Sonntag, 30. April 2017

[Buch] 17. Buch im April: Sind drei einer zu viel? von Helen Marie Rosenits



Das Buch "Sind drei einer zu viel" wurde von Helen Marie Rosenits verfasst und erschien 2016 bei BoD - Books on Demand.

Hanna Holzbacher erleidet so manchen Schicksalsschlag, doch als sie ein Herzinfarkt fast aus dem Leben reißt, beschließt sie über die Geschehnisse ein Buch zu schreiben und zu verlegen. Zunächst findet sich kein Verlag, aber ein Verlag möchte sich nun auf die Best Ager fokussieren und macht Hanna zum Aushängeschild. Betreut wird sie bei diesem Abenteuer von Paul Santner, der sie mit Rat und Tat unterstützt. Als man ihr als Dank für das tolle Buch eine Reise schenkt beginnt für Hanna ein Spiel mit dem Feuer.

Der Autorin gelingt es einem ab der ersten Zeile in ihren Bann zu ziehen. Es ist zwar keine alltägliche Geschichte, keine alltägliche Protagonistin und kein Setting, wie wir es normalerweise kennen, aber gerade das macht das Buch zu etwas Besonderem. Die Protagonisten, sei es Hanna, Bernhard oder Paul sind einfach alle sehr gut beschrieben und man kann sich in das jeweilige aktuelle Leben sehr gut hineinversetzen.
Hanna Holzbacher ist mit ihren Ü 50 nicht die klassische Protagonistin, nein, sie hat schon einiges erlebt, blickt auf ein ereignisreiches Leben zurück. Doch erst ihr Herzinfarkt weckt sie scheinbar auf. Ab dem Zeitpunkt nimmt sie ihr Leben selbst in die Hand, schreibt ihr Leben nieder und verlegt es. Selbstbewusst, witzig und voller Elan bewegt sie sich durch das unbekannte Gebiet der Verleger und Autoren und geht scheinbar gestärkt daraus hervor.
Bernhard Holzbacher, ihr Mann und Konstante in Hannas Leben unterstützt seine Frau bei ihrem Vorhaben, doch es scheint, als ob er vieles und vor allem seine Frau als selbstverständlich betrachtet, welches nach 30 Jahren Ehe schon auch schmerzt.
Paul Santner wirkt unsympathisch, kühl und unnahbar. Jedoch bewegt Hannas Zusammenarbeit irgendetwas in ihm, um sein Leben ändern zu wollen. Je länger man in das Buch abtaucht, desto sympathischer und lebensfroher erscheint er.
Der Sprachstil und die Wortwahl sind für das Buch wirklich sehr passend. Man kann sich in die Hauptprotagonisten, in ihre Ängste und Sorgen hineinversetzen und das Buch einfach nur genießen. Man fühlt auch die innere Zerrissenheit von Hanna in manchen Situationen. Ab und zu möchte man Hanna aber einfach nur nehmen und fest drücken. Man kann mit ihnen lachen, reisen, weinen und vieles mehr.

Jeder, der einmal eine Liebesgeschichte, der etwas anderen Art lesen möchte, sollte auf jeden Fall zu diesem Buch greifen. Ich persönlich freue mich schon auf den zweiten Teil.
Begleiten Sie Hanna, Bernhard und Paul auf ihren Reisen und ihrer Suche nach neuem, alten Glück.

[ebook] 16.Buch im April: Pete - Sturmwolken von Annie Stone


Das Buch "PETE - Sturmwolken" wurde von Annie Stone verfasst und ist der vierte Teil der Wild Boys Reihe. Es erschien 2016.

Rose Sawyer schwärmt von Pete Calhoun, den Bassisten der Band ihres Bruders Jensen. Jeder in ihrer Familie ist musikalisch, doch irgendwie vertraut Rose ihren Talenten nicht wirklich. Als jedoch der Gitarrist der Band raus geworfen wird, sieht sie ihre Chance. Sie meldet sich verkleidet als Ersatz, doch damit fangen ihre Probleme an, denn ihr Bruder will sie nicht in seiner Band. Ein harter Kampf beginnt.

Der Autorin gelingt es eine zauberhafte Geschichte zu verfassen, welche uns Träume zeigt
 und diese auch durch ihre Hauptprotagonisten verfolgen zu lassen. Dass die Szenen nicht immer leichte Kost sind, sei einmal verraten, denn so mancher Stolperstein legt sich ihr in den Weg.
Rose Sawyer, oder in ihrer Familie auch Pumpkin genannt kommt zu Beginn des Buches als sehr ruhig und gelassen rüber. Sie unterstützt ihre Familienmitglieder, wo sie nur kann und verkriecht sich einfach oft in ihrem Zimmer, um nicht mit anderen in Kontakt treten zu müssen. Dass sie sich allerdings das Gitarre spielen selber beibringt und dies scheinbar wirklich ausgezeichnet macht, zeugt von einer immensen Durchsetzungskraft und einem starken Willen. Dies zeigt sich im Laufe des Buches auch in so mancher Entscheidung die sie für sich und ihre Familie fällt.
Pete Calhoun, der Bassist in der Rockgruppe ihres Bruders, ist zu Beginn fast nicht greifbar, jedoch, je weiter man in das Buch eintaucht, merkt man die Feinfühligkeit und das große Herz, welches er besitzt. Man kann sagen, wenn er einmal an einer Sache seinen Narren gefressen hat, dann bleibt er auch dabei und kämpft bis zum Schluss um sein Recht und seinen Willen.
Der Sprachstil und die Wortwahl sind für dieses Buch ausgezeichnet gewählt, da man sich von der ersten Zeile weg in die Situationen der Hauptprotagonisten hineinversetzen kann. Man durchlebt so manche Situation mit ihnen, manchmal möchte man in das Buch hineinklettern und sie einmal kräftig durch schütteln um sie wieder auf Kurs zu bringen, aber Gott sei Dank schafft es die Autorin es immer irgendwie, diesen zwei den Kopf wieder gerade zu rücken. Auch die innere Zerrissenheit von Rose, bei einem sehr einsamen Kampf ist sehr mitfühlend und gut beschrieben worden.

Kurz gesagt, lesen Sie das Buch, erleben sie das Leben von Pete und Rose mit. Erleben Sie Hass, Leidenschaft, Eifersucht und bedingungslose Liebe. Genießen Sie das Buch, es ist ein sehr kurzweiliges, spannendes Leseerlebnis.



[ebook] 15.Buch im April: Liebe auf den ersten Blitz von Martina Gercke


Das Buch "Liebe auf den ersten Blitz" ist der vierte Band der Portobello Girls, welches von Martina Gercke verfasst wurde und 2017 erschien.

Holly Summers wohnt in einer Frauen-WG an der berühmten Portobello Road. Die Bewohnerinnen sind beste Freundinnen, als sie eines Tages für das Magazin, für welches sie arbeitet einen Auftrag für ein Spezialheft bekommt, wird ihr der Fotograf Jay Alexander vorgesetzt, der scheinbar seine eigenen Vorstellungen hat, wie der Auftrag ablaufen soll. Er bestellt eigene Models, nur die Locationauswahl lässt er Holly. Als Holly dann nach Schottland fliegt um alles für die Crew zu sichten und alles fix zu machen, ist auch Jay auf einmal immer an ihrer Seite.


Der Autorin gelingt eine witzige, spritzige und romantische
Geschichte, wo man mit den Protagonisten mitfiebern, mitleiden und auch eine wundervolle Reise nach Schottland machen kann. Denn die Beschreibung der Plätze sind so plastisch, dass man sich mitten in das Szenario hineindenken kann. Das Setting in Schottland ist einfach wundervoll.
Holly Summers, blond, groß, wenn man ihr falsch begegnet zickig und launisch, aber auch selbstbewusst und sehr bestimmend, was ihren Beruf angeht. Holly ist von Anfang an sehr sympathisch, und mit ihrer "Kaffeesucht" einfach ein Mädel, das man liebt haben muss, denn sie sagt das was sie sich denkt und benennt das was sie will sofort. Aber im Grunde ihres Herzens ist sie doch nur ein Mädel, was sich nach der großen Liebe sehnt, die Suche, so scheint es aber erst einmal auf Eis gelegt hat. die Hassliebe zwischen ihr und Jay ist einfach herrlich zu lesen und man kann über so manche Situation herzlich lachen oder schmunzeln.
Jay Alexander, der Fotograf, welcher nach zwei Jahren in der Versenkung auf einmal wieder auftaucht und bei seinem Onkel, den Inhaber der Zeitung, wo Holly angestellt ist, den Job als Fotograf für die Modestrecke in Schottland bekommt. Er wirkt auf den ersten Blick ablehnend, unsympathisch, aber auch total anziehend. Er ist gut gebaut, lange Haare, aber mit seiner Art alles an sich reißen zu wollen macht er sich bei Holly nicht sehr beliebt. Als er dann auch noch im selben Flieger sitzt und sich noch weitere Konfrontationen ergeben, wächst er einem ans Herz. Doch man merkt von Anfang an, dass er ein Geheimnis mit sich herumträgt, welches er nicht so schnell preisgeben will oder kann.
Der Sprachstil und die Wortwahl sind für dieses Buch einfach genial gewählt. Man ist sofort mitten in der Geschichte und kann mit den Portobello Girls eine tolle Zeit in London und dann mit Holly eine sehr gute Zeit in Schottland haben. die schwierigen Passagen mit Jay, verleihen dem Buch so manche Wendung und Flüssigkeit, die man nicht missen möchte.

