Freitag, 27. Mai 2016

Rezensionen für die Re-Read Challenge Mai



In letzter Zeit bin ich nicht wirklich zum Posten und zum Schreiben gekommen, deswegen kommen die Rezensionen der Re-Reads des Monats Mai jetzt in einem Post.



Re-Read Nummer 1:
Der Junge im gestreiften Pyjama von John Boyne


Die Fabel "Der Junge im gestreiften Pyjama" von John Boyne erschien als Originalausgabe bereits im Jahr 2006 im Fischer Verlag.
In diesem Buch geht es hauptsächlich um den 9-jährigen Buben Bruno, der mit seiner Familie, Mutter, Vater und seiner Schwester Gretel in ein neues Haus zieht, da sein Vater Kommandant von AusWisch geworden ist. Den Kindern und der Mutter ist es nicht von Anfang an klar, wozu dieses Lager gut ist. Bruno vermutet, als er aus seinem neuen Zimmer aus dem Fenster raus sieht, dass es sich um einen Bauernhof handelt und die Leute Pyjamas anhaben. Ab und zu kommt seltsamer Geruch und seltsame Wolken aus einem Schornstein des Lagers, aber es darf nicht einmal in der Familie darüber gesprochen werden. Eines Tages als Bruno von Langeweile getrieben wieder einmal auf Entdeckungstour geht, findet er den Zaun, der sich rund um das Lager befindet und dahinter sitzt ein Junge im Pyjama, Schmuel. Eine Freundschaft entsteht.
Jedes Mal wieder schockiert mich das Buch von neuem, da es so ergreifend, so ungeheuer lebensecht geschrieben wurde. Die Geschichte packt mich einfach immer wieder. Alle Jahre, wenn ich das Glück habe, eine Klasse in Geschichte zu unterrichten, verwende ich dieses Buch und seit kurzem auch kleine Ausschnitte aus dem Film. Dem Autor ist es gelungen eine Geschichte zu zimmern, die einem nicht so schnell loslässt und auch nicht kaltlässt. 
Ich gebe der Fabel eine Leseempfehlung und 5 Sterne.

Re-Read Nummer 2:
Mich hat man vergessen von Eva Erben


Die Geschichte "Mich hat man vergessen" von Eva Erben erschien 2005 in der Verlagsgruppe Beltz.
Bei diesem Buch handelt es sich um Erinnerungen eines jüdischen Mädchens, welches während des 2. Weltkrieges in das Musterlager Theresienstadt deportiert wurde. Als schließlich die Gefangenen in einem Gewaltmarsch aus Theresienstadt evakuiert werden, gelingt ihr durch Zufall die Flucht. Sie gelangt in den Ort Postrekov und zu Familie Jahn. Das Leben nimmt nun eine ganz andere Wendung.
Auch diese Geschichte, auch gerade weil sie ein Tatsachenbericht ist ist sehr packend geschrieben, da man mit Eva die ganzen Schicksalsschläge fast am eigenen Leib miterleben kann.
Auch dieses Buch empfehle ich immer zu lesen. 4 Sterne

Re-Read Nummer 3:
Hanas Koffer von Karen Levine


Die Geschichte Hanas Koffer, die Geschichte der Hana Brady geschrieben von Karen Levine, übersetzt von Mirjam Pressler erschien 2006 als Ravensburger Taschenbuch.
Dieses Buch spielt in drei verschiedenen Ländern, in Japen (Tokio), Kanada (Toronto) und Tschechien (Nove Mesto und Theresienstadt). Alles beginnt im Holocaust-Museum Tokio, wo Museumsleiterin Fumiko Ishioka, ein Ausstellungsstück bekommt. Einen Koffer, darauf steht in weißer Farbe: Hana Brady, 16.Mai 1931, Waisenkind. Die Neugier von Fumiko ist geweckt und sie geht auf Entdeckungsjagd, wer sich hinter den Namen Hana Brady versteckt, ob der Inhaber des Koffers vielleicht sogar noch lebt oder zumindest herausfindet, was mit ihr während des 2. Weltkrieges passiert ist. Nach einigen Rückschlägen kommt die Recherche etwas in Bewegung und sie findet auf einer Reise sehr viel heraus.
Mit dieser Geschichte ist der Autorin gelungen, die Geschichte lebendig werden zu lassen und das Leben der Hana Brady nahe zu bringen.
Dieses Buch ist zwar anders, als alle die man sonst so über den 2. Weltkrieg liest, aber es ist auch eines der Bücher, welche man zum Thema Holocaust lesen sollte.
4,5 Sterne.


Re-Read Nummer 4:
Ich bin ein Stern von Inge Auerbacher


Die Geschichte "Ich bin ein Stern" von Inge Auerbacher erschien im Jahr 1992 in der Verlagsgruppe Beltz.
Auch dies ist ein Tatsachenbericht über das Leben einer jüdischen Familie, welche das Glück hatte die Grausamkeiten des Holocaust zu überleben. Inge Auerbacher erzählt uns vom Anfang des 3. Reiches, die Deportierung ihrer Familie, bis zur Befreiung vom Schaulager Theresienstadt.
Auch dieser Bericht ist wieder sehr lebendig und sehr gut geschrieben, sodass man mit der Familie mitfiebern und mitleben kann, bei allen Schwierigkeiten, welche ihnen in dieser sehr schweren Zeit begegneten.
Auf Grund dieser sehr eindringlichen Beschreibung des Lagers Theresienstadt, empfehle ich diesen Zeitzeugenbericht einem jeden zum Lesen.
5 Sterne

Re-Read Nummer 5:
RUN! Das Spiel 2 von Eve Silver


Wir erleben mit RUN! den 2.Teil der Spiel-Reihe von Eve Silver, erschienen 2013 im Fischer-Verlag. 
Die Protagonisten Miki Jones, Jackson Tate kämpfen wieder im Auftrag des Komitées. Doch dieses Mal kommt noch ein Punkt dazu, Lizzie, Jacksons Schwester taucht auf und warnt Miki und Jackson vor den Machenschaften des Komitées. Und noch etwas wichtiges ändert sich, die Drow kommen in die reale Welt, in ihre Schule. Und noch ein anderer Schicksalsschlag scheint die Welt von Miki Jones zu erschüttern, ein Autounfall ihres Vaters und sie weiß nicht, ob er überlebt bzw. was zu diesem Unfall geführt hat.
Man kann sich ausgezeichnet in die Hauptprotagonisten hineinversetzen, die Sprache ist locker und spritzig. Man fliegt förmlich durch das Buch und die Geschichte rund um die Drows, Miki und Jackson.
Ich mochte diese Fortsetzung dieser Reihe und vergebe 4,5 Sterne.



Vielleicht schaffe ich noch einen Re-Read, aber da ich bereits am 29.5.2016 mit dieser Challenge enden muss, geht glaube ich nicht mehr viel. Aber sag niemals nie! :)

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