisten sind alle so beschrieben, dass man sie auch tatsächlich so erleben kann.
Greta steht nach einigen doch sehr fragwürdigen Entscheidungen schließlich vor einem Konstrukt, welches sie schwer einreißen kann, ohne viele Menschen, die ihr mittlerweile viel bedeuten zu verletzen. Dies führt zu einem inneren Zwiespalt, den sie alleine fast nicht mehr überschreiten kann.
Gregor, welcher sich als offizieller Vater ausgibt, war mir zu Beginn nicht klar, warum er das macht. Es kann nicht nur als Liebe oder Mitleid passieren, aber irgendwie entwickelt auch für seine Sinne diese Geschichte ein Eigenleben, mit dem er nicht gerechnet hatte und die ihn auch vor einige Entscheidungen stellt.
Marten, ein möglicher Vater, bemüht sich der Vater der Träume zu sein, er liest sich ein und versucht sich auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Doch auch er stößt oft an seine Grenzen, da er in gewissen Situationen auch keinen Ausweg mehr sieht.
Anton, zieht sich als möglicher Vater fast vollständig zurück, aber irgendwie hat man durch die langjährige Freundschaft zwischen Greta und ihm das Gefühl, als ob die Beziehung laufen und funktionieren könnte.
Der Sprachstil und die Wortwahl in der Geschichte sind sehr gut gewählt und wie immer locker, flockig und witzig. Es ist eine kurzweilige, lustige Geschichte über eine Thema, über das niemand redet und in vielen Familien vorkommt. Ein gewisser Wortwitz und manche Situationen bringen den Leser dazu oft mit den Protagonisten zu lachen. Aber man kann sich natürlich auch in sie hineinfühlen und mit ihnen weinen, fühlen und die Situationen hautnah mit ihnen erleben.

Jeder der gerne Liebesgeschichten liest, sollte auf jeden Fall zu den Büchern von Franziska Erhard greifen, sie schaffen es immer wieder in düsteren Momenten einem ein Lächeln oder ein Lachen zu entlocken.

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