Donnerstag, 25. Mai 2017

[ebook] 13.Buch im Mai: So weit uns Träume tragen von Christiane Lind



Das Buch "So weit uns Träume tragen" wurde von Christiane Lind verfasst und erschien im Mai 2017 in der 2. Auflage und unter neuem Titel. Die erste Auflage erschien unter dem Namen "Weiße Rosen und die Titanic".

Paula von Sablonski und Luise Depner sind seid ihrer Jugend die besten Freundinnen, schließlich leben sie auch ihren Traum in Berlin. Während Paula auf der Bühne steht, arbeitet Luise als Schneiderin am Theater. Als eines Tages mehrere Schicksalsschläge, wie Verlust der Arbeit, Kündigung der Wohnung und ein gefälschter Wechsel, auf die beiden einprasseln, entscheiden sie sich die Einladung von Percy Swift nach Amerika anzunehmen. Dieser schickte ihnen zwei Tickets erster Klasse für die Titanic. Voller Freude beginnen sie nun diese Reise, doch eine Intrige eines alten Bekannten scheint die Reise zu überschatten.


Der Autorin gelingt es einem in eine Szenerie hineinzuversetzen, dessen Ausgang man für das Schiff zwar kennt, aber mit neuen, interessanten Charakteren, welche die Geschichte spannend und interessant machen. Denn vieles überraschendes kann passieren in dieser Zeit, kurz vorher und auch auf dem Schiff auf engstem Raum. Ohne zu viel vorweg nehmen zu wollen erhält der Leser nicht nur einen klassischen Titanicroman, sondern durchaus auch eine Liebesgeschichte und auch eine spannende Geschichte zum Miträtseln.
Man kann mit den Protagonisten die ganze Geschichte über miträtseln, lachen, fürchten, hoffen und auch ab und zu vor Schreck erstarren. Paulas Zerrissenheit, als sie den alten Bekannten und ihre Verpflichtung gegenüber ihrer Familie erkennt, ist schon fast schmerzhaft. Denn einerseits will sie die freie, eigenständige Schauspielerin bleiben, andererseits muss sie sich fast, des Standes wegen ihren Verpflichtungen fügen. Auch die tiefe Freundschaft zwischen ihr und Luise zu sehen, bringt die Geschichte immer wieder zu einem Punkt, wo man über Freundschaft nachdenken kann und soll.
Die Wortwahl und die Sprache ist für die Geschichte sehr passend, sie reißt den Leser, Kapitel für Kapitel mit. Man möchte wissen, wie es mit Paula und Luise weitergeht. Sehr förderlich für die Kurzweiligkeit des Buches ist auch die sehr geringe Kapitellänge. Man fliegt förmlich durch die Seiten und erlebt die Geschichte einfach mit.
Geschickt wird mit der Situation des ja bereits bekannten Endes umgegangen. Denn die Geschehnisse an Bord und mit Paula und Luise sind meist noch interessanter, als der Untergang der Titanic.

Wer gerne Geschichten über die Titanic liest, muss einfach zu diesem Buch greifen. Aber auch Leser, die gerne Spannung, Liebe, Hass, Eifersucht oder auch Freundschaft in ihren Büchern vorfinden werden all dieses in diesem Buch vorfinden.

Mittwoch, 24. Mai 2017

[Protagonisteninterview] Liebe auf den ersten Blitz von Martina Gercke



Protagonisten-
Interview
Liebe auf den 
ersten Blitz



[Wir befinden uns in Schottland. Wir warten im Thrissel House auf die Protagonisten Jay und Holly aus dem Buch "Liebe auf den ersten Blitz" von Martina Gercke. Mistress MacDonald hat einen kleinen Imbiss für uns vorbereitet. Da kommt Holly zu Fuß und Jay auf einer Harley angebraust.]

Chrissie, Claudia und Saskia: Herzlich willkommen zu diesem Interview, Holly und Jay, es freut uns, dass ihr Zeit gefunden habt mit uns zu sprechen. Wie geht es euch heute?
Holly: „Ganz wunderbar. Das Cottage ist einfach ein Traum. Ich kann mich nicht erinnern jemals so schön gewohnt zuhaben. Der Blick von hier auf das Meer ist unglaublich schön.“ Holly wirft Jay einen verklärten Blick zu.  „Außerdem haben wir ziemlich Glück mit dem Wetter. Wir waren heute den ganzen Tag in Dunvegan Castle am Fotografieren für die Sonderausgabe der StarTouch. Man kann sagen, dass es besser nicht sein könnte.“
Jay nickt und deutet auf den Teller vor sich. „Du hast das gute Essen vergessen.“ Er lacht. „Mistress MacDonald verwöhnt uns ziemlich mit Leckereien aus ihrer Küche ...“
„Und bestem Whisky“, unterbricht Holly ihn.
Jay schmunzelt breit.

Claudia: Wie würdet ihr euch denn gegenseitig mit drei Wörtern beschreiben?
„Ich fange an!“, meldet sich Holly und grinst.  „Jay Alexander ist sexy, wild und geheimnisvoll.
„Du findest mich also geheimnisvoll und sexy!“ Er zwinkerte ihr zu.
„Du hast wild vergessen!“, lacht Holly und ihre Augen funkeln vergnügt.
„Für mich ist Holly eine Modeprinzessin, sexy und intelligent.“ Er streicht ihr liebevoll eine Strähne aus dem Gesicht.

Claudia: Jay, Holly, könnt ihr uns etwas über euer allererstes Zusammentreffen erzählen?
Holly lacht. „Schrecklich! Ist das Wort, das es am besten trifft. Jay hat sich mir gegenüber wie ein absoluter Idiot verhalten.“
„Und du dich wie eine total Zicke“, wirft Jay dazwischen. Sie lachen beide.
„Nein im Ernst, wir haben uns fürchterlich gestritten. Jay ist der totale Macho gewesen – aber irgendwie auch sexy.“
„So. So.“ Jay streicht sich über sein Kinn. „Ich fand dich ganz schön selbstbewusst – eine richtige Kratzbürste.“
„Wirklich?“
„Absolut!“, nickt Jay.

