Sonntag, 30. April 2017

[Buch] 17. Buch im April: Sind drei einer zu viel? von Helen Marie Rosenits



Das Buch "Sind drei einer zu viel" wurde von Helen Marie Rosenits verfasst und erschien 2016 bei BoD - Books on Demand.

Hanna Holzbacher erleidet so manchen Schicksalsschlag, doch als sie ein Herzinfarkt fast aus dem Leben reißt, beschließt sie über die Geschehnisse ein Buch zu schreiben und zu verlegen. Zunächst findet sich kein Verlag, aber ein Verlag möchte sich nun auf die Best Ager fokussieren und macht Hanna zum Aushängeschild. Betreut wird sie bei diesem Abenteuer von Paul Santner, der sie mit Rat und Tat unterstützt. Als man ihr als Dank für das tolle Buch eine Reise schenkt beginnt für Hanna ein Spiel mit dem Feuer.

Der Autorin gelingt es einem ab der ersten Zeile in ihren Bann zu ziehen. Es ist zwar keine alltägliche Geschichte, keine alltägliche Protagonistin und kein Setting, wie wir es normalerweise kennen, aber gerade das macht das Buch zu etwas Besonderem. Die Protagonisten, sei es Hanna, Bernhard oder Paul sind einfach alle sehr gut beschrieben und man kann sich in das jeweilige aktuelle Leben sehr gut hineinversetzen.
Hanna Holzbacher ist mit ihren Ü 50 nicht die klassische Protagonistin, nein, sie hat schon einiges erlebt, blickt auf ein ereignisreiches Leben zurück. Doch erst ihr Herzinfarkt weckt sie scheinbar auf. Ab dem Zeitpunkt nimmt sie ihr Leben selbst in die Hand, schreibt ihr Leben nieder und verlegt es. Selbstbewusst, witzig und voller Elan bewegt sie sich durch das unbekannte Gebiet der Verleger und Autoren und geht scheinbar gestärkt daraus hervor.
Bernhard Holzbacher, ihr Mann und Konstante in Hannas Leben unterstützt seine Frau bei ihrem Vorhaben, doch es scheint, als ob er vieles und vor allem seine Frau als selbstverständlich betrachtet, welches nach 30 Jahren Ehe schon auch schmerzt.
Paul Santner wirkt unsympathisch, kühl und unnahbar. Jedoch bewegt Hannas Zusammenarbeit irgendetwas in ihm, um sein Leben ändern zu wollen. Je länger man in das Buch abtaucht, desto sympathischer und lebensfroher erscheint er.
Der Sprachstil und die Wortwahl sind für das Buch wirklich sehr passend. Man kann sich in die Hauptprotagonisten, in ihre Ängste und Sorgen hineinversetzen und das Buch einfach nur genießen. Man fühlt auch die innere Zerrissenheit von Hanna in manchen Situationen. Ab und zu möchte man Hanna aber einfach nur nehmen und fest drücken. Man kann mit ihnen lachen, reisen, weinen und vieles mehr.

Jeder, der einmal eine Liebesgeschichte, der etwas anderen Art lesen möchte, sollte auf jeden Fall zu diesem Buch greifen. Ich persönlich freue mich schon auf den zweiten Teil.
Begleiten Sie Hanna, Bernhard und Paul auf ihren Reisen und ihrer Suche nach neuem, alten Glück.

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