Donnerstag, 4. Mai 2017

#BerserksNähkästchen


Herzlich Willkommen an diesem wundervollen Freitag!

Ich begrüße euch zu meiner kleinen Plauderei aus dem Nähkästchen...


Worum geht es bei #BerserksNähkästchen? 
Diesmal wird es persönlich! 

Wir alle kennen das – Beziehungsprobleme. In Aurelia Veltens „Gekittete Herzen“ spielt Vertrauensbruch eine große Rolle. Die Protagonisten tun sich schwer, wieder zu kitten, was einst zerbrochen wurde. Hattet Ihr auch schon ein derart prägendes Erlebnis in einer Beziehung? Egal, ob ein gutes oder ein schlechtes Ereignis, wir sind neugierig – plaudert doch mal aus dem Nähkästchen! #BerserksNähkästchen 📍✂️


"Gekittete Herzen" von Aurelia Velten

Klappentext: 
"Vor fünf Monaten floh Ella Rossi aus Boston – mit gebrochenem Herzen und allerhand Selbstzweifeln im Gepäck. Zu Hause warten nur ein Medienskandal und Freunde, die sie plötzlich verachten. Das hat man wohl davon, wenn man mit einem Profisportler wie Marc Dean zusammen ist. Obwohl er Mist gebaut hat, liegt die Schuld in den Augen aller bei Ella.
Um ihr geliebtes Café weiterzuführen, kehrt sie schließlich zurück und muss schnell feststellen, dass sich ihr Leben komplett gewandelt hat. Manche Dinge ändern sich jedoch nie: Marc hat es sich in den Kopf gesetzt, alles wiedergutzumachen.
Als seine Freunde Wind davon bekommen, was vor fünf Monaten wirklich passiert ist, stehen sie hinter Ella und machen Marc das Leben schwer. Einst hätte Ella das sicher nicht so sehr genossen, aber genau das ist es gerade – sowohl sie als auch Marc sind nicht mehr dieselben wie früher …"

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Nun plaudere ich gleich einmal aus dem Nähkästchen.
Für mich ist Vertrauen in einer Beziehung extrem wichtig, und wenn man sich in einer Beziehung nicht auf den anderen verlassen kann oder so tief verletzt wird, dass man gar nicht mehr vertrauen kann, dann ist es vermutlich an der Zeit, die Beziehung zu überdenken.
Auch mich traf es einmal besonders hart. 
Mein damaliger Freund machte mit mir einen Ausflug nach Kärnten, doch während der Fahrt auf einmal, verdreht er die Augen und rast auf der Autobahn immer schneller werdend auf eine Baustelle zu. Geistiggegenwärtig greife ich ins Lenkrad, ziehe die Handbremse und drücke die Hupe. Gott sei Dank kennen sich die Lenker vor mir aus, weichen aus und Dank der rasenden Geschwindigkeit, die ich nur gleichbleibend auf 150 halten kann, da er sich total ins Gaspedal hängte. Nach einer unzählig langen Minute kam er endlich wieder zu sich und fuhr ohne weiteres Kommentar weiter. Kein Wort, keine Entschuldigung oder Erklärung.
Am Abend forderte ich eine Erklärung, da fing er an zu zetern und zu schimpfen, dass ich kein Vertrauen hätte und so eine Lappalie doch nicht so entscheidend sein kann in einer Beziehung.
Ich finde doch, dass mich so etwas angeht, wenn mich das mit der Autofahrt auch betrifft. Schließlich erfuhr ich, dass dies ein epileptischer Anfall war, und dies für uns beide natürlich lebensbedrohlich enden hätte können. Er sagte mir auch, dass er mir diese Krankheit nicht gestehen hätte wollen, da dies sein Leben ist, und mich das nichts angeht. Dies war für mich der auslösende Faktor, mich von ihm zu trennen, denn ich kann mit einem Freund leben, der Epilepsie hat, aber nicht mit jemanden, der mir das verschweigen will, weil sein Leben mich nichts angeht.
Ich finde sehr wohl, dass mich das angeht, denn es ist unser gemeinsames Leben, unsere gemeinsamen Kinder und unsere gemeinsamen Erlebnisse.
Nach Jahren hat er mich schließlich einmal angerufen und gesagt, dass nachdem seine Beziehungen zum wiederholten Male an genau diesem Punkt gescheitert waren, er endlich eingesehen hat, dass seine Krankheit doch auch seine Familie betrifft. Als er zu Beginn seiner nächsten Beziehung offen seine Krankheit auf den Tisch legte, war die Beziehung auf festen Säulen aufgebaut.
Was will ich damit sagen, immer die Karten auf den Tisch legen, nur so kann eine Beziehung wachsen und gedeihen.

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