Chrissie [greift die Antwort auf]: Hast du als Kind/Teenager schon so einen Wert auf Mode und Fashion gelegt? Wie bist du dazu gekommen?
Ich war als Kind ein ziemliches Pummelchen und modisch nicht gerade ganz weit vorne.“ Sie lacht. „Ich bin bei meiner Großmutter groß geworden – eine strenge Frau mit Prinzipien, Kleidung musste in ihren Augen zu aller erst mal praktisch sein. Ich war modisch gesehen sozusagen ein Spätzünder. Erst durch meine Freundin Bridget bin ich auf den Geschmack gekommen. Bridget hat mich völlig umgekrempelt und mir ein neues Styling verpasst. Danach war ich ein anderer Mensch und wurde auch von meinen Mitmenschen so wahrgenommen. Ab dem Moment wusste ich, dass ich etwas mit Mode machen möchte, um anderen Frauen, die sich in einer ähnlichen Situation wie ich damals befinden zu helfen ihren Stil zu finden.“

[Saskia flüstert mit Chrissie und die nächste Frage kommt wie aus der Pistole geschossen.]

Chrissie: Führe uns doch Mal durch virtuell durch dein WG Zimmer. Was sind deine Lieblingssachen die für dich auch einen emotionalen Wert haben? Welche Teile würdest du retten, wenn das Haus brennt, du kannst aber nur drei Dinge mitnehmen.
„Ich habe einen wunderschönen hellen Raum und ein traumhaftes breites Bett. Aber das schönste an meinem Zimmer ist mein Kleiderschrank, indem einige wirklich kostbare Teile aus Modeproduktionen hängen, mit denen ich viele Erinnerungen verknüpfe.“
Jay verrollt die Augen. „Ich habe es doch gesagt, sie ist eine Modeprinzessin!“

Holly versetzt im einen sanften Stoß in die Seite.

„Ich habe ganz viele Lieblingssachen, deshalb ist die Frage sehr schwer für mich zu beantworten.“ Sie überlegt einen kurzen Moment. „Da wären einmal die Handschellen meiner Freundin Abby. Dazu muss man wissen, dass Abby Polizistin ihrer Majestät der Queen ist und ihren Job ziemlich ernst nimmt. Dass sie mir ihre Handschellen geschenkt hat, ist ein absoluter Liebesbeweis.“ Holly lacht laut auf. „Mein zweites Lieblingsstück ist ein Seidenschal von Hermes, den ich auf meiner ersten Modeproduktion geschenkt bekommen habe. Mein größter Schatz jedoch ist das Hochzeitskleid meiner Mutter. Meine Großmutter hat für mich aufgehoben.“ Sie blinzelt verschämt. „Wenn ich einmal heirate dann muss es in diesem Kleid sein.“

Saskia: Holly, da fällt mir noch folgende Frage ein. Nämlich wie passt eure neue Mitbewohnerin in der WG zu euch und wird sie von dir in Modefragen unterstützt?
„Zoey ist ein ganz besonderer Mensch und passt einfach wundervoll in unserer WG.  Sie hat ein paar Kilo mehr auf den Rippen, aber ich finde das stört überhaupt nicht – ganz im Gegenteil! Als Köchin ist Zoey ein absoluter Genussmensch. Für sie ist Essen etwas sinnliches, deshalb ist er auch so gut in ihrem Job.
An ihrem Stil jedoch, muss ich noch ein bisschen arbeiten. Das ist meine nächste selbstgestellte Aufgabe, wenn ich wieder zurück in London bin. Ich werde mit Zoey losziehen und ihr ein neues Styling verpassen, das ihren weiblichen Körper besser in Szene setzt.“ Holly grinst verschmitzt. „Ich bin mir sicher, dass sich die Männer reihenweise nach ihr umdrehen werden – denn weibliche Rundungen sind in zu aller erst eins – absolut sexy. Ich finde es schade, wenn sich Frauen wie Zoey, ihre Figur in übergroßen Teilen verstecken. Mein Motto in dieser Hinsicht lautet: Mädels, zeigt den Kerlen was ihr habt!“

[Jay verdreht die Augen und verlässt kurz den Tisch, um uns etwas zu trinken bei Mistress MacDonald zu besorgen]

Claudia: [an den gerade wieder an den Tisch eintreffenden Jay gewandt] Was dachtest du über Holly, die Auswahl der Models und dem Setting in Schottland, Jay?
Ich fand, dass sie eine gute Auswahl getroffen hatte, aber nicht die, die ich treffen würde. Ich mag diese typischen hübschen Modellgesichter. Wie heißt es immer so treffend: Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Ich muss ein Gesicht sehen und darin eine Geschichte erkennen, dann wird es für mich interessant. Ich möchte mit meinen Fotografien nicht nur irgendein Modefoto machen. Ich möchte das die Menschen meine Fotos betrachten und sich fragen, welche Geschichte dahinter steckt.“

Saskia: Was habt ihr im Flugzeug und bei der Ankunft in Schottland gedacht, als ihr euch auf einmal gegenübergestanden seid?
„Das kann doch wohl nicht wahr sein, war mein erster Gedanke“, entgegnet Holly, wie aus der Pistole geschossen. „Der letzte Mensch mit dem ich zusammen Auto fahren wollte, war Jay.“
„Ich dachte nur, was für eine glückliche Fügung“, grinst Jay schief.

[Mistress MacDonald kommt kurz an den Tisch, um nach den Rechten zu sehen und Jay auszurichten, dass das Shooting so wie geplant stattfinden kann.]

Claudia: Wie habt ihr das Setting für das Shooting eigentlich gefunden? Es ist ja doch kein üblicher Platz.
„Ehrlich gesagt, war das purer Zufall. Ich hatte die Aufgabe in Schottland zu produzieren und da ich noch nie in Schottland war, habe ich den einzigen Schotten angerufen, den ich kenne – Sam MacLeod. Sam lebt mit meiner Freundin Cassie zusammen. Er hatte die Idee mit Dunvegan Castle und hat sofort alles in die Wege geleitet. Also Sam, solltest du das lesen, nochmals vielen Dank für deine Hilfe.“

Chrissie, Saskia und Claudia: Welche Gegenden und Sightseeingplätze haben euch am besten gefallen und warum habt ihr euch gerade für diese Plätze entschieden. Bzw. welche Plätze würdet ihr unseren Lesern besonders empfehlen wollen?
„Der schönste Ort waren für mich die Fairy Pools - Feen Pools.“ Eine zarte Röte bildet sich auf Hollys Wangen. „Ich finde dieser Ort hat etwas Magisches. Die Landschaft ist noch völlig unberührt und man hat das Gefühl ganz alleine auf der Welt zu sein. Und natürlich Thrissel Cottage. Die Lage und der Ausblick sind einfach einmalig..“

[Aufgeregt flüstern Chrissie, Saskia und Claudia miteinander, denn einige wichtige Fragen wurden noch nicht gestellt.]