Ich kann das Buch jedem Leser, der gerne Liebesgeschichten liest einfach nur empfehlen, denn es ist alles dabei, Drama, Liebe, Hass, Eifersucht, Komik und auch tolle Ortsbeschreibungen für den nächsten Urlaub.
Begleiten Sie Holly und Jay auf ihren Trip in die Highlands von Schottland.

Freitag, 28. April 2017

[ebook] 14.Buch im April: Sieh nicht zurück - Solid Rock von Romina Gold

Das Buch "Sieh nicht zurück - Solid Rock" wurde von Romina Gold geschrieben. Erschien 2017 im Bookshouse Verlag.

Kelly Jones sucht Hilfe in einem Frauenhaus in San Francisco. Die Leiterin Linda, mobilisiert ihren Cousin Jason Wingate, um Kelly weitab des offiziellen Trubels der Stadt unterzubringen, denn auf dem Anwesen von Jason ist sie unter ständigem Personenschutz. Zunächst ist Kelly noch verwirrt und schreckhaft, denn ihr Mann vollbrachte unmenschliche Gräueltaten an ihr, doch zum Glück gibt es Vince Hanson, der sich als Personenschützer besonders um sie bemüht.

Der Autorin ist es gelungen, eine emotionale Achterbahnfahrt auf das Papier zu bringen. Denn man hetzt förmlich von einer Situation zur nächsten und kommt gar nicht wirklich zur Ruhe. Denn kaum glaubt man, dass es alles wieder gut wird, kommt irgendeine völlig andere Wendung, die das Buch wieder in vollster Fahrt losreißt.
Kelly Jones, ist eine verheiratete Frau, welche nach langen Hinauszögern endlich den Mut findet, ihren Mann zu verlassen und Schutz zu suchen in einem Frauenhaus. Man kann hautnah miterleben, was Kelly alles in ihrem Eheleben erdulden musste, bis zu dem Punkt, an dem sie genug hatte. Auch der Wiederaufbau des neuen Lebens ist sehr facettenreich beschrieben und wirklich gut nachvollziehbar.
Der Sprachstil und die Wortwahl sind für dieses Buch sehr gut gewählt. Es fesselt einem von der ersten Zeile weg und man kann es in einem durch in wenigen Stunden lesen. ES ist durchgehend spannend und wirklich mitfühlend erzählt. Man kann die innere Zerrissenheit von Kelly förmlich mit den Händen greifen, denn sie spürt die Gefahr, kann aber nicht aus ihrer Haut heraus. Allerdings ist der Auslöser sehr drastisch gewählt.

Jeder, der Liebesgeschichten mit einem Hauch Dramatik liebt, muss auf jeden Fall zu diesem Buch greifen. Es hat einfach vieles, Liebe, Hass, Furcht, Eifersucht und natürlich eine wundervolle Umgebung, wo sich die Hauptprotagonisten und der Leser wirklich wohlfühlen kann. Begleiten Sie Kelly auf den Weg in ihr neues Leben.

Donnerstag, 27. April 2017

[ebook] 13. Buch im April: Forever Cowgirl von Lita Harris

Das Buch "Forever Cowgirl" wurde von Lita Harris und erschien 2016.

Savannah ist eine sehr talentierte Nachwuchsmusikerin und hat die unschlagbar Chance als Vorprogramm von Hank Caulfield Jr. aufzutreten. Doch, da ihr Vater früher Staatsanwalt, nun der Gouverneur von West Virginia besteht darauf, dass sie nur mit Bodyguard diese Chance annehmen darf. Somit kommt Corporal DiMarco als Personenschützer mit. Doch den wahren Grund für dieses Maßnahme erfährt Savannah nicht.

Der Autorin gelingt es ein Setting zu zaubern, in dem man mit der Hauptprotagonistin mitfiebern kann. Zunächst in der Familie, dann während der Tour. Dieses miterleben der Tour und das Hinfiebern zum Höhepunkt der Tour, aber auch das langsame Erkennen der wirklichen Gefahr und den wahren Grund des Personenschutzes. Auch die Liebe kommt nicht zu kurz.
Savannah erscheint am Anfang als selbstsicheres, selbstbewusstes Mädel, welche allerdings noch immer ihre eingeschnappten, kindlichen Sequenzen auslebt. Wenn sie auf der Bühne steht, ist sie fast ein anderer Mensch, als wenn sie mit ihrem Personenschützer alleine ist.
Die Geschichte ist mit ihrem Sprachstil und Wortwahl sehr flüssig und zügig zu lesen. Man kann sich voll und ganz in die Geschichte fallen lassen und sich darin wohlfühlen, mit Savannah eine spannende Story miterleben.

Jeder, der spannende Liebes- und Musikgeschichten liebt, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen, da es wirklich viele interessante und spannende Geschichte, voller Spannung und Liebe.

Sonntag, 23. April 2017

[Protagonisteninterview] 666 von M.H. Steinmetz





Protagonisteninterview
666






[Wir sitzen hier gemütlich im Duffs und warten auf die Protagonisten des Buches „666“ .]

Hallo und herzlich willkommen zum Interview, Mario. Ich freue mich wirklich sehr dich nach so kurzer Zeit wieder begrüßen zu dürfen.
Mario [nippt an seinem Glas JD mit Eis]:  Die Freude ist ganz auf meiner Seite. Bevor wir beginnen, sollten wir allerdings auf die Band warten. War nicht ganz einfach, Lucy davon zu überzeugen, an nem Interview teilzunehmen. Sie hasst solche Sachen, also bitte ich um Nachsicht, wenn sie etwas zickig rüber kommt [zwinkert]

[Die Tür wird aufgerissen und die Hell’s Abyss stürmen herein.]
Ach, super, dass ihr Zeit hattet vorbei zu kommen, meine Lieben. 
[Stühle werden gerückt, die gesamte Band ist da, Lucy betritt zum Schluss die Bar]
Bacon [lächelt]: Solange genug zu Trinken auf dem Tisch steht, immer gerne …
[Lucy verdreht genervt die Augen. Sie trägt ein schwarzes Punisher-Shirt, Sonnenbrille, enge schwarze Jeans und geschnürte Lederstiefel, die bis unter die Knie reichen. Die Haare trägt sie in seitlich gebundenen Schulmädchenzöpfen]

Würdet ihr euch bitte vorstellen?
Bacon [halblanges, dunkles Haar, zerrissene Jeans, Sisters of Mercy-Shirt]: Ich bin Bacon .. . ja genau, wie das verdammte trockenverbrannte Fleisch auf den Burgern. Meines Zeichens Bassist der Band Hell's Abyss. Ach ja, ich soll Ironmask entschuldigen, er ist … hm, sagen wir mal, verhindert [zwinkert]
Leatherface [langes, dunkelbraunes Haar, schön geschwungenes Gesicht, schwarze Jeans, Hell's Abyss-Shirt mit dem Bandlogo, einem Pentagramm, davon ein Widderschädel]: Wie ihr seht, steckt unter der Ledermaske ein echter Mensch. Ich bin Leatherface, der Gitarrist der besten Band der Welt. Und … ich brauch dringend etwas zu trinken, am besten das, was Mario da vor sich stehen hat.
Lucy [zieht ihre Sonnenbrille ab und verdreht genervt die schwarz umrandeten Augen] Okay, ich werd mich jetzt hier nicht groß vorstellen. Es ist nur so, das wir ne Menge zu tun haben. Der Auftritt im Archeron liegt erst n paar Tage zurück, draußen pisst es, als wollte die Welt untergehen und sonst läuft auch einiges quer.

