Sonntag, 21. August 2016

17. Buch im August: Zuchtstar von Katharina Sperberg

Das Buch "Zuchtstar" wurde von Katharina Sperberg verfasst und erschien im März 2016.

Die bekannte Filmschaffende Saskia Goldstern will nach einem Fernsehinterview eine kleine Auszeit vom Filmbiz nehmen. Alles scheint an diesem Tag ganz normal zu verlaufen, doch als sie in ihrem Haus ankommt, läuft ihr Leben aus dem Ruder. Sie wird entführt, geschwängert, das Kind weggenommen und wieder zurück nach Hause gebracht, ohne dass irgend jemand in ihrem Umfeld etwas bemerkt. An ihrem Verstand zweifelnd, da sie sich an die letzten Wochen und Monate nicht erinnern kann, setzt sie und ihr Freund Alexander Dermasow alles daran, Licht ins Dunkel zu bringen, denn es scheint alles so unwahrscheinlich, dass es nicht stimmen kann. Vielleicht bringt der Privatdetektiv oder der Psychotherapeut Licht hinter die verworrene Angelegenheit. Ein Kampf um die Erinnerung und Wahrheit beginnt.

Die Autorin hat es geschafft mit ihrem Buch Spannung aufzubauen, dann man ist gleich von Anfang an in einem Strudel der Gewalt und Opfermentalität der Hauptprotagonistin gefangen. Auch dass die Geschichte aus der Sicht von Saskia erzählt wird, trägt viel dazu bei, dass die Geschichte greifbarer wird.

Saskia Goldstern fällt zu Beginn gleich einmal als unsympathisch auf, denn sie fühlt sich als Star als etwas Besseres, sie hat zu bestimmen, was wann wie abläuft. Ab dem Zeitpunkt der Entführung und da sie nichts mehr selbst in die Hand nehmen kann, da alles irgendwie vorbestimmt ist, ist sie für mich menschlicher und sympathischer geworden. Sicher, so ganz kann sie ihre selbstlosen Rückzug in sichere Gefilde auch nicht erklären, aber sie kämpft nun um jedes bisschen, was sie erkämpfen kann in der Gefangenschaft. Nach der Entführung und der Unwissenheit, was mit ihr passiert ist fiel mir immer wieder auf, dass sie trotz allem ein anderer, netterer Mensch geworden ist, der zwar immer noch seine Eigenheiten besitzt, aber nicht mehr so ganz unausstehlich ist.

Das einzige, womit ich Probleme hatte, sind die Schlafsequenzen. Sie kamen oft ohne Vorwarnung und ich konnte mir oft keinen Reim auf das Geschehene machen. Zwar wurde es immer wieder aufgeklärt, aber es hat mich einfach teilweise gestört.
Allerdings sein auch gesagt, dass der Thriller wirklich gut konstruiert ist und wenn dieser kleine Makel nicht gewesen wäre, hätte er auch garantiert die volle Sternenanzahl erhalten.

Jeder der gerne Thriller liest, ist auf jeden Fall mit diesem Buch gut beraten, denn er ist und bleibt bis zur Auflösung spannend und der Leser wird bei der Stange gehalten.
4 von 5 Sterne

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