Mittwoch, 12. April 2017

[Protagonisteninterview] Spheres - Hope & Fear von Jason Darkstone




Protagonisteninterview

Spheres - Hope & Fear

von Jason Darkstone





[Wir befinden uns vor dem neuen HFL-Zentrum. Um die Wartezeit zum Interview mit Xia Mèng zu überbrücken, unterhalten sich Jason und ich schon einmal ein bisschen.]


Hallo Jason, freut mich wirklich dich heute zu diesem Interview begrüßen zu dürfen. Es freut mich, dass du mich zu diesem wichtigen Termin bei Frau Mèng begleitest.
Wie geht  es dir heute?
An sich geht es mir recht gut, abgesehen davon, dass ich gesundheitlich noch etwas angegriffen bin.

Jason, dieses Buch ist eindeutig anders, als Bücher, die man sonst so auf dem Markt findet. Wie kamst du auf die Idee, Science-Fiction mit Fantasy und ja eigentlich auch Thrillerelemente in dein Buch aufzunehmen?
Danke, ich fasse das mal als Kompliment auf 😉
Es war im Grunde keine bewusste Entscheidung. Ich habe mir also nicht eines Tages einfach gedacht, so jetzt schreibe ich mal einen Genremix. Es ist einfach eine Geschichte in mir gewachsen, und zwar über einen längeren Zeitraum. Ja, und nicht nur eine Geschichte, sondern viel mehr ein ganzes erzählerisches Universum, das Platz für viele Geschichten hat.
Und innerhalb dieser Geschichte ergaben sich die Kombination der Genres wie von selbst und auf eine ganz natürliche Art und Weise.

Wie bist du auf die Idee gekommen, die Geschichte eigentlich auf zwei Kontinenten beginnen zulassen und das auch noch in verschiedenen Zeitebenen?
Das war einer der ersten Gedanken, die mir beim Ersinnen der Geschichte im Kopf herumgingen.
Mich hat es gereizt zwei, auf den ersten Blick unzusammenhängende Geschichten zu erzählen, die in Wirklichkeit aber eine Geschichte ergeben. Dabei sind es nicht nur zwei verschiedene Zeitebenen und 2 verschiedene Kontinente, sondern auch sehr unterschiedliche Menschen.
Auf der einen Seite ein siebzehnjähriges Mädchen, dass sich in einer schrecklichen Situation wiederfindet. Dies spielt sich in der Vergangenheit ab. Auf der anderen Seite, Jahre später, die Geschichte eines Einzelgängers, der mit dem Verschwinden eines Mädchens in Zusammenhang gebracht wird.
Die Überraschung dabei ist aber…
Oh, da kommt schon Frau Schmidt.
[Sara Schmidt holt uns ab, um das Interview führen zu können.
Eine blonde Frau in schwarzen Bleistiftrock und weißer Schluppen-Bluse kommt auf uns zu und begrüßt uns freundlich. Dann führt sie uns ins Innere des Gebäudes und schließlich in einen Besprechungsraum, wo wir von Xia Méng begrüßt werden. Sie ist eine hinreißende junge Frau, bei der mir sofort ihr gewinnendes Lächeln auffällt.
Bekleidet ist sie mit einem schlichten Sommerkleid.
Ich bin überrascht, dass sie doch eine sehr jugendliche Ausstrahlung hat. Andererseits wird sie aber auch kaum älter als achtzehn sein.]
  
Hallo und herzlichen Dank, dass sie uns heute diese Zeit schenken, um über ihr Projekt zu sprechen. Es freut mich sehr, dass ich Sie, Xia und auch Sara Schmidt zum Interview treffen kann. Ich hoffe es stört sie nicht, dass ich auch Jason mitgebracht habe?
Xia: Sehr gerne. Und es freut mich auch, Jason einmal kennenzulernen. Das war ohnehin schon mal fällig.
Sara: Die Zeit nehme ich mir doch gerne.

Möchten Sie uns erzählen, wie sie sich alle kennengelernt haben? Ich weiß ja schon ein bisschen was, auf Grund meiner Recherchen, aber aus erster Hand hört man es doch lieber.
Xia: Sara und ich haben uns kennengelernt, weil sie meine Therapeutin wurde. Es ist ja kein Geheimnis, dass mir vor einiger Zeit etwas Schreckliches passiert ist. Meine körperlichen und vor allem seelischen Wunden waren beträchtlich. Da sich mein Zustand kaum besserte und meine Eltern große Sorge um mich hatten, suchte mein Vater eine Therapeutin, die auf solche Fälle spezialisiert war. Und das war dann Sara.
Auch wenn es ein langer und schwieriger Weg war, die Therapie half und es ging aufwärts mit mir.
Sara: So haben wir uns kennengelernt. Doch mit der Zeit entwickelte sich eine echte Freundschaft, die weit über das Verhältnis Arzt und Patient hinausging. Wir hatten da ein besonderes Projekt, über das ich leider hier nichts sagen kann.
Die Blicke von Xia und Sara treffen sich kurz und beide lächeln verschwörerisch. Na toll, man wird neugierig gemacht und dann darf man nichts wissen.
Xia: Und dann begann ich die Idee zu HFL zu entwickeln, für das Sara natürlich auch Feuer und Flamme war.