Manche haben das Buch vielleicht noch nicht gelesen, wie würdet ihr das Buch beschreiben und welchem Genre schreibt man es zu?
Bacon: Genre? Nun, ich würde sagen, purer verdammter Horror. Bluttriefend und mit ner Menge Gemetzel …
Leatherface: Dramatisiere das doch nicht so … es ist ne ganz gewöhnliche Rock'n'Roll Story. [Greift sich grinsend die JD Flasche auf dem Tisch und gießt reihum die Gläser voll]. Denke, jeder hat Durst, oder?
Lucy: Das Buch ist mein Leben, Baby. Von Anfang an. Es ist … hart … und ziemlich kompromisslos. Ich hatte ne beschissene Kindheit. Mein Vater hat seinen Verstand versoffen und Mum kam in die Klappsmühle, nachdem sie mich in ihrem religiösen Wahn umbringen wollte. [sie nimmt ihr Glas und leert es in einem Zug. Ein flüchtiges Lächeln huscht über ihr Gesicht]. Dann steckte man mich zu Pflegeeltern, Esther und Allan Baker. Hätte nicht gedacht, das die schlimmer sein könnten, als meine echten Eltern. Was soll ich sagen … na ja, all das hat mich dann nach New York getrieben … und jetzt sitze ich hier im Duff's, beantworte nervige Fragen und werde mich wohl im Laufe des Abends betrinken ...
Bacon [zwinkert]: Seid nachsichtig mit Lucy, sie hatte nach dem Auftritt im Archeron eine, hm, sagen wir mal, harte und ziemlich feuchte Nacht … Ja genau, darum geht’s in dem Buch auch, um verdammt schmutzigen Sex!
Leatherface [bestellt noch zwei weitere Flaschen, dazu ne Runde Alligator-Beer]: Es ist komplex. Finde ich zumindest. Am Anfang denkt man vielleicht, he, das ist ne Gothic-Klischee-Schiene … es wird gemordet und gevögelt. Doch dann, nachdem die ersten Spuren gelegt sind, geht die Story tiefer. Womöglich tiefer, als es einigen Lesern lieb ist. Es ist wie ein Köder, der ausgelegt wird und den man gerne schluckt. Und dann hängt man plötzlich an der Angel und wird mit hineingezogen in den Sog der Geschichte. Man nimmt Fahrt auf, wird mitgerissen … und am Ende …
Lucy: Hell Yeah … am Ende [sie seufzt schwer]

Lucy, erzähl uns doch mehr von eurer Band, der Hell’s Abyss. Natürlich auch die wichtigsten Daten und Fakten. Was erwartet uns bei eurem Konzert?
Lucy [spielt mit ihrem Glas]: Normalerweise sage ich da immer, das du dir das am besten selbst ansehen musst, um Hell's Abyss zu verstehen. Aber okay, gehen wir zum Anfang zurück. Vor‘ n paar Jahren sind Bacon und ich an nem Wochenende abgehauen, um die Sisters of Mercy zu sehen. Die waren damals so etwas wie Götter für uns, die Urväter des Gothic-Rock. Wir standen in der ersten Reihe und wussten, dass wir das auch machen wollen. Ne Band gründen und auf der Bühne stehen. Aber unsere Musik sollte härter sein, treibender. Böser … [sie beugt sich weit über den Tisch, kommt dir näher, als dir lieb ist] Was soll ich sagen, wir sind über Leichen gegangen, um unser Ziel zu erreichen.
Bacon: Unser Auftritt wird ein Höllenritt. Lucy auf der Bühne zu erleben, ist einzigartig. Sie packt ihre Fans mit jedem ihrer Songs, weil sie aus der Seele kommen.

Bacon, willst du uns noch was zu der Freundschaft zu Lucy sagen? Woher kennt ihr euch eigentlich?Bacon [grinst breit]: Das ist ne echte Sandkastenfreundschaft. Wir sind zusammen in Manitiwoc, Wisconsin, aufgewachsen, in die gleiche Schule gegangen und so. Lucy war der schwarze, böse Engel. Die Außenseiterin. Und ich der Kiffer mit dem alten Bus [lacht]. Na ja, dann kamen mir einige Probleme mit dem Staat dazwischen und ich war ne Weile weg, aber ich hab sie gefunden. Hab sie rausgeholt aus dem verdammten Spießerleben und unser Traum wurde Wirklichkeit …

Welche Wünsche und Ziele habt ihr für eure Zukunft?
Leatherface [hebt sein Glas]: Bis zu unserem Lebensende auf der Bühne stehen, bis die verdammte Welt untergeht. Das wär mein Traum!
Bacon [nickt]: Zur Hölle ja. Und … wo wir beim Thema wären, etwas mehr Hölle in diese Welt tragen. Mehr Hemmungslosigkeit, mehr Sünde.
Lucy [nachdenklich]: Mit der Band geht’s mir gut. Sie ist meine Familie. Die, die ich mir immer gewünscht habe. Auch, wenn die Sache schon wieder anfängt, aus dem Ruder zu laufen. Ist ne Menge Mist passiert, in der Nacht nach dem ersten Auftritt im Archeron. Aber wie heißt es so schön, bekommst du etwas Wunderbares geschenkt, folgt die Rechnung auf dem Fuße. Nur dumm, das ein anderer sie bezahlen musste.
Lucy [springt plötzlich auf]: Hey, da kommt Carla. Meine liebste Freundin … [winkte eine große,rothaarige Frau herbei, die gerade die Bar betreten hat]
Carla [trägt einen langen schwarzen Ledermantel, die Haare glatt und lang, grüne Hexenaugen]: Hey Volks, was geht hier denn ab?
Bacon: N'Interview …
Carla [öffnet ihren Mangel, trägt darunter ein schwarzes Nichts an Lackkleidchen]: Ich wollte euch Lucy entführen, denn im Boiler-Room stiegt ne Einladungsparty … Rafael hat uns Karten besorgt, du weißt schon, die Besonderen, für den hinteren Bereich [schnalzt mit der Zunge]
Lucy [trinkt ihr Glas leer und nimmt sich die Flasche vom Tisch]: Dann los, Süße. Das sollte bis zum Boiler reichen. Ich wünsch euch was, Leute. Und was dich betrifft [sie kommt dir sehr nahe, fährt dir über die Haare, bis zum Nacken. Ihre Finger sind kühl, ihr Griff ist bestimmt], steck deine Nase nicht zu tief in Angelegenheiten, bei denen du dir schnell wünschen wirst, niemals geboren worden zu sein. Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die du nicht begreifen kannst. Ich bin die böse Königin aus dem verdammten Märchen, das andersartige Schneewittchen, also sei auf der Hut …
Carla [lächelt hintergründig]: Nimm sie doch mit, wir hätte sicherlich ne Menge Spaß mit ihr …
Lucy [schüttelt entschieden den Kopf, nimmt Carlas Hand und geht]: Sie würde daran zu Grunde gehen ...

Herzlichen Dank für dieses sehr interessante Interview!

[Die Party beginnt]

[Protagonisteninterview] Vita von Felix A. Münter









Protagonisteninterview
Vita






[Ich warte gespannt im Hafengebiet von Blackwater auf meine Interviewpartner, schließlich taucht Autor Felix A. Münter auf.]

Hallo und herzlich willkommen, Felix. Ich freue mich dich heute zu diesem Interview begrüßen zu dürfen.
Freut mich ebenso, obwohl ich mir nicht ganz sicher bin, ob das hier die beste Gegend für ein Interview ist. Zumindest in letzter Zeit geht es hier etwas … rauer zu. Es gibt in dieser Stadt eindeutig angenehmere Orte, aber hier ist es wohl auch authentischer. Vielleicht gehen wir einfach ein paar Schritte? Dann fallen wir nicht so auf…

Allerdings dachte ich auch deinen Hauptprotagonisten zu begegnen.
Rory … ich meine Mister McRoy hat später Zeit für uns. Seit dem Untergang der Glory hat er alle Hände voll zu tun. Fabriken stehen still, Arbeiter kämpfen um ihre Rechte und gehen in den Streik, Sabotage in den Fabriken. Eine ganze Menge Arbeit für einen Friedenshüter. Immerhin geht es ja darum, Blackwater am Laufen zu halten.

Wie kommen wir nun zu Friedenshüter Alexander McRoy?
Wir könnten laufen, aber das ist ein gutes Stück. Und es gibt Ecken in dieser Stadt, da ist man unbewaffnet besser nicht unterwegs. Was mich angeht, so bin ich nur mit Stift und Papier bewaffnet und dachte daher, wir fahren zu ihm. Ich habe mir daher die Freiheit genommen, einen Dampfwagen zu organisieren. Völlig ungefährlich! Er wartet dort vorn auf uns.

[Wir besteigen einen ganz speziellen Wagen.]