Chrissie: Holly, du bist ja oft auf Modenschauen und Shootings mit dabei. Würdest du nicht auch gerne Mal selber mitlaufen oder das Shooting von der anderen Seite der Kamera miterleben wollen?
„Ehrlich gesagt nein. Ich stehe nicht so gern im Mittelpunkt, auch wenn das manche Menschen von mir denken. Ich finde es schöner hinter der Kamera zu stehen. Davon abgesehen hätte ich gar nicht die Figur dafür.“
„Blödsinn, du hast eine Topfigur“, widerspricht Jay.
„Bitte zieh’ deine rosarote Brille niemals ab“, entgegnet Holly lachend. „Nein, wirklich im Ernst. Mit meiner Kleidergröße 38 bin ich für das Business viel zu kurvig und ich habe keine Lust mich auf Size 0 herunter zu hungern.“

Saskia: Würdet ihr gerne noch einmal miteinander arbeiten wollen?
 „Ich bin zur Zeit noch bei der StarTouch angestellt und deshalb nicht so frei wie Jay. Aber wer weiß, was die Zukunft für uns bringt. Mein Traum wäre es zusammen mit Jay eine Fotoreise in Afrika zu machen.“ Holly blinzelt Jay glücklich an. „Auf jeden Fall hat uns Ronan Harris mein Chef schon die Zusage für eine weitere gemeinsame Produktion in Paris gegeben. Damit geht für mich ein Mädchentraum in Erfüllung.“
Jay nimmt Hollys Hand und drückt sie. „Mit Holly zu arbeiten ist mein Traum. Der Rest ist mir egal.“

Chrissie, Saskia und Claudia: Danke für die hilfreichen Tipps und das sehr interessante Interview.
Holly: „Die Freude liegt ganz auf unserer Seite. Es hat Spaß gemacht eure Fragen zusammen zu beantworten – das war auch unser erstes gemeinsames Interview.“

Jay: „Stimmt und hoffentlich nicht das Letzte, was wir gemeinsam führen. Was haltet ihr davon, wenn wir euch noch auf einen Whiskey in unser Cottage entführen? Dann können wir euch noch Dexter unseren Kater vorstellen?“

Hier wollt die Interviews meiner 2 Bloggerkolleginnen auch lesen?
Besucht Saskia unter https://www.facebook.com/SassesReichderBuecher/posts/1903087373237278?hc_location=ufi
Und Chrissie unter http://christina-kempen.de/2017/05/24/romancewoche-protagonisten/

Montag, 22. Mai 2017

[ebook] 12.Buch im Mai: Dunkellicht von Martin Ulmer



Das Buch "Dunkellicht" wurde von Martin Ulmer verfasst und erschien 2014 im Papierverzierer Verlag.


Ein Aufruhr geht durch die Logen und Orden Deutschlands, etwas Unbegreifbares scheint die Macht an sich reißen zu wollen. In dieser Zeit des Umbruches treffen nun Johannes Sturm, Mitglied im Orden des Lichtes, Antoine Chevallier, Mitglied im Orden der Dunkelheit, Ella und Martus Wolf, Mitglied der Magiker aufeinander. Obwohl eigentlich Feinde, schließen sich diese zusammen.


Dem Autor gelingt es mit seinem Buch einem gleich in den Bann zu ziehen. Ab der ersten Szene ist man mittendrin und voll dabei. Zunächst war ich über die wechselnden Protagonisten und Handlungsplätze überrascht, aber es macht sein eigenes eine Spannung aufzubauen. Man hetzt mit den Protagonisten durch eine Situation zur nächsten und findet fast nie eine Möglichkeit zu verschnaufen.
Die Sprache und die Wortwahl sind für einen Mysterythriller dieser Art vollkommen richtig gewählt und auch der Spannungsbogen wird gut aufgebaut und auch bis zum Schluss gehalten. Manche Wendungen kamen für mich total überraschend. Aber alleine die Geschichte mit den Orden, Magikern, den anderen Wesen und Büros sind eine spannende Abwechslung zu sonstigen Büchern.


Wer gerne Mysterythriller liest, ist hier wirklich gut beraten, dieses Buch zu lesen. Es enthält viele verschiedene Facetten, welche die Spannung hochhält und einem auf Band 2 der Trilogie zufiebern lässt.


[Protagonisteninterview] Pete - Sturmwolken von Annie Stone








Protagonisteninterview

Pete – Sturmwolken

von Annie Stone




[Wir sitzen mitten in einem wunderschönen Park in London und warten auf Pete und Rose. Nach einiger Zeit sehen wir sie aus verschiedenen Richtungen herbei eilen und unser Interview kann beginnen.]

Claudia: Hallo Pete, hallo Rose. Danke, dass ihr euch heute Zeit genommen habt um dieses Interview mit euch führen zu dürfen. [Svenja und Doris begrüßen die beiden ebenfalls]
Rose: Vielen Dank, dass wir kommen durften. [Greift nach Petes Hand, der sie anlächelt.]
Pete: Dafür nehmen wir uns immer Zeit.

Svenja: Wie geht es euch heute?
Pete blickt Rose an: Uns geht es sehr gut. Das letzte Jahr war … nun ja … dramatisch.
Rose grinst: Das ist sehr diplomatisch ausgedrückt.
Pete: So bin ich. Immer diplomatisch.
Rose: Das war eigentlich noch nie eine deiner Qualitäten.
Pete: So? Was sind denn dann meine Qualitäten? (Rose steigt die Hitze in die Wangen.) Versteh schon, Baby …
Rose lacht verlegen: Das meinte ich gar nicht. Aber um mal wieder auf die Frage zurückzukommen: Uns geht es gut. Mir geht es gut.

Claudia: Sehr schön! Das führt mich gleich zur nächsten Frage. Woher kennt ihr euch eigentlich?
Pete: Wir kennen uns eigentlich schon immer. Sie ist die Schwester meines damaligen Kumpels. Keine Ahnung, wann haben wir uns zum ersten Mal gesehen?
Rose: Das war an eurem ersten Schultag. Jensen hat dich mit nach Hause gebracht.
Pete grinst: Ach ja, richtig. Und du warst in der ersten Sekunde in mich verknallt.
Rose: Pff, das halte ich für ein Gerücht. (Pete streichelt ihre Hand.)
Pete: Oh doch, so war es. Aber ich bin ja auch einfach wunderbar. (Pete lacht bei diesen Worten.)
Rose: Oh, bitte! (Sie schaut ihn an.) Naja, stimmt aber schon. Du hattest damals diese wunderbaren Haare. Nicht diese Stoppeln. (Er streicht sich über den fast kahlen Kopf.) Ich wollte nichts mehr, als meine Hände in ihnen vergraben.
Pete: Das hast du auch häufig genug getan.
Rose: Jetzt geht das ja nicht mehr.