Was ist eigentlich dieses HFL-Projekt? Können Sie uns dazu noch genaueres erzählen?
Sara: HFL steht für »Help fort he Lost«. Es ist eine Organisation, die Menschen in scheinbar ausweglosen Lagen hilft.
Xia: Menschen, die in einer Lage sind, wie ich es selbst einmal war. Der Unterschied mag natürlich sein, dass ich ja in einer wohlhabenden Familie aufgewachsen bin, dazu noch liebevoll umsorgt.
Sara: Wir helfen Menschen, die Schreckliches durchgemacht haben, sei es durch Verbrechen oder einen Unfall und mit einem Trauma zu kämpfen haben. Dabei soll auch Menschen geholfen werden, die keinerlei finanzielle Mitteln haben.

Sara, wie stehen sie eigentlich zu der Organisation und wie helfen sie und die Organisation eigentlich ihren Opfern? Können Sie uns da noch weitere Einblicke geben, oder führt das über die Schweigepflicht hinaus?
Sara: Nachdem Xia die Organisation mit Hilfe ihrer Eltern gegründet hatte, brauchte sie natürlich auch Fachpersonal. Ärzte, Therapeuten, Pflegekräfte. Und sie brauchte natürlich auch jemanden, der ihr half, alles zu organisieren. Sie verschaffte mir eine fixe Anstellung in der Organisation, einerseits als Ärztin und Therapeutin, andererseits auch als Koordinatorin. Für mich erfüllt sich ein Traum, denn ich wollte immer Menschen helfen können, unabhängig davon, ob sie für die Hilfe bezahlen können, oder nicht.
Die Hilfe sieht übrigens immer völlig anders aus. Manchmal ist es eine Therapie, manchmal benötigen die Menschen aber auch Unterkunft und intensive Betreuung.
Manchmal ist es sehr vielfältig. So haben wir zum Beispiel mit den Opfern von Verschleppung und Zwangsprostitution zu tun. Hier muss einerseits für Schutz gesorgt werden, da die kriminelle Organisation natürlich versucht, ihrer wieder habhaft zu werden, oder sie mundtot zu machen. Dann geht es auch um juristische Hilfe, wenn sie die Täter zum Beispiel anzeigen wollen. Eine Therapie zur Traumabewältigung darf dann natürlich auch nicht fehlen. Und schließlich muss ihnen ja auch geholfen werden, sich wieder eine Existenz aufzubauen. Diese Menschen stehen oft vor dem Nichts. Oder sie benötigen Hilfe, wieder mit ihren Familien zusammengeführt zu werden. Die Frauen und auch Mädchen, aber auch Männer und Burschen brauchen auf mannigfaltige Weise Hilfe.

Jetzt zur letzten Frage: Was wünscht ihr euch für eure Zukunft? Und Jason, wird es weitergehen? Wann wird es einen neuen Teil im Puzzle von Spheres geben?
Xia: Ich wünsche mir, dass wir all das unsägliche Leid in dieser Welt mildern können. Dass wir Menschen Hoffnung geben können, die keine mehr haben. Und ich wünsche mir, dass den Übeltätern ein Riegel vorgeschoben wird.
Jason: Wie wird es weitergehen? Nun ja, die Fortsetzung »Spheres: Love and Loss« ist ja bereits erhältlich. Der dritte und abschließende Teil »Spheres: Nemesis« ist gerade in Arbeit und wird (hoffentlich) noch dieses Jahr erscheinen.
Aber es wird dann weiterhin Romane geben, die sich im selben erzählerischem Universum abspielen.
Eines dieser Bücher ist sogar bereits erhältlich. »Life 3000: Spiel des Lebens« ist ein Jugendroman, dessen Handlung in der fernen Zukunft spielt.


Ich bedanke mich ganz herzlich für das Interview!

1 Kommentar:

  1. Einfach HAMMER Claudia... Ich liebe deine Protagonisten-Interviews mit Autorenbegleitung <3

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