Ich kann den Wagen gar nicht beschreiben. Kannst du ihn unseren Lesern beschreiben? 
Das hier ist ein Dampfwagen. Wie eine Kutsche, nur eben ohne Pferde. Die Energie zur Fortbewegung wird mittels einer Dampfmaschine erzeugt, die von Vita angetrieben wird. Ein richtiges Kraftpaket! Und auch sauber. Vita verbrennt rückstandsfrei und geruchlos. Ganz anders als die Maschinen, die von Kohle angetrieben werden. Man kann bequem reisen, die Maschine ist nicht so laut, dass man sein eigenes Wort nicht mehr versteht. Das hier ist nur eine der Segnungen der Moderne, die Blackwater Vita zu verdanken hat. 

[Beim Haus von Alexander McRoy angekommen, stehen wir vor verschlossenen Türen.]

Wie kommen wir jetzt hinein? 
Sowas. Er hatte mir den Termin zugesagt. Entweder, er ist in Whitehall aufgehalten worden oder er hat es vergessen. Aber keine Sorge, ich bin vorbereitet. Ein Kollege von ihm hat mir einmal gezeigt, wie man diese Tür hier aufbekommt. Das ist einfacher als gedacht, wenn man es erstmal verstanden hat. Dieser Kollege war wohl schon ein paar Mal gezwungen, sich so Zutritt zu verschaffen. Einen Moment, ich… [fachkundiges Knacken des Schlosses] So. Doch nichts verlernt. Vielleicht gehe ich vor und stelle sicher, dass Mister McRoy uns nicht für Einbrecher hält? Warten Sie vielleicht doch besser einen kurzen Moment hier. [Der Autor verschwindet im dunklen Flur und tritt durch eine Tür am Ende des Ganges. Sanfte, klassische Musik tönt aus jener Richtung. Die Tür schließt sich und leise Stimmen sind zu vernehmen. Nach einiger Zeit kommt der Autor zurück]. Sie müssen entschuldigen, Mister McRoy hatte einen langen Tag. Aber er hat jetzt Zeit. Stellen Sie nur alle Fragen, ich halte mich im Hintergrund. [Zurück in ein großes Wohnzimmer, in dem ein bemerkenswertes Chaos herrscht: Aktenstapel, aufgeschlagene Bücher, halbleere Flaschen, auseinandergebaute Waffen und überquellende Aschenbecher. An der Wand ein großes Portrait eines jungen Offiziers in Uniform, darunter drei Orden hinter Glas. Der Mann, der im Wohnzimmer auf der Couch wartet, ist viel Älter als auf dem Gemälde, das steife Bein ausgestreckt]

Freut mich Sie kennenzulernen, Friedenshüter McRoy! Wie geht es ihnen?
Den Umständen entsprechend gut, Danke. Mein Bein macht mir heute etwas zu schaffen, aber das ist nichts, was ich nicht in den Griff bekommen könnte. Entschuldigen Sie bitte, wie es hier aussieht. Ich sollte mir wohl mal eine Haushälterin suchen. 

Was hat es mit ihrer Berufsbezeichung Friedenshüter auf sich? Was kann man sich darunter vorstellen?
Keine Gesellschaft kann ohne Gesetze funktionieren. Je mehr Menschen es an einem Fleck gibt, umso wichtiger ist die Ordnung. Es ist meine Aufgabe Recht und Gesetz in dieser Stadt durchzusetzen. Wir Friedenshüter sind Ermittler, Richter und Henker in einer Person. Das beschreibt es am besten.   

Dann ist ihre Aufgabe gerade jetzt eine sehr wichtige, oder? Ich habe beim Herfahren sehr viele Aufstände und Proteste gesehen. Warum herrscht ein solcher Aufruhr?
Die Glory, ein Frachter mit der Jahresproduktion an Vita, ist mit Mann und Maus in einem Sturm gesunken, wie die Zeitungen berichten. Das Problem ist, dass Vita das Lebenselixier dieser Stadt ist, verstehen sie? Die Fabriken, die Maschinen, der Strom: Alles ist ohne Vita nicht möglich. Sie können sich also vorstellen, dass gerade alle besonders nervös sind. Der Arbeiter, weil er fürchtet, dass seine Fabrik schließen muss; der Wirt, weil er fürchtet, dass ihm die Gäste ausblieben und der Fabrikbesitzer fürchtete um seinen Profit. Und das in einer Zeit, in der wir schon genug Probleme haben. Vita hat das Leben des einfachen Arbeiters nicht besser gemacht. Mancherorts schuften die Männer für Hungerlöhne, werden ausgebeutet. Und dann gehen sie auf die Straße. Eine … explosive Mischung, wenn Sie verstehen.     

Immer wieder begegnet mir der Begriff Vita. Im Titel des Buches, egal wo man hinschaut, überall Vita. Was kann ich bzw. der Leser sich darunter vorstellen?
Wenn ich das Geheimnis wüsste, dann wäre ich wohl ein gemachter Mann. Vita ist eine geleeartige, klare Flüssigkeit, die vor fast zwei Jahrzehnten von Hartford&Barnaby eingeführt wurde. Wo dieser Wunderstoff herkommt, weiß keiner genau. Sie schaffen ihn über das Meer, vom Nachbarkontinent, aber sie halten geheim, wie er entsteht. Sicher ist, dass Vita viel leistungsfähiger als alles ist, was wir bisher kannten. Und viel sauberer. Es handelt sich um den Schmierstoff dieser großen Maschine Namens Blackwater. Es ist, das kann man wohl ohne Umschweife sagen, die Zukunft, eine Erfindung, die vieles von dem, was sie gesehen haben – Dampfwagen, Fabriken, stählerne Schiffe und Licht – erst ermöglicht hat. 

Nun zur letzten Frage für heute: Was sind eure Wünsche für Blackwater oder für euch selbst und eure Zukunft?
Frieden. Und nicht nur Recht, sondern auch Gerechtigkeit. Es wäre schön, wenn das die Maxime der Friedenshüter wäre. Aber das bleibt wohl ein Traum.


Herzlichen Dank für dieses sehr interessante Interview!

[ebook] 12. Buch im April: Vita von Felix A. Münter






Das Buch "Vita" wurde von Felix A. Münter verfasst und erschien 2016 im Papierverzierer Verlag.

Alles beginnt mit dem Untergang des Schiffes Glory, denn der hatte einen ganzen Jahresvorrat von Vita an Board. Mit dem Mangel an dem Treibstoff und Lebenelixier, und den beginnenden Kampf der industriellen Revolution beginnt die Mühe um Ruhe und Zusammenhalt in der Gesellschaft zu sorgen. Ein Fixpunkt ist hier Friedenshüter Alexander McRoy.

Dem Autor gelingt es ein tolles Steampunkabenteuer zu zaubern. Mit dem sehr grummeligen, aber sympathischen Hauptprotagonisten Alexander McRoy erleben wir ein Erwachen neuer Macht und einen Kampf um Sicherheit und Ruhe in Blackwater. Obwohl Steampunk, kann man sich doch sehr gut in die Geschichte hineinfühlen und man kann mit allen Beteiligten eine Geschichte erleben, welche einfach spannend und interessant zugleich ist. Auch mit geschichtlichen Zusammenhängen in Bezug auf die industrielle Revolution wurde nicht gespart. Auch politische Machtgefüge werden immer wieder aufgegriffen und versucht zu erklären, wie es zu einem solchen Verhalten der Macht kommen konnte.
Alexander McRoy ist Friedenshüter und geht in seiner Aufgabe der Umsetzung seiner Befehle, voll und ganz auf. Man fühlt die Dienstbefließenheit und den Willen, die Arbeiter zum Protestaufgabe zu zwingen und einen geregelten Ablauf in Sinne der Stadt herzustellen. Er steht zu seinem Wort, egal auf welcher Seite derjenige steht, mit dem er den Deal abschließt, denn ab und zu muss man abwägen, wie weit man mit oder ohne diese Information kommt. Dass ihn das fast in den Abgrund befördert, wird erst später sehr markant wahr.
Die Sprach- und Wortwahl sind sehr klar und die Geschichte somit sehr flüssig und locker zu lesen. Man kann sich voll und ganz auf die Geschichte einlassen, was nicht zuletzt an dem Protagonisten Alexander McRoy liegt. Auch die inneren Zweifel, die er mit sich ausficht, machen ihn zu einem sehr sympathischen und guten Protagonisten. Die Kapitellängen sind zwar lang, aber eben durch die sehr spannungsgeladene Geschichte, eine Leichtigkeit durch diese hindurch zu fliegen.

Jeder, der noch nie Steampunk gelesen hat, aber sich gerne einmal an einem Stück dieses Genres ausprobieren möchte, ist mit diesem Werk von Felix A. Münter sehr gut beraten. Denn es behandelt nicht nur neue Möglichkeiten, sondern beleuchtet auch die Situationen der industriellen Revolution und deren Politik.
Begeben Sie sich auch nach Blackwater und entdecken sie mit Alexander McRoy das Leben und Wirken von Vita.

