Montag, 22. August 2016

19. Buch im August: Mary Joe: Passionata von Tabea S. Mainberg

Das Buch "Mary Joe: Passionata" von Tabea S. Mainberg erschien 2016.

Mary Joe, flieht förmlich aus Berlin, als sie bemerkt, dass ihr Freund sie betrügt und zieht in die alte Wohnung ihrer Cousine. Dort, lässt sich Mary erst einmal in ein tiefes Loch fallen und sie erkundet auch die Nachtwelt von London. Sie entdeckt auf ihren Touren den Club von Lady Saphira. Hier erhält sie einen Einblick in die BDSM-Szene. Sir Magnus gibt ihr die Möglichkeit ein ganz anderes Empfinden für ihre Sexualität durch Bondage und Unterwerfung zu erfahren. Mary Joe ist dementsprechend verwirrt und will auch nicht wirklich darüber reden. Außerdem wird ihr alles (Arbeitssuche, finanzielles Debakel und ihre neuen Empfindungen) zu viel und nur durch Zufall wird sie von ihrer Cousine und deren Mann gerettet. Nun, da ihr Geheimnis als Sub gelüftet ist, steht sie vor anderen Problemen. Wie bekommt sie einen Job in der Musicalszene von London? Wie kommt sie finanziell wieder auf die Beine? Wie heißt Sir Magnus wirklich? Welche Probleme trägt er mit sich herum? Ein heißer Kampf um Arbeit, Liebe, Hass, Eifersucht, Unterwerfung und Hingabe beginnt.

Der Autorin ist mit diesem Buch gelungen eine gewagte Mischung zwischen BDSM und Liebesgeschichte gelungen. Die Szenen sind sehr detailreich beschrieben und man kann mit den Beteiligten das Erlebte miterleben. Der Schreibstil ist locker und sehr gut lesbar. Es sei außerdem angemerkt, dass es nicht nur um die sexuelle Beziehung geht, sondern auch eine Geschichte mit Tiefgang beinhaltet. Wer also nur eine Liebesgeschichte à la 50 shades of grey erwartet, wird eindeutig eines besseren belehrt.
Die Hauptprotagonistin Mary Joe ist eine Musicaldarstellerin, welche vom Leben eines besseren belehrt wird, dass eigentlich nur sie in der Beziehung die treue Seele war. Tief entsetzt über diesen Verrat und auch innerlich zerrissen, ob sie jemals wieder einen Mann lieben kann, flieht sie förmlich nach London zu ihrer Cousine Florence. Zu Beginn des Buches hatte ich etwas Probleme mit der Hauptprotagonistin, denn sie erschien eher unselbstständig, weinerlich und zu nichts in der Lage. Doch je weiter sie in die Szene eintaucht und sich auch Hilfe bei ihrer Cousine holt, desto besser geht es ihr und sie scheint auf eigenen Beinen stehen zu können. Manche Entscheidungen von Mary Joe konnte ich nicht wirklich verstehen, aber durch manche Entscheidungen wird man klug.
Das männliche Gegenstück, Sir Magnus, strahlt von der ersten Minute weg Dominanz und Autorität aus. Er war mir genauso, wie sein echter Charakter von Beginn an sympathisch. Allerdings war mir auch in den alltäglichen Situationen ab und zu seine Dominanz auch ein Dorn im Auge.
Wer gerne Kopfkino vor sich hat, ist mit diesem Buch sehr gut bedient. Man kann mit den Hauptprotagonisten im wahrsten Sinne des Wortes mitfiebern, miterleben und sich auch mit ihnen ärgern oder sich einfach nur über Mitspieler/innen wundern.

Ein wundervolles Buch, welches die vollen 5 Sterne verdient und natürlich auch eine Kaufempfehlung.

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