Freitag, 16. September 2016

10.Buch im September: Das Erbe des Barbiers von Osanna Stephan

Das Buch von Osanna Stephan "Das Erbe des Barbiers" erschien 2016.

Katharina Heiter findet am Dachboden ihres Hauses eine geheimnisvolle Schale und versucht nun herauszufinden, wem diese Schale gehört hat und wie derjenige in die Genealogie ihrer Familie hineingehört. Aber nicht nur das erfahren wir mit Hilfe von Kathi, auch ihr Liebes- und Privatleben wird besprochen. Andererseits wird die Geschichte des Barbiers Friedrich August Stuß genauer beschrieben, wie er zu der Berufswahl kommt und die weitere Entwicklung seines Lebens.

Der Autorin ist in diesem Buch gelungen, dass sie die beiden Zeitalter zu einem großen Ganzen zusammenführt und man sich trotz allem nicht fehl am Platz fühlt. Man kann mit beiden Hauptprotagonisten durch die jeweilige Zeitepoche wandeln und sich auch einiges interessante Fachwissen zum Berufsstand des Barbiers herauslesen.
Katharina Heiter kommt mir zu Beginn des Buches als sehr Weltoffen und auch lebensfroh vor, sie schwankt mit Dauer des Buches immer mehr zwischen Himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt. Doch hat sie oft auch eine gewisse Verbissenheit, welche sie an den Tag legt und die so manche Geheimnisse ihrer Familie an das Tageslicht bringt.
Friedrich Stuß, der Barbier ist zu Beginn des Buches eher seinem Großvater hörig, denn man hat das Gefühl, dass er den für ihn geplanten Weg nicht so führen möchte, wie es ihm vorgegeben wird. Doch mit Verlauf des Buches wird er immer selbst bestimmender und beginnt schön langsam sein eigenes Leben in den gefährlichen Jahren um 1800 zu führen.
Die Sprachwahl ist dem Text angemessen, jedoch konnte ich auch leider den einen oder anderen Tippfehler finden, die ab und zu den Lesefluss störten.

Jeder, der gerne in die Geschichte abtaucht ist mit diesem Roman gut beraten, da er diese Zeit um 1800 sehr gut beleuchtet und auch gewissen Berufe und bestimmte Werdegänge in dieser Zeit sehr genau erklärt.

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