[Buchvorstellung] Vita von Felix A. Münter



Hallo zusammen, ich möchte mich gerne vorstellen, mein Name ist Alexander McRoy. Meine Freunde, wirklich guten Wegbegleiter und Vertrauten nennen mich allerdings Rory. 

Was ich hier will? 

Na was wohl, ich stelle euch das Buch "Vita" vor, wo ich mich von der ersten bis zu letzten Seite immer ganz in den Vordergrund dränge. Ja, ich bin der Wichtigste, neben Vita natürlich. Alles dreht sich um mein Leben in Blackwater, denn dort bin ich Friedenshüter.

Diese Arbeit ist nicht die einfachste Arbeit, die mir da mein Autor zugeschrieben hat, denn ich stehe praktisch zwischen den Fronten. Denn ich will meine Arbeit zur Zufriedenheit meiner  Arbeitgeber lösen und natürlich verstehe ich auch ein Stück weit die Protestierenden. Denn in der jetzigen Zeit ist das Leben als einfacher Arbeiter nicht einfach, denn diese industrielle Revolution und das Aufkommen von Vita vereinfacht die Sache nicht unbedingt.
Denn die Sache ist die, unsere Stadt ist auf Vita aufgebaut. Alles läuft fast ausschließlich damit, die Autos, die Fabriken,.... und dann kam dieser Untergang der Glory, die sollte einen riesigen Vorrat an diesem sagenumwobenen Vita heran schaffen. So genau kann ich euch diese Geschichte allerdings nicht erzählen, denn da war ich einige Zeit außer Gefecht gesetzt, denn als ich eine Widerstandszelle ausheben wollte, passierte mir ein kleines Missgeschick. Seitdem bin ich irgendwie froh, dass es dieses Vita gibt, obwohl es mein Leben nicht gerade einfacher macht.

Aber nun, genug von mir und der Geschichte rund um mich. Sicherlich wollt ihr die genaueren Zusammenhänge selber lesen, deswegen geht entweder zu Amazon und kauft euch das Taschenbuch um 13,95€ oder das ebook um 3,49€ oder geht am Besten auf die Seite des Papierverzierer Verlages und kauft es dort im Onlineshop.

Ja, Felix A. Münter ist ein tolles Buch über mich gelungen, deshalb will ich euch noch schnell etwas zu ihm verraten. Er wurde 1985 geboren und studierte angewandte Sozialwissenschaften in Dortmund. Seit Ende seines Studiums arbeitet er als Freiberufler im Sozial- und Gesundheitswesen. Als Autor ist er seit 2014 tätig. Da er neben dem Verfassen von Geschichten, auch ein leidenschaftlicher Rollen- und Brettspieler ist und ein ausgeprägtes Interesse an Politik und Geschichte hat, entstand schließlich auch meine Geschichte. Ein Glück, dass er in vielen Genres zu Hause ist, sonst hättet ihr niemals die Chance gehabt, über mein Leben zu lesen.

Aber nun genug geredet. Kauft euch das Buch, lest es und entdeckt das Geheimnis meines Lebens und das von Vita.

Ach ja, und irgendwo auf diesem Blog wird es dann auch noch ein Interview mit mir geben. Nicht nur, dass man 262 Seiten durch die Seiten hetzen darf, muss man sich auch noch ausfragen lassen.

Faszination Dystopie - Was fasziniert uns daran so sehr?








Faszination Dystopie - 
Was fasziniert uns so sehr daran?

Vor einigen Tagen stand diese Frage ganz oben auf der Autorenseite von Esther S. Schmidt und ja, es ist wirklich eine gute Frage.

Die Definition einer Dystopie ist nämlich laut Wikipedia folgende:
Eine Dystopie (zu griechisch dys- = schlecht und tópos = Platz, Stelle; englisch dystopia), auch Antiutopie genannt, ist ein Gegenbild zur positiven Utopie, der Eutopie, und ist in der Literaturwissenschaft eine fiktionale, in der Zukunft spielende Erzählung mit negativem Ausgang. Sie entwirft ein zukunftspessimistisches Szenario von einer Gesellschaft, die sich zum Negativen entwickelt, und stellt somit einen Gegenentwurf zu Thomas Morus’ Utopia dar. Häufig wollen die Autoren dystopischer Geschichten mit Hilfe eines pessimistischen Zukunftsbildes auf bedenkliche Entwicklungen der Gegenwart aufmerksam machen und vor deren Folgen warnen.

Den gesamten Post dieser Fragen und die Antworten findet ihr natürlich auch auf Facebook!


Die Frage aller Fragen von Esther S. Schmidt:Dystopie - eine negative Zukunftsvision - was fasziniert eigentlich daran? Mein Buch (Die zweite Finsternis) gehört in dieses Genre. Warum lesen wir düstere Bücher oder schauen düstere Filme? Irgendwelche Ideen dazu?




Also, ich muss sagen, wenn ich so mein Bücherregal durchstöbere, habe ich eindeutig den Hang zu dystopischen und dunklen Büchern.
Um nur einige zu nennen, welche in meinem Regal oder e-reader sich befinden. Manche schon gelesen, manche warten noch auf Erlösung. Und es gibt eine Unmenge an Büchern, welche ich noch haben möchte.
  • Stephenie Meyer: Seelen
  • Suzanne Collins: Die Tribute von Panem
  • Susan Beth Pfeffer: Die Welt, wie wir sie kannten
  • Stephen King: Der Todesmarsch
  • Justin Cronin: Der Übergang
  • George Orwell: 1984
  • James Dashner: Die Auserwählten (Maze Runner)
Auch in meiner DVD-Sammlung gibt es einige sehr gute dystopische Filme.
  • Die Insel
  • The book of Eli
  • Tribute von Panem
  • Maze Ranner
  • Matrix
  • Wall e
Aber warum lese und schaue ich solche Filme und Bücher so gerne?
Die Frage lässt sich eindeutig beantworten. Diese Bücher sind dunkel, beleuchten eine Seite der Menschheit, die vielleicht noch dunkler ist als die Wirklichkeit. Denn viele lesen ja auch, um der Wirklichkeit nicht immer ins Auge sehen zu müssen. Man kann eindeutig sagen, wenn man mit so einem Buch durch ist, ist meist das echte Leben auch nicht mehr so düster und dunkel.
Außerdem erdenken sich die meisten Autoren ein Szenario, welches so spannend ist, dass man diese Bücher und Filme nicht mehr zur Seite legen kann. Sicherlich, es gibt auch Ausnahmen von der Regel, aber ihr gebt mir doch recht, meist regen sie sogar zum Denken an, wie man die Welt vielleicht auch noch ein Stückchen in die richtige Richtung lenken könnte.


Zum Abschluss meines kleinen Exkurses in die Welt der Dystopien, möchte ich euch noch die Bücher des Papierverzierer Verlages zu diesem Genre ans Herz legen. 



[Rezension] 11. Buch im April: Mercenary von Felix A. Münter

Der Thriller "Mercenary" wurde von Felix A. Münter verfasst und erschien 2017 im Papierverzierer Verlag.

Carter, bekommt von Mr. Maryland einen gut bezahlten Auftrag als Söldner, den Diebstahl auf die Schließfächer der Haven-Bank aufzuklären. Zwar erfährt er nicht, was in den Schließfächern sich befunden hat, aber da der Auftrag gut bezahlt wird, sagt Carter zu und befindet sich sofort in Mitten von Mord, Totschlag und Korruption.

Dem Autor gelingt es einen ganz speziellen Thriller zu zaubern, denn bereits ab der ersten Seite, ist dieses Buch spannend und wirklich ein Pageturner. Man will unbedingt wissen, wie die Geschichte weitergeht, welche Probleme und Bosheiten noch versteckt werden. Auch der Hauptprotagonist ist ein sympathischer Kerl, welcher mit seinem nicht alltäglichen Beruf als Söldner sein täglich Brot verdient.
Carter, der eigentlich gar nicht so heißt, sondern oft mit Decknamen arbeitet, fällt sofort als zielstrebig und selbstbewusst auf. Man hat das Gefühl, dass er das Leben im Griff hat und sich nicht unterkriegen lässt. Allerdings so kommt es einem auch als Leser vor, verliert er immer mehr die Zuversicht den Fall wirklich lösen zu können, denn viele verschiedene Organisationen sind ihm bei seiner Hatz durch New York auf den Fersen. Aber Carter ist nicht einer, der klein beigibt, er kämpft und arbeitet.
Das Buch hat einen angenehmen Sprachstil und die Wortwahl macht die Geschichte spannungsgeladen, hitzig und interessant. Man kann mit dem Hauptprotagonisten durch die Geschichte stürmen und sich trotzdem Gedanken machen, wie es weitergeht. Viele Wendungen und Überraschungen verfolgen unseren Hauptprotagonisten, welche seht interessant und spannend sind.