[Svenja macht mit einem kleinen Räusperer auf sich aufmerksam]

Svenja: Könntet ihr euch gegenseitig mit drei Worten beschreiben?

Rose: Drei Worte? Die sind nie genug für sein Ego.
Pete: Meine drei Worte sind: wunderschön, klug und stark.
Rose lächelt ihn an: Das hast du aber schön gesagt!
Pete: Ich bin eben ein Charmeur.
Rose: Eingebildet fällt mir da als erstes Wort ein.
Pete: Mrs. Calhoun, du bist mal wieder unglaublich nett.
Rose lacht: Sexy wäre mein zweites Wort.
Pete: Schon besser.
Rose: Und mein drittes Wort? (Sie schaut ihn von der Seite an.) Mein drittes Wort ist loyal.
Pete: Das ist ja langweilig.
Rose: Langweilig? Nein, ganz und gar nicht. Es bedeutet, dass ich mir in meiner Seele sicher bin, dass du mir niemals wehtun wirst, dass ich immer deine höchste Priorität bin und dass du für die, die du liebst, alles tun würdest. (Pete zieht ihre Hand an die Lippen und küsst sie sanft.)


[Doris sieht uns an und stellt die Frage an Pete, welcher wirklich gerade zum Anbeißen aussieht]

Doris: PETE, da drängt sich mir die Frage auf, wann du Rose das erste Mal als Persönlichkeit wahrgenommen hast und nicht nur als Schwester von deinem Kumpel? Hat sich die Anziehung schleichend entwickelt oder war sie plötzlich da?
Pete: Ich weiß das gar nicht so richtig. Sie war jahrelang einfach der Kürbis. Sie war zwar da, aber irgendwie unsichtbar. Ihre Brüder … (Ein Anflug von Wut zeigt sich auf seinem Gesicht.) … haben sie nicht besonders gut behandelt. Und ich … (Er nickt ein wenig beschämt.) … ich auch nicht. Nicht, dass ich Dinge gesagt hätte, die sie verletzt haben, aber ich habe sie nie beachtet. Wie ein Großteil ihrer Familie auch nicht. Und ich denke, dass ist noch verletzender, wenn man einfach nicht als Mensch wahrgenommen wird. Und dann … Dann habe ich sie spielen hören. Irgendwas hat mein Herz berührt. Ihr Können war so wahnsinnig enorm und das Lied, was sie ausgewählt hat, hat mir selbst so viel bedeutet. (Er streicht sich erneut über den Kopf.) Naja, und dann habe ich angefangen, sie zu sehen. Nicht ihr wunderschönes Äußeres, sondern ihr Inneres. Ihr Herz. (Er blickt seine Frau an, deren Augen feucht glänzen.)

Doris: Rose, wenn man das so aus dem Mund von Pete hört möchte ich gerne wissen, in welcher Rolle du dich in der Familienstruktur gesehen hast und in welcher Position du dich heute siehst? Interessant wäre für uns sicher auch, was sich für dich durch die Ereignisse verändert hat.
Rose: Ich habe mich nicht zugehörig gefühlt. Meine Familie war so laut und so selbstbewusst und alle strotzten nur so davon, ihre eigene Meinung möglichst durchzuboxen. Ich war schüchtern und ruhig und habe mich in dieser unglaublich lauten Familie nicht wohl gefühlt. Mom hat es verstanden, hat gesehen, dass ich eben anders bin. Dass ich andere Dinge brauche, um glücklich zu sein. Aber alle anderen konnten mit meinem Anderssein nicht umgehen, weswegen sie mich terrorisiert haben, wann immer es ging. Und Dad hat mich einfach kaum beachtet. Und heute? Ich weiß es nicht. Es ist so unglaublich viel passiert. Ich denke, ich bin noch dabei, meine neue Rolle zu definieren. Ich habe immer so viel gegeben, habe die Bedürfnisse der anderen über meine eigenen gestellt, habe gedacht, je mehr ich gebe, desto mehr werde ich angenommen. Aber das … nun ja … das hat sich als Irrtum herausgestellt. Stattdessen habe ich allen erlaubt, einfach über mich hinweg zu trampeln.
Pete: Baby …
Rose schüttelt den Kopf: Nein, schon gut. Ich denke, dass ist eine der Lektionen, die ich lernen musste. Man kann nicht immer nur an andere denken. Wenn man sich selber nicht für wichtig hält, tut es auch kein anderer. Aber ich bin wichtig.
Pete: Für mich bist du perfekt.
Rose: Ich weiß, aber es nützt nichts, wenn du das weißt. (Sie legt ihre freie Hand auf ihre Brust.) Ich muss es auch wissen, hier drin. Und das dauert. Es dauert, alte Verhaltensweisen abzulegen, neue zu erlernen. Nach einem Leben, in dem ich mich selbst immer für meine Familie zurückgenommen habe, ist es schwer, mich zu ändern.

Svenja: Pete, was macht Rose für dich zu einem besonderen Menschen?
Pete: All das, was sie gerade gesagt hat. Sie hat so ein großes Herz, so viel zu geben, sie ist so ein unglaublich bewundernswerter Mensch. Und dass sie es selbst nicht sieht, macht sie noch liebenswerter. Aber in ihr lodert auch so ein Feuer. Ein Feuer, dass sie nicht vielen zeigt, dass nur die kennen, denen sie voll und ganz vertraut. (Er streichelt über ihre Hand.) Ich bin verdammt froh, dass ich einer von diesen bin.

[Doris sieht nun wieder auf und stellt die nächste Frage.]

Doris: Gab es für euch eine Konstante, welche euch durch schwere Zeiten geleitet hat?
Pete: Ich denke, die Tatsache, dass wir uns schon so lange geliebt, uns so lange vertraut haben. Ich mache da keinen Hehl draus. Sie hat mich durch die Hölle geschickt. Aber sie hat es nicht aus böser Absicht getan. Nein, in ihrer verdrehten Art hat sie es getan, um mich glücklich zu machen. Dabei hat sie nur vergessen, dass sie das einzige ist, was mich glücklich macht.
Rose: Es tut mir leid.
Pete: Gut so.
Rose: Hey, ich habe auch gelitten! Ich musste das Beste aufgeben, was mir je passiert ist, weil ich nicht wollte, dass du leidest.
Pete grinst: Ich bin also der Beste? (Rose stupst ihm gegen die Schulter.)
Rose: Ich denke, für mich gab es in dieser Zeit keine Konstante, keine Hoffnung. Weil ich ja voll und ganz überzeugt war, dass es zu Ende ist, dass wir nicht nur schlechte Zeiten erleben, sondern es einfach zu Ende ist.
Pete: Gott sei Dank war es nicht so.
Rose lächelt: Ja, Gott sei Dank.