Ein absolutes Muss für jeden Thrillerfan. Begeben Sie sich mit Carter nach New York und lösen Sie den Fall mit ihm.


[Buchvorstellung] Mercenary von Felix A. Münter




Buchvorstellung
Mercenary

Wichtige Fakten:
Autor: Felix A. Münter
Erscheinungsjahr: 2017
Verlag; Papierverzierer Verlag
Seitenanzahl: 186 Seiten
Preis ebook: 1,49€

Neugierig geworden? Hier gibt es das ebook zu kaufen:
Amazon und Papierverzierer Verlag


Über den Autor:

Felix Alexander Münter, geboren 1985, studierte angewandte Sozialwissenschaften in Dortmund und arbeitet seit dem Ende seines Studiums als Freiberufler im Sozial- und Gesundheitswesen. Seit 2014 ist er auch als Autor tätig. Neben dem Verfassen von Geschichten ist er leidenschaftlicher Rollen- und Brettspieler und hat ein ausgeprägtes Interesse an Politik und Geschichte. Seit seinem Debüt »Neue Hoffnung«, dem Auftakt der »The Rising«-Reihe, schreibt er unermüdlich in zahlreichen Genres: SciFi, Postapokalypse, Horror, Thriller, Steampunk und Fantasy. Felix A. Münter fühlt sich in vielen Genres zu Hause. Im April 2015 wurde sein Erstlingswerk »Neue Hoffnung« mit dem RPC FANTASY AWARD ausgezeichnet.


Über das Buch:
Carter ist käuflich. Der Söldner ist bereits seit Jahren tätig und weiß, dass man nicht zu viele Fragen stellt – vorausgesetzt der Preis stimmt. Sein neuster Kontrakt bringt ihn nach New York, wo ein wohlhabender Klient auf die Dienste des Profis angewiesen ist. Der Auftrag scheint keineswegs außergewöhnlich zu sein, er ist einer von vielen. Doch bald schon merkt Carter, dass es um mehr geht als um die Aufklärung eines Bankraubs, der laut Aussage des Auftraggebers für die Polizei eine Nummer zu groß sei. Und tatsächlich erfährt der Söldner Kurze Zeit später, was es bedeutet, einer wirklich heißen Spur zu folgen. Carter jagt der Fährte kreuz und quer durch New York, gerät an Gangs, die Mafia und an noch gefährlichere Typen. Der Profi verfängt sich in einem Netz aus Unwahrheiten, Lügen und der Gier skrupelloser Menschen. Er geht an seine Grenzen, setzt sein eigenes Leben aufs Spiel – und muss sich am Ende der Frage stellen, ob Moral wirklich käuflich ist.
"Carter ist übrigens nicht mein richtiger Name."

Was ich mir erwartet habe und was ich bekommen habe:
Der Klappentext versprach viel Action und Spannung, also musste ich einfach sofort zuschlagen, denn an einem guten Thriller kann ich nicht vorbei. Was soll ich sagen, das Buch und der Autor halten, was sie versprechen. Von der ersten Seite weg kann man sich dem Thrill des Buches nicht entziehen. Sofort kämpft man mit Carter gegen alle möglichen Feinde.

Fazit: Unbedingt lesen!

[ebook] 10. Buch im April: Halbling unter Huren & Halunken von Alexander Bálly



Das Buch "Halbling unter Huren und Halunken" wurde von Alexander Bálly verfasst und erschien unter diesem Titel neu überarbeitet 2017 im Papierverzierer Verlag.

Lupina lebt ihr Leben abseits der üblichen Wohnorte für Halblinge, mitten in der Stadt voller Trampelfüßen. Als sie unter massiven Geldschwierigkeiten leidet, erhält sie ein unschlagbares Angebot. Dasal, ein Bestatter vermisst vier seiner Leichen und ersucht sie, leise und diskret nachzuforschen, was dahinterstecken könnte. Ein Abenteuer der besonderen Art beginnt.

Dem Autor gelingt es eine ganz neue Art von Halblingen darzustellen, denn unsere Lupina ist irgendwie anders, als die Halblinge, die wir sonst so aus den Geschichten kennen. Ihm gelingt uns in die Geschichte hineinzuschreiben, sodass wir mit Lupina auf die Entdeckung und Ermittlung der besonderen Art gehen können. Denn das Setting ist ein besonderes. Wir befinden uns mitten in der Stadt, zwischen Huren, Halunken, Orks und dem Friedhof. Die Ermittlungsarbeit ist auch nicht immer so eindeutig, wie sonst in Büchern, denn sie geht anders vor.
Lupina ist eine witziger, selbstbewusster weiblicher Halbling, der durch zynische und oft direkte Art aneckt. Aber auch durch ihre Direktheit anders zu Lösungen zu kommen scheint. Ihre Ansätze das Rätsel der verschwundenen Leichen zu lösen bringen sie in Situationen, welche sie auch oft selbst in Gefahr bringt. Doch durch ihre Fähigkeit geschickte Halbwahrheiten zu erfinden, kommt sie immer wieder einen Schritt weiter und löst so nebenher noch eine andere Verbrechen.
Die Sprache und die Wortwahl gefallen sehr gut, denn durch die lockere Art und die besondere Auswahl von Dialekten, kann man sich in die Geschichte direkt hineinfallen lassen und kann mit den Betroffenen eine spannende Geschichte erleben. Auch die teilweise innere Zerrissenheit der Hauptprotagonistin ist förmlich zu spüren, wenn man die Gefahr immer näher ziehen sieht.

Jeder, der mit einem ganz besonderen Halbling ein Abenteuer erleben will, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen und es einfach genießen den Fall mit Lupina zu lösen.


[Buchvorstellung] Halbling unter Huren und Halunken von Alexander Bálly





Buchvorstellung
Halbling unter Huren und Halunken

Wichtige Fakten:
Autor: Alexander Bálly
Erscheinungsjahr: 2017
Verlag: Papierverzierer Verlag
Seitenanzahl: 324 Seiten
Preis für ebook: 2,99€
Preis für Taschenbuch: 14,95€


Interesse?
Amazon oder Papierverzierer Verlag


Über den Autor:
Alexander Bálly, Jahrgang 1964, wuchs in Oberbayern auf und wohnt in der Holledau zwischen Ingolstadt und München. Nach dem Abitur und einer Lehre zum Buchhändler studierte er in München Kunstgeschichte und ein wenig Theologie. Während des Studiums und auch danach noch arbeitete er bei mehreren Verlagen und Buchhandlungen. Gelegentlich gab er auch Kurse für Hobbyautoren und ist aktiv in zwei Autorenkreisen. Seit etwa 1995 schreibt er regelmäßig. Die ersten Romanprojekte waren Fantasykrimis. Sie erschienen ab 2010 im AAVAA-Verlag. Es sind bislang drei Fantasy-Krimis und ein Spin-Off. Im Jahr darauf erschienen die Krippengeschichten. Im selben Jahr gab er eine Weihnachtsanthologie. Nebenbei entstanden verschiedenste Kurzgeschichten, ein Kasperlstück und ein Krippenspiel. 2014 erschien im Sutton-Verlag sein erster Holledauer Krimi, der – wie der Folgeband – die Herzen der Leser im Sturm eroberte. Immer wieder kann man ihn bei Lesungen in der Region hören und persönlich kennenlernen.

Über das Buch:

Halblinge haben es schwer unter Menschen. In der Hafenstadt Garbath muss sich die Halblingsdame Lu zwischen Händlern, Huren und Halunken über Wasser halten. Lu ist stets in Geldnot und nimmt jede Arbeit an, die sie finden kann. Nun ja ... fast jede. Als einem Bestatter zum vierten Mal eine Leiche gestohlen wird, soll Lu diskrete Ermittlungen anstellen, wodurch sie ganz unverhofft zur Detektivin wird. Mit ihrem Einfallsreichtum, bissigem Witz und spontaner Hochstapelei kommt sie der Lösung immer näher. Während sie dem Täter auf die Schliche kommt, begibt sie sich selbst in tödliche Gefahr. Ein nicht ganz so ernster Krimi im Setting von High Fantasy, wie sie kaum epischer sein könnte.

Was ich mir erwartet habe und was ich bekommen habe:
Ich erwartete mir ein Buch über eine junge Halblingsdame, welche sich scheinbar mit allerlei nicht so beliebter Arbeit über Wasser halten muss. Doch diese Halblingsdame konnte mich in allen Bereichen überraschen. Sie ist wirklich etwas anderes, etwas besonderes. Klein aufmüpfig und über so manche Situation erhaben rauscht sie durch dieses Abenteuer voller interessanter Wendungen und interessanter Charaktere.

Fazit: Unbedingt lesen!!!

Donnerstag, 20. April 2017

[ebook] 9.Buch im April: Vergiss die Liebe nicht von Marie Force


Das Buch "Vergiss die Liebe nicht" ist der erste Teil der Neuengland-Reihe von Marie Force. Das englische Original erschien bereits 2011 unter dem Titel "Treading Water". 2016 erschien nun die deutsche Übersetzung von Bettina Ain.

Jack Harrington erfährt während eines Golfspiels von einem schweren Unfall seiner Frau Clare. Während einer Shoppingtour mit seinen Kindern Jill, Kate und Maggie wird sie von einem Auto angefahren und schwer verletzt. Da auf Grund der Kopfverletzung eine vollständige Genesung von den Ärzten ausgeschlossen wird, beginnt nun ein anderes Leben. Zunächst verlieren sich die Familienmitglieder völlig aus den Augen, aber dann beginnt nach einem Jahr und mit dem Wiedereinstieg in die Firma von Jack eine Neustart der Sonderklasse, doch wie soll es weitergehen, er ist ein verheirateter Mann, obwohl die Frau im Koma liegt und ist verliebt in eine andere, die noch dazu in einer völlig anderen Region lebt. Wie stark kann die Liebe sein?

Der Autorin gelingt es feinfühlig und gefühlvoll eine Geschichte zu erzählen, die einmal etwas anders ist, als die Liebesgeschichten, die man sonst so liest. Alleine die fast ausweglose Situation mit dem Unfall und dem Koma versetzt einem gleich zu Beginn sehr real in ein Szenario, welches man nicht wirklich erleben möchte. Doch schafft es die Autorin einem total in diese hineinzuwerfen. Denn wie würde man sich selbst entscheiden, stünde man vor so einer Situation? Glaubt man an die vollständige Wiederherstellung, oder verlängert man nur ein Leben, was für beide Seiten nicht mehr wirklich lebenswert ist?
Jack Harrington, der Hauptprotagonist, der eigentlich am meisten an der Geschichte zu kämpfen hat, ist ein sehr gewissenhafter, ehrbarer Mann und liebevoller Vater und Wegbegleiter. Alleine die Situation nicht völlig entgleiten zu lassen, scheint sehr schwierig zu sein, aber er schafft es nach einer doch sehr schweren Zeit sich als der Vater zu zeigen, als der er gesehen werden will. Denn es ist sicher nicht einfach für einen Vater, der sich immer auf seine Frau verlassen hat auf einmal alles selbst zu regeln und zu machen. Sicher, er hat ein gutes Netzwerk, kann sich auf seine Freunde verlassen, aber der Druck der auf ihm lastet ist deutlich zu spüren.
Die Sprach- und die Wortwahl ist sehr gut gewählt. Man konnte sich in die Geschichte hineinfallen lassen, sich von ihr tragen lassen. Man konnte die innere Zerrissenheit förmlich mit den Händen greifen, als er vor der Wahl stand, Liebe oder Verpflichtung. Dadurch wurde der Hauptprotagonist greifbar, ja fast echt. Denn genau dort scheint der Knackpunkt zwischen Absturz und Leben zu sein und der ist eingefangen worden und an den Leser herangetragen worden.

Jeder der einen Liebesroman mit Tiefgang und auch überraschenden Wendungen lesen will, der ist mit diesem Roman von Marie Force sehr gut beraten. Begleiten Sie Jack durch das dunkle Tal und die fröhlichen Klippen des Lebens.

Mittwoch, 19. April 2017

[BuchBloggerBox] Hot Irish Coffee von Anba Sceal

Es ist soweit, heute kam das Paket von Manuela Pfleger vom Blog Manus Bücherregal an.


Sofort das Papier runter und schauen, was sich darin befindet. :)


Der erste Blick in die Schachtel ist doch immer der Schönste! :)

Dieses Mal waren sogar drei Päckchen drinnen. Wahnsinn! Danke! Das ist ja wie Weihnachten (sogar das Wetter passt!) ;)


Als dann alles ausgepackt war, befanden sich diese Massen an Sachen darin. Meine Schokosucht kann ich definitiv damit ausleben :D

Danke auch für das Notizbuch, wo ich gleich Ideen und Zitate hineinschreiben werde.

Danke nochmal, dass ich bei dieser tollen Box rund um Anba Sceals Buch "Hot Irish Coffee" dabei sein darf!

Montag, 17. April 2017

[ebook] 8.Buch im April: Du sollst nicht lügen von Tanya Anne Crosby



Das Buch "Du sollst nicht lügen" ist der zweite Teil der Aldridge-Schwestern-Krimi-Reihe von Tanya Anne Crosby. Herausgegeben wurde es 2015 von Oliver-Heber Books.


Ich muss sagen, im gleichen Maße, wie mich Band eins enttäuschte, war es Band zwei, der mich total vom Gegenteil überzeugte. Diese zweite Teil der Aldridge-Schwestern-Reihe war anders, war spannend ab der ersten Minute, man konnte mitfiebern mit den drei Schwestern und deren Umfeld. Alleine die Anfangsszene war so verfasst, dass man nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Man wollte unbedingt wissen, wer denn nun der Täter sein könnte.
Auch die Schwestern kamen dieses Mal anders herüber, als im ersten Teil. sie waren für mich greifbarer, echter und einfach Frauen, welche mitten im Leben stehen.
Dies machte natürlich auch viel aus im Lesefluss. Das Buch war dieses Mal extrem flüssig und gut zu lesen. Man hatte nicht das Gefühl ständig irgendwie hinterherzuhinken, nein, man konnte direkt mit den Schwestern, mit den Ermittlern und den Betroffenen mitfiebern, weinen, lachen und auch ein bisschen fürchten, denn oft war es doch ein sehr düsteres Szenario, was sich dort abspielte.


Also dieses Mal kann ich allen nur raten, diesen Teil der Reihe zu lesen, denn er ist wirklich sehr gut verfasst und eine Freude das Buch zu lesen.

Freitag, 14. April 2017

[Protagonisteninterview] 99 Tage mit Julie von Franziska Erhard








Protagonisteninterview
99 Tage mit Julie




[Wir befinden uns irgendwo in den Allgäuer-Alpen in einem wunderschönen Hotel. Franziska hat mich hier zu einem ganz besonderen Interviewtermin hergebeten.]


Hallo Franziska, freut mich, dass ich hier sein darf. Aber warum diese abgelegene Location? Hat das eine besondere Bewandtnis?
Hallo Claudia. Ich freue mich, dich kennenzulernen.
Ja, diese Location hier … wunderschön, oder? Und natürlich hat das einen besonderen Grund. Meine Protagonisten, Julie und Paul, hatten ein paar, ich sag mal, Anlaufschwierigkeiten. Und deshalb habe ich beschlossen, die beiden auf eine romantische Luxushütte zu verfrachten. Ich fand den Gedanken sehr spannend, was alles passieren kann, wenn man so dicht aufeinandersitzt und sich nicht aus dem Weg gehen kann. Ich hatte bestimmte Vorstellungen, als ich anfing, an der Geschichte zu arbeiten. Aber ich muss sagen, die beiden machen einen tollen Job und überbieten mich fast.

Ok, das ist ja mal eine Ansage. Wie geht es jetzt weiter, wann darf ich deine Hauptprotagonisten kennenlernen?
Gleich. Aber ich muss dich warnen. Ich denke, die sind im Moment nicht allzu gut auf mich zu sprechen, weil ich sie hierher geschickt habe... Und dabei habe ich mir so eine traumhafte Kulisse ausgedacht, mit allem Komfort.[lacht]. Nun ja, vielleicht haben sie sich inzwischen auch daran gewöhnt und beginnen, die Vorteile zu sehen, die das alles hier hat.

[Dennis fährt mit dem Allradtauglichen Auto vor und lässt uns voller Enthusiasmus einsteigen.]

Dennis, bist du immer so gut drauf? Und wohin bringst du uns?
Ja, ich bin ein gutgelaunter Mensch. Ich versuche, immer nur das Gute zu sehen. Und im Moment … nun, wir hatten schon schlimmere Gäste oben auf der Hütte. Ich freue mich jeden Tag darauf, hochzufahren und Julie zu sehen. Oh, und Paul, den auch, irgendwie.
Obwohl, mal unter uns, die beiden alleine da oben, manchmal ist mir dabei nicht wohl. Ich meine, die Hütte ist eigentlich für Verliebte, ganz einsam, total romantisch, lauter plüschige Teppiche und so … Und Verliebte, das sind die nun ja gar nicht, zum Glück. Aber ich habe ein Auge auf Julie, also ich meine, dass ihr nichts passiert oder so. [Er hüstelt und grinst]

[Mit einem wunderschönen Blick auf die Allgäuer Bergwelt, werden wir bei der noblen Almhütte herausgelassen. Paul reißt die Tür auf und schaut gespannt heraus.]

Hallo, freut mich Sie kennenzulernen, Herr Blasberg, Frau Warass. Wie geht  es ihnen heute?
Paul: Danke, gut. Nett, Sie kennenzulernen. Ich bin Paul.
Julie: Hallo Claudia. Ich darf doch Claudia sagen? Ich bin Julie, mit einem weichen L, aber das weißt du sicher bereits. Kommt doch rein.

Was verschlägt euch in diese idyllische Berghütte, so fernab jeglicher Zivilisation?
Julie: Also, wir arbeiten an diesem Buch, Paul und ich. Das ist schwieriger, als es sich anhört, weil … nun, weil wir einfach unterschiedliche Arbeitsstile haben. 
Paul: Was Julie meint ist, dass ich anders arbeite als sie. Julie ist die Eifrige in Team. Ich bin eher der, der sich von seinen Eingebungen leiten lässt. Das geht leider nur bedingt, wenn man zusammen an einem Buch schreibt. Und deshalb hat Frank, also der Verlagschef Frank Lewien, beschlossen, uns in dieses [er sieht sich um und verzieht leicht das Gesicht] Idyll zu schicken. Und nein, wir wurden nicht gefragt, ob wir das wollen. Er war in dieser Hinsicht ziemlich bestimmt.
Julie: Genau. Weil es daheim nicht geklappt hat. [Sie runzelt leicht die Stirn.] Nicht, dass ich es nicht versucht hätte. [Die Betonung liegt auf dem ich, und Paul zieht eine Augenbraue hoch, als er es bemerkt.] Aber nun sind wir hier, und da wir erst wieder wegkommen, wenn das Manuskript fertig ist, werden wir uns zusammenreißen und es einfach schreiben.
Paul: Zusammenreißen. [Er lächelt, was ganz hinreißend aussieht, mal so am Rande bemerkt.] Julie ist sehr gut im Zusammenreißen. Obwohl ich hoffe, dass sie es mal lässt. Ich denke, das könnte sehr interessant werden.

Oh, dass klingt ja nach einem ausgeklügelten Plan ihres Verlegers. Wie steht ihr denn jetzt nach diesen vielen Tagen, die ihr ja schon da seid zu dieser Entscheidung?
Paul: Es gibt schlechtere Orte zum Arbeiten, wenn man sich mal daran gewöhnt hat.
Julie: Wir haben uns arrangiert. Jeder hat seinen Arbeitsbereich, und es in der Tat hilfreich, den anderen in der Nähe zu haben, um Fragen zu klären.
Paul: Und um sich ein wenig besser kennenzulernen. Man kann nicht mit einem fremden Menschen ein Buch schreiben. Man muss wissen, wie der andere denkt und fühlt. Und Julie ist eine tolle Schriftstellerin. Ich muss sagen, ich fange an, unsere gemeinsamen Abende vor dem Kamin sehr zu genießen. [Er grinst zu ihr rüber.]
Julie: Oh … nun, wir arbeiten auch abends vor dem Kamin. [Sie greift nach einem Bleistift und kaut kurz darauf herum.] Wir besprechen dann bestimmte Szenen …
Paul: Oder denken nur darüber nach...
Julie: [errötet] Da ist ja diese Geschichte, die wir schreiben. Und man taucht ab, in den anderen Charakter, versucht zu spüren, was die Figur fühlt und wünscht.
Paul: Und was wir fühlen und wünschen? [Nun klingt seine Stimme ganz anders, sanft und fast lockend.]
Julie: [Hat schon wieder einen Bleistift im Mund, den sie jetzt langsam sinken läßt. Sie scheint ziemlich durcheinander zu sein und sieht Paul nicht an.] Nun, ich wünsche, dass wir bald das Buch fertig haben.
Paul: [sieht nachdenklich Julie an] Und ich wünsche, dass du dich endlich traust, du selbst zu sein. Und dass du diesen verdammten Stift endlich weglegst.

Ihr seid ja alle drei Schriftsteller, welche sind eure Lieblingsschriftsteller oder was ist euer absolutes Lieblingsbuch?
Julie: Das ist leicht. „Aurelie“ von Rosalie Joones. Ein tolles Buch. Das Beste.
Paul: Ein Buch, das mich schon lange begleitet, ist „Der Fänger im Roggen“ von J.D. Salinger. Toller Schreibstil. Aber ich lese gerade ein Buch, dass gute Chancen hat, den Fänger zu verdrängen. [Er grinst schon wieder zu Julie, die immer noch den Stift im Mund hat.]
Franziska: Ich habe viele Lieblingsschriftsteller, und je nach Stimmung hole ich mal wieder ein älteres Buch heraus. Zum Beispiel „Für jede Lösung ein Problem“ von Kerstin Gier, das ist genau mein Humor. Oder „Ruhig Blut“ von Terry Pratchett, einfach grandios. Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war „Ein Fall von Abenteuer“ von Eric Fisher, und er hat es direkt geschafft, ebenfalls auf meine Liste der Lieblingsautoren zu kommen.

Gibt es etwas, was ihr drei euch schon immer mal fragen oder sagen wolltet?
Paul: Also Franziska, die Sache mit dem Zahn, das war unnötig. Und dieser Dennis, der ist so überflüssig wie Fußpilz, und fast genauso lästig.
Julie: Was hat Dennis dir denn getan? Er ist nett. Egal. Aber mich würde es interessieren, warum du ausgerechnet mich ausgesucht hast, um diese, hm, Geschichte zu durchleben.
Franziska: Die Sache mit dem Zahn … [lacht]. Ich entschuldige mich. Ich fand die Szene einfach nur witzig, wenn auch auf deine Kosten. Und ganz unter uns, du warst auch zu mir recht unfreundlich, in den ersten Tagen unseres Kennenlernens. Aber ich habe dich schnell ins Herz geschlossen, und ich sehe etwas in dir, was andere noch nicht sehen. Und Dennis … Ich denke, der hat schon seinen Zweck hier, oder? [grinst]
Warum ich gerade dich ausgesucht habe für diese Geschichte, Julie? Weil ich, seit du das erste Mal in meinem Kopf aufgetaucht bist, wusste, dass du das hier erleben wirst. Du hast mich beeindruckt, weil du begabt und tough und witzig und mutig bist. Und ich wusste, wenn es jemand mit Paul aufnehmen kann, dann du. 

[Ein Hupen ertönt vor dem Haus und Dennis ist wieder da. Da wir nicht herauskommen, kommt er herein.]

Eine letzte Frage hätte ich ja noch an euch drei, Franziska, Julie und Paul. Was sind eure Wünsche für die Zukunft? Was erwartet ihr voneinander und wann kommt euer nächstes Buch heraus?
Julie: Ich wünsche mir, dass wir dieses Buch fertigbekommen. Und dass es gut ankommt. Ansonsten habe ich nicht allzu viele Wünsche. Nun ja, ein paar, aber die behalte ich lieber für mich. [Schon wieder errötet sie.] Und meine Erwartungen an Paul halte ich lieber mal ein wenig niedriger. Dann hat er es leichter, sie zu erfüllen, irgendwie. [lacht]
Paul: An ein nächstes Buch zu denken wäre kontraproduktiv. Jetzt müssen wir erst mal das hier schreiben. Aber wir sind auf einem guten Weg. Und das ist mehr, als sie mir zugetraut hat. [Sein Kopf nickt in Richtung Julie.] Was ich erwarte? Ich weiß nicht. Aber ich habe ein paar Ideen, die ich nur zu gerne umsetzten würde. Und keine davon werde ich hier laut sagen. Ihr müsst schon abwarten ...
Franziska: Ich habe eine Geschichte im Kopf, die unbedingt erzählt werden will. Allerdings komme ich im Moment leider nicht so oft zum Schreiben wie ich mir wünschen würde. Deshalb kann ich nichts Genaueres sagen. Dieses Jahr auf alle Fälle, alles andere steht noch in den Sternen.

Ich bedanke mich ganz herzlich für das Interview!


[Gemeinsam mit Franziska und Dennis, begebe ich mich wieder zum Auto und verlasse diese wundervolle Gegend.]