[Begeistert hört Claudia zu und will nun doch noch eine sich ihr aufdrängende Frage stellen, sie bekommt stillschweigend das Ok von Svenja und Doris]

Claudia: Wenn man so von euren bisherigen Leben hört, würde ich noch gerne erfahren, ob es etwas in eurem Leben gibt, was ihr unbedingt würdet ändern wollen?
Pete: Ich würde gerne die Zeit zurückdrehen, um das letzte Jahr nicht erleben zu müssen.
Rose: Wir haben es jetzt alle verstanden. Du bist der Gute, ich bin die Böse. (Pete drückt ihre Finger.)
Pete: Nein, so ist es ganz sicher nicht. Ich muss auch Dinge falsch gemacht haben, sonst hättest du ja Vertrauen in mich gehabt.
Rose: Es war nie mangelndes Vertrauen. Es war …
Pete: Scham.
Rose: Ja, Scham. Weil ich dir das eine nicht geben konnte, was du dir gewünscht hast.
Pete: Du hast mir alles gegeben, was ich mir je gewünscht habe. Du hast mir dich selbst gegeben. (Rose lehnt ihren Kopf gegen seine Schulter, und er küsst sie sanft aufs Haar.)
Rose: Was ich ändern würde, wäre, dass wir viel früher miteinander geredet hätten, dass wir einander gesagt hätten, dass wir beide dieses Leben so nicht wollten, dass wir schon viel früher hätten anfangen können, unser Leben so zu führen, wie es bestimmt ist.
Pete: Das wünsche ich mir auch.

Claudia, Doris und Svenja: Bevor wir uns aber von euch verabschieden, möchten wir noch gerne von euch folgendes wissen. Was sind eure Wünsche oder Ziele für die Zukunft?
Pete: Wir wollen reisen, wollen Musik machen, wollen alles das, nachholen, was wir in den letzten Jahren verpasst haben. Wir wollen das Leben in vollen Zügen genießen.
Rose: Ja, genau. Endlich einmal nur das tun, was wir wollen, ohne Verpflichtungen, ohne auf andere Rücksicht zu nehmen. Nur auf uns beide zu hören. Endlich mal richtig viel Zeit miteinander zu verbringen. Sollte das nicht grundsätzlich das Ziel sein? Mit denjenigen, die man liebt, so viel Zeit wie möglich verbringen.

Claudia, Doris und Svenja: Herzlichen Dank für dieses Interview.
Pete: Ich habe zu danken. Soll ich euch noch einen Witz erzählen?
Rose: Das will keiner hören.
Pete: Aber …
Rose: Nein, komm jetzt. Wir müssen los. Der Rest unseres Lebens wartet.


[Wir drei sehen Pete und Rose nach und freuen uns gemeinsam über das sehr gut gelungene Interview.]


Meine Mitbloggerinnen haben das Interview auch auf ihren Blogs!
Doris: https://thora01.wordpress.com/2017/05/22/protagonisten-interview-zu-pete-sturmwolken/
Svenja: http://buechertraum.com/protagonisteninterview-pete-sturmwolken-von-annie-stone/

Sonntag, 21. Mai 2017

Steckbrief Antoine Chevallier

Steckbrief Antoine Chevallier

Antoine ist einer der Hauptprotagonisten des Buches Dunkellicht und Schattenschein. Er ist ein Mitglied des Ordens der Dunkelheit, doch er ist kein Krieger. Seine Aufgabe ist eine andere, sie liegt in der Forschung und in der Suche nach historischen Dokumenten.
Antoine erforscht die Kräfte, welche ihm und seinen Brüdern inne wohnen und die Wesen, die ihnen zur Seite stehen. Sein Beistand heißt Bakanal.
Man kann sagen, dass sein Steckenpferd die Forschung mit der Feder ist und nicht der Kampf mit der Klinge.
Sein Weg kreuzt sich mit dem des Lichtkämpfers Johannes Sturm, als er in Dortmund einem längst verschollen geglaubten Dokument auf der Spur ist, welche die Existenz einer möglichen Urbruderschaft beinhalten sollte.


Klappentext von DUNKELLICHT:
Seit langer Zeit wahren die verfeindeten Bruderschaften des Lichtes und der Dunkelheit im Verborgenen das Gleichgewicht der Kräfte. Doch kurz vor der zweiten Jahrtausendwende droht beiden die Auslöschung, da Ordensbrüder ermordet werden oder spurlos verschwinden. Gejagt von den Söldnern des ominösen Büro 13 geraten Johannes Sturm, ein Krieger des Lichtes, und Antoine Chevallier, ein Gelehrter der Dunkelheit, gemeinsam zwischen die Fronten. Hilfe erhalten sie von einem neugierigen Magiker und von der geheimnisvollen Ella, die sich den beiden auf ihrer Suche nach Antworten anschließen. Mitten im Ruhrgebiet, in der Stadt Dortmund, kommt es zum letzten Gefecht, als auch noch eines der letzten Dunkellichtwesen in das Geschehen eingreift …
Klappentext von SCHATTENSCHEIN:
In letzter Sekunde, aber für einen hohen Preis, konnten Johannes und seine Verbündeten das Schlimmste vor der Jahrtausendwende verhindern. Vorerst. Denn mit den am Boden liegenden Orden des Lichtes und der Dunkelheit, begehrt ein längst vergessener Feind auf. Aber auch andere Befähigte und das Büro 13 haben Pläne, das entstandene Vakuum der Kräfte zu ihrem eigenen Vorteil zu nutzen. Jeder ist auf sich allein gestellt und muss sich entscheiden, seiner Bestimmung oder seinem Herzen zu folgen. »Schattenschein« ist der zweite Teil der »Dunkellicht«-Trilogie von Martin Ulmer, der mit diesem Roman sein düsteres Urban-Fantasy-Setting im Ruhrgebiet in die nächste spannende Runde schickt.


Schaut auch bei der Buchvorstellung zu DUNKELLICHT bei Manuela und bei der Buchvorstellung zu SCHATTENSCHEIN bei mir vorbei.
Auch Rezensionen gibt es bei Manuela zu DUNKELLICHT und bei mir zu SCHATTENSCHEIN.


Gedichtsinterview mit Martin Ulmer

Herzlichen Dank, dass du dich zu diesem Interview bereitgestellt hast. Vor knapp einer Woche habe ich deinen Gedichtband „Das Wichtige“ vorablesen dürfen. Ich muss sagen, ich bin begeistert von diesem Buch. Deshalb möchte ich dich auch gerne zu deinen Gedichten interviewen, vielleicht Hintergründe herausfinden oder einfach nur über die Entstehungsgeschichte der Werke reden.
Hallo, sehr gerne. Ich freue mich über Dein Interesse. Schön, dass es Dir gefallen hat.

Wenn du dich mit nur drei Worten beschreiben dürftest, welche würdest du wählen?
Nachdenklich. Neugierig. Hinterfragend.

Mir ist aufgefallen, dass einige deiner Gedichte sehr zum Nachdenken anregen, ja teilweise auch das Leben kritisch hinterfragen. Ist das die Hauptreaktion, die du bei deinen Lesern auslösen möchtest?
In erster Linie geht es mir darum, die Leser zu erreichen und ihnen vielleicht auch eine Perspektive durch meine Zeilen zu geben. Worin das dann bei den Lesern mündet, darüber mache ich mir vorher keine Gedanken. Ich glaube, dass jede Reaktion besser ist als keine. Selbst wenn jemandem meine Gedichte überhaupt nicht gefallen, habe ich dennoch in diesem Moment etwas ausgelöst. Natürlich ist es für einen selbst viel schöner, wenn man Lob und Anerkennung für seine Zeilen erhält.

Ich habe einige Gedichte, welche mir besonders gut gefallen, weil sie einfach anders sind, oder gerade zur momentanen Situation passen, über diese möchte ich auch noch gerne mit dir sprechen.
Sehr gerne. Ich versuche, alles zu beantworten.

Zum einen ist da „Zunder“, gerade mit dem letzten Vers hast du mich überrascht. Hast du hier einen besonderen Auslöser gehabt, gerade diese Worte so zu wählen?

Ich weiß es nicht mehr so genau. Der Text war bis zum dritten Vers klar gegliedert und ich hatte beim Schreiben eine Vorahnung wie ich das Ende darstellen müsste, um ein „glattes“ Gedicht zu erhalten. Aber ich glaube, dass ich eben das zu diesem Zeitpunkt nicht wollte. Ich wollte am Ende des Gedichtes alles noch einmal umkehren und den „Sprecher“, der von Beginn an alles erklärte und definierte, in seiner eigenen Welt, durch seine eigene Erkenntnis gerichtet sehen. Das ist aber nur eine Variante der Interpretation.

Mich würde auch die Entstehungsgeschichte von „Weite“ interessieren, denn manche Wege oder Lösungsmöglichkeiten können ja ziemlich verworren sein, als dass man es gelassen sehen kann, zumindest in der auslösenden Situation.
Weite ist tatsächlich am Meer entstanden. Um genau zu sein am 7.6.2014 in Cuxhaven:
In drei Worten ging es mir dabei um „Glaube-Liebe-Hoffnung“ und das Wissen um die innere Zuversicht, dass sich alles zum Guten wenden mag. In diesem Text ist vieles eine reine Perspektiv-frage. Mit etwas Distanz können manche Situationen und Verhältnisse auch in einem anderen Licht erscheinen und den Umgang damit vereinfachen oder Alternativen sichtbar machen, die man innerhalb einer Situation nicht findet. Dies ist eines der Gedichte, die ich am liebsten jemandem an die Hand geben möchte, der oder die es vielleicht gerade in einer schwierigen Situation gebrauchen kann.

Wann kommen dir die Ideen für deine Gedichte, denn ein weiteres Gedicht „Nicht die Brandung“ umfasst das Leben auch wieder so aufbauend und allumfassend.
Die Idee selbst kam mir während eines Urlaubes auf einer kanarischen Insel. Vom Appartement aus konnte man die Brandung hören. Es war gegen Mittag und etwas wärmer. Ich schrieb die ersten Zeilen noch in ganz anderer Form. Sie lauteten da noch: „Sei der Fels in der Brandung“. Noch während ich das schrieb kam es mir schon zu platt und einfach vor und auch sehr austauschbar und nicht wirklich „neu“. Danach folgte: „Sei die Brandung am Felsen“. Kein Scherz. Aber dann kam das Meer irgendwie hinein und veränderte den ganzen Text und die Stimmung dort. In diesem Moment ging dann nicht mehr um etwas Einzelnes sondern, wie Du schon erzählt hast, um etwas Allumfassen-des. Das ist auch der Ton und die Stimmung, die ich hervorrufen wollte. Am Ende geht es um das eigene Sein in reiner Form. Um Gelassenheit und Präsenz, die in jedem, meiner Meinung nach, schlummert.   

Möchtest du uns noch verraten, welches Gedicht dich am besten widerspiegelt und warum es gerade dieses ist?
Ich schaue jetzt durch die einzelnen Gedichte, um Dir diese Frage zu beantworten. Sorry, wenn das jetzt sehr pathetisch klingt, aber ich finde da in jedem Text etwas von mir. Je nach Situation und Perspektive würde mich das ein oder andere mehr oder weniger widerspiegeln. Du merkst, dass ich das nicht eindeutig beantworten kann. Zu den Zeitpunkten, in denen ich die Texte schrieb, war ich emotional immer sehr nah an dem, was ich da beschreibe, auch wenn vielleicht keine real erlebten Situationen dahinter steckten. Sicherlich ist „SO ENDGÜLTIG“ sehr nah an mir dran. Diese Zeilen entstanden am Abend nach der Beerdigung meiner Großmutter. Den Text habe ich seitdem nur minimal geändert, so dass er meine Gefühlswelt zu diesem Zeitpunkt sehr deutlich beschreibt.

Eine Frage, die eigentlich das Gedicht „Das Wichtige“ schon löst, ist: Was ist das Wichtigste für dich?
Ein gutes Leben zu leben, aber das überrascht Dich jetzt bestimmt nicht. J Auch darauf gäbe es eine Liste von ganz vielen weiteren Aspekten oder Ansprüchen. Auf den Punkt gebracht: leben. Was man darunter versteht, da gehen die Meinungen vielleicht auseinander, aber im Kern ist es das für mich.

Ja, mit dieser Antwort hast du mich tatsächlich nicht überrascht, denn obwohl es vermutlich jeder mit anderen Worten beschreiben wird, kann auch ich es mit nur diesen Worten beantworten. Egal was passiert, welche Schläge man einstecken muss, deine letzten Zeilen in „Das Wichtige“ fassen es auf den Punkt zusammen. 


Willst du den Lesern dieses Interviews noch sagen, was deine Wünsche für die Zukunft sind?
Ich wünsche mir, dass euch meine Texte gefallen und ihr etwas daraus mitnehmen könnt. Auch wünsche ich mir, dass ich weiterhin Schreiben und Veröffentlichen werde, sowie Lesungen halten kann.


Danke für dieses Interview!

Nochmals Danke für dein Interesse und viele Grüße an deine Leser. 

Samstag, 20. Mai 2017

[Buch] 11,Buch im Mai: Das Lied der Stille von Janine Dudzik

Das Buch "Das Lied der Stille" wurde von Janine Dudzik verfasst und erschien 2016. Gedruckt wurde das Buch von Amazon Europe in Luxemburg.

Amy ist stumm und lebt bei Pflegeeltern. Oft vertreibt sie sich die Zeit während der Schule mit Singen in ihren Gedanken. Doch eines Tages kann Finn ihren Gesang hören. Zunächst verunsichert, ob dies möglich sei, das zu hören, wachsen die beiden immer mehr zusammen. Doch nicht nur die Liebe spielt eine große Rolle, auch dunkle Mächte scheinen ihre Hände im Spiel zu haben.

Der Autorin gelingt es einen interessant aufgebauten Jugendroman zu schreiben. Die langsam beginnende Liebesgeschichte zwischen Amy und Finn ist einfach super zu lesen und macht Spaß ihre Geschichte mitzuerleben. Natürlich hat jeder Protagonist so sein Päckchen mitzuschleppen, und besonders haarig wird es, wenn noch die mystischen Gegenspieler ins Spiel kommen. Doch gerade diese Situationen machen das buch sehr spannend und lesenswert.
Die Sprache und die Wortwahl für das Buch sind sehr gut gewählt für ein Jugendbuch. Man kann mit den Protagonisten mitfühlen, mitleiden und auch mit ihnen kämpfen. Auch die inneren Konflikte, die sie mit sich selbst ausfechten müssen sind sehr gut beschrieben. Das Kopfkino kommt in manchen Szenen wirklich gut in Gang und man kann sich die Geschehnisse tatsächlich gut vor dem inneren Auge vorstellen.

Ein Jugendbuch für jung und junggebliebene, welche Spannung, Liebe und Mystik gerne lesen sind mit dem Buch wirklich gut bedient.

[ebook] 10.Buch im Mai: Schattenschein von Martin Ulmer




Das Buch "Schattenschein", der zweite Teil der Dunkellicht-Trilogie wurde von Martin Ulmer verfasst und erschien bereits 2016 im Papierverzierer Verlag.

Nach dem Antoine, Ella und Martus nun in der Loge der Betrachtung Unterschlupf fanden, erleben zunächst alle Protagonisten ihre eigenen Abenteuer. Neue Mächte scheinen nach dem Untergang des letzten Lichtkämpfers an die Macht kommen zu wollen. Erkenntnisse, welche noch nicht wirklich klar begreifbar sind wergen ihre Schatten voraus.

Dem Autor gelingt es einem von der ersten Zeile des Buches einem in eine Welt hineinzuziehen, welche spannend und vielsagend, etwa 2 Monate nach dem großen Kampf weitergeht. Wieder schickt er uns in verschiedenen Erzählsträngen durch die Geschichten. Man muss auf jeden Fall immer auf das Buch fokussiert sein, da sich auch die Handlungsorte und Personen pro Protagonist ändern. Aber gerade das macht das Buch aus. Es macht es spannend, nicht voraussehbar und mystisch-dunkel. Auch das Zusammenspiel der Protagonisten ist wieder wirklich gut gelungen.
Der Erzählstil, die Wortwahl und die Sprache machen das Buch tatsächlich zu einem besonderem Leseerlebnis. Auch die Zerrissenheit und den Zwiespalt, den manche Protagonisten in manchen Situationen ausgesetzt sind, ist miterlebbar. Man kann mit ihnen fühlen, lachen, weinen und kämpfen.

Jeder, der gerne mystische, spannende und spannende Bücher liest, sollte auf jeden Fall dieses Buch lesen.
Ich freue mich schon auf den nächsten Band der Dunkellicht-Trilogie, denn obwohl schon viele offene Fragen beantwortet wurden, gibt es noch einiges zu erleben.


Wenn ihr noch eine andere Rezension lesen wollt, auch Manuela vom Blog Manus Bibliothek hat eine zu diesem Buch verfasst.

http://manusbibliothek.blogspot.co.at/2017/05/rezension-schattenschein-von-martin.html

[Buchvorstellung] Schattenschein von Martin Ulmer






Buchvorstellung
Schattenschein




Wichtige Fakten:
Autor: Martin Ulmer
Seitenanzahl: 368 Seiten
Verlag: Papierverzierer Verlag
Erscheinungsjahr: 7. April 2017
Preis ebook: 2,99€
Preis Taschenbuch: 14,95€


Neugierig? Dann gibt es das Buch zu kaufen bei:
Papierverzierer Verlag



Über den Autor:
Martin Ulmer lebt in Dortmund, wo auch sein erster Roman spielt. Beruflich ist er als Produktmanager für ein Abrechnungszentrum tätig. Schreiben gehört seit jeher zu seinem Leben. Immer wieder von kreativen Pausen unterbrochen, schreibt er in seiner Freizeit Texte und Gedichte oder nimmt an Projekten mit anderen schaffenden Künstlern teil. Seine langjährigen Erfahrungen bei Pen & Paper Rollenspielen wie Earthdawn, Conspiracy X, Vampire The Masquerade, C'thullu oder Shadowrun und seine Vorliebe für Serien wie 24, Breaking Bad, Lost, Millennium oder Akte X haben seine Phantasie nachhaltig geprägt. Dunkellicht heißt sein erster Mystery-Roman und damit der erste Teil einer Trilogie über das Wirken der Kräfte von Licht und Dunkelheit, inmitten einer Parallelwelt hinter den Kulissen, der sich verändernden Welt der Jahrtausendwende. Wenn er gerade nicht schreibt oder dichtet entspannt er gerne an der Nordsee oder bei Kaffee mit Freunden in den Dortmunder Kaffeebars. Darüber hinaus hat man hat recht gute Chancen ihn bei einer seiner abendlichen Laufrunden um den Phönixsee in Dortmund anzutreffen oder am Wochenende in seiner Dortmunder Lieblingsbar.

Über das Buch:
In letzter Sekunde, aber für einen hohen Preis, konnten Johannes und seine Verbündeten das Schlimmste vor der Jahrtausendwende verhindern. Vorerst. Denn mit den am Boden liegenden Orden des Lichtes und der Dunkelheit, begehrt ein längst vergessener Feind auf. Aber auch andere Befähigte und das Büro 13 haben Pläne, das entstandene Vakuum der Kräfte zu ihrem eigenen Vorteil zu nutzen. Jeder ist auf sich allein gestellt und muss sich entscheiden, seiner Bestimmung oder seinem Herzen zu folgen.
»Schattenschein« ist der zweite Teil der »Dunkellicht«-Trilogie von Martin Ulmer, der mit diesem Roman sein düsteres Urban-Fantasy-Setting im Ruhrgebiet in die nächste spannende Runde schickt.

Was ich erwartet habe und was ich bekommen habe:
Ich erwartete mir eine spannende Fortsetzung des ersten Teils der Dunkellicht-Trilogie, dessen ersten Teil ich schon verschlungen habe, aber nicht nur dass, auch eine Weiterführung des bisher gemachten Entdeckungen und eine weitere Einführung in die Logen und Orden dieser Trilogie.
Und was soll ich sagen, ich wurde nicht enttäuscht. Es war spannend von der ersten, bis zur letzten Seite. Man konnte wieder mit den Protagonisten mitfiebern und auch manchmal miträtseln und sich auch ab und zu fürchten, was denn nun als nächstes für Probleme auftauchen könnten.

Fakt ist, dieses Buch ist ein Must-read.

Gedichte, welche in Erinnerung bleiben

Gedanken über ein altes, im Gedächtnis gebliebenes Gedicht

Als ich den Gedichtband von Martin Ulmer gelesen habe, machte ich mir wieder einmal Gedanken, wieso Gedichte immer so gut ankommen, man mit wenigen Worten doch so viel ausdrücken kann.

Früher in der Schulzeit musste ich viele Balladen und Gedichte auswendig lernen, denn das erweitert den Geist und den Horizont, wie meine Lehrer immer zu sagen pflegten. Was mich wundert, dass ich Gedichte immer noch mag, ja ich sogar noch viele Gedichte und Balladen auswendig aufsagen könnte.

Aber mein absolutes Lieblingsgedicht von damals, was ich euch heute vorstellen möchte stammt aus der Feder von Johann Wolfgang von Goethe.

Dieses Gedicht war auch das Lieblingsgedicht meiner alten, leider schon verstorbenen Deutschlehrerin, jede Deutschstunde sagte sie zuerst dieses Gedicht auf und dann begann der Unterricht, kein Wunder, dass dieses Gedicht bis heute in meinem Gedächtnis herumschwirrt und ich es auch noch immer rezitieren kann.

Dieses ist das Bild der Welt, 
Die man für die beste hält: 
Fast wie eine Mördergrube, 
Fast wie eines Burschen Stube, 
Fast so wie ein Opernhaus, 
Fast wie ein Magisterschmaus, 
Fast wie Köpfe von Poeten, 
Fast wie schöne Raritäten, 
Fast wie abgesetztes Geld 
Sieht sie aus, die beste Welt.


Freitag, 19. Mai 2017

[ebook] 9.Buch im Mai: Das Wichtige von Martin Ulmer







Dieses Buch hat meine Kreativität mobilisiert und so wurde auch bei der Rezension gereimt und gedichtet. Ich hoffe, diese etwas andere Art der Rezension gefällt euch. Auf jeden Fall ist sie einmal etwas Anderes.




„Das Wichtige“ ein Buch von Martin Ulmer voller Gedichte,
erschienen 2017 im Papierverzierer Verlag in größter Dichte.

Siebenunddreißig Gedichte an der Zahl,
stellen dich vor große Wahl.

Der Autor erzählt aus dem Leben,
denn meist spielt es so eben.

Nicht einfach ist es oft darüber zu lesen,
denn jeder erkennt darin auch sein Wesen.

Ob angesprochen, angeschaut,
dieses Werk geht unter die Haut.
Ein Wort oder Zunder,
dieses Buch gleicht einem Wunder.

Die Wortwahl und auch die Sprache sind gut gewählt,
und dies ist alles was hier zählt.
Und hast du oft Wut im Bauch,
so helfen diese Gedichte auch.

Die Gedichte beinhalten so viele Sachen,
da kann man sehr viel daraus machen.
Und denk immer daran,
es gibt Hilfe dann und wann.

Die Lyrik hilft dir sehr dabei,
denn vieles erscheint einerlei.
Denk an das Wichtige im Leben,
denn nur so kann es etwas Neues geben.

Mein Fazit ist,
ich will mehr.
Sei alles, was du bist.
Sei das Meer.

Donnerstag, 18. Mai 2017

[ebook] 8.Buch im Mai: Verlorene Kinder von Inca Vogt

Der Psychothriller "Verlorene Kinder" von Inca Vogt ist der 3. Teil der Amato-Reihe. Er erschien 2016.

Toni Amato bekommt endlich ihre Festanstellung bei der Zeitung MainLife und bereitet sich auf einen Undercovereinsatz vor, doch dann kommt ein Mädchen, welches auf der Straße lebt auf sie zu und bittet sie um Hilfe, da ihre Freundin verschwunden ist und niemanden interessiert es. Auch Chris Kante ist einem interessanten Fall auf der Spur, denn es scheint als wäre eine Baby-Mafia unterwegs.

Der Autorin gelingt es wie auch schon in den letzten Bänden, einen Spannungsbogen zu generieren, der einem auf faszinierende Weise mitten in das Buch hineinzieht und man die Geschehnisse ohne Probleme mit den beiden Hauptprotagonisten mitverfolgen kann. Spannend und aufwühlend zugleich können wir sprichwörtlich durch das Buch fliegen und mit Amato und Kante alles hautnah mitverfolgen.
Amato unsere Italienerin fällt wieder durch ihre Eigensinnigkeit und teilweise auch Unüberlegtheit auf, die sie oft in Probleme, aber auch oft ans Ziel führen.
Auch Kante ist dieses Mal wieder, wie wir sie auch den anderen Bänden kennen.
Die Wortwahl und der Sprachstil tun ihrerseits alles, um das Buch zu einem wundervollen Leseerlebnis zu machen, welches einem noch lange in Erinnerung halten müsste.
Zu erwähnen ist auch, dass es zwar der dritte Teil der Amato-Reihe ist, aber jeder Teil sich unabhängig voneinander gelesen werden.

Ich kann eine 100%ige Kaufempfehlung dazu abgeben und es ist wieder einmal ein Erlebnis gewesen dieses Buch zu